Die Notwendigkeit der langdauernden Antikoagulation stellt auch weiterhin in der Durchführung der kontinuierlichen Nierenersatztherapie (CRRT) das praktisch relevanteste Problem dar. Nach wie vor gilt international die Verwendung von unfraktioniertem Heparin (UFH) als Standard-Antikoagulation (Ricci Z; NDT 2006; 21:690).
Vielfach hört man unter Intensivisten die Meinung, dass man einen Beatmungspatienten möglichst "trocken fahren" muss, um die Beatmung zu erleichtern bzw. die Prognose zu verbessern und man dabei auch die Ausbildung eines akuten Nierenversagens (ANV; modern bzw. modisch oft als "AKI = acute kidney injury" benannt) in Kauf nehmen kann.
Beim akuten Nierenversagen (ANV) des Intensivpatienten ist die Niere fast immer ein Opfer eines systemischen Krankheitsprozesses, wie von Schock, Sepsis, Rhabdomyolyse, oder der Beatmungstherapie mit hohen Drücken, von Medikamenten, Kontrastmittel etc.
Dieser rezente Beitrag behandelt die schon seit vielen Jahren heftig diskutierte Frage, inwieweit extrakorporale Gifteliminationsverfahren einen sinnvollen und wirksamen Beitrag in der Therapie von Intoxikationen leisten können. Aus dem Titel geht bereits die Widersprüchlichkeit dieser Thematik hervor.
Die Kontrastmittel-induzierte Nephropathie ist eine Verschlechterung der Nierenfunktion, meist bestimmt über den signifikanten Anstieg des Serum-Kreatinins, nach der Gabe von Kontrastmitteln.
Mittlerweile ist bestens belegt, dass selbst kleinste Änderungen des Serumkreatinins in der Frühphase einer Erkrankung eine hohe prädiktive Aussagekraft für den weiteren Krankheitsverlauf und die Prognose haben (Intensiv-News 6/05; 16).
Dopamin "in Nierendosis" hat schlechte Karten. Mit wenigen Ausnahmen haben die in den letzten Jahren durchgeführten Studien keine positiven Effekte dieser Therapie auf das "renale Outcome" oder die Prognose der Patienten erkennen lassen.
Seit der Einführung der kontinuierlichen Nierenersatztherapieverfahren (CRRT) in die Intensivmedizin besteht die "Wunsch"-Vorstellung, damit Entzündungsmediatoren aus dem Kreislauf von Patienten mit Sepsis zu entfernen.
Vor fast 40 Jahren wurde erstmals ein diuretischer Effekt von niedrigdosiertem Dopamin bei Patienten mit Herzinsuffizienz beschrieben.
Anämie stellt eine häufige Diagnose beim Intensivpatienten dar. Als Ursachen dafür sind vor allem Blutverluste, verkürzte Lebensdauer von Erythrozyten und die infektassoziierte Bildungsstörung anzusehen.
Zwischen 5 und 15% aller Patienten auf Intensivstationen erleiden heute ein akutes Nierenversagen (ANV), welches meist Teil eines Multiorganversagens (MOV) ist. 50 – 60% dieser Patienten müssen einer Nierenersatztherapie zugeführt werden.
Die spontane bakterielle Peritonitis (SBP) wird bei Patienten mit portal dekompensierter Leberzirrhose vor allem im Rahmen von gastrointestinalen Blutungen, aber auch ohne sichtbaren Auslöser gefunden.
Es ist immer wieder faszinierend, wie einzelne Beobachtungen und Ideen innerhalb weniger Jahre zu einer völligen Revision etablierter medizinischer Konzepte führen können.
Unter klinischen Bedingungen verursacht fast jede kontinuierliche Nierenersatztherapie einen Abfall der Körperkerntemperatur. Dieses Problem beschäftigt uns seit der Einführung der CAVH und hat im Verlauf der letzten 25 Jahre zu diversen Modifikationen der Systeme, die für die Behandlung eingesetzt werden, geführt.
Das hepatorenale Syndrom ist seit 1996 durch die Definition des "International Ascites Club" im Rahmen einer Konsensuskonferenz klar durch mehrere Haupt- und Nebenkriterien definiert (Hepatology 1996).
We describe the case of a female patient with hereditary complete C4-deficiency and systemic lupus erythematosus. She had suffered from glomerulonephritis in early childhood.
Kurz nachdem mehr und mehr Intensivmediziner auf Grund der Studien von Ronco (Lancet 2000;356:26) und Schiffl (NEJM 2002;346:305) begonnen haben, Dosisphänomene der extrakorporalen Nierenersatztherapie in der Therapieplanung zu berücksichtigen, soll alles wieder anders sein?
Fraktionelle Harnstoff-Clearance in der Differenzialdiagnose des akuten Nierenversagens?
Nicht-renale Indikation der kontinuierlichen Hämofiltration bei Sepsis ?
Eine Verminderung des zirkulierenden Blutvolumens mit konsekutiver Verschlechterung der systemischen Zirkulation ist eine der häufigsten Veränderungen im Rahmen der Versorgung des Intensivpatienten.
Das akute Nierenversagen (ANV) tritt auf Intensivstationen, mit einer Häufigkeit von 4-16% auf, etwa 50-70% der Patienten mit ANV müssen einer Nierenersatztherapie zugeführt werden.
Das ANV tritt auf Intensivstationen mit einer Häufigkeit von 4-16% auf und ist heute fast immer Teil eines Multiorganversagens (MOV). Etwa 50-70% der Patienten mit ANV müssen einer Nierenersatztherapie zugeführt werden.
Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist eine funktionelle, reversible Nierenfunktionseinschränkung bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz. Die Diagnose eines HRS wird durch eine Einschränkung der Nierenfunktion (KrS > 2.5 mg/dl) und verminderter Natriumelimination (FENa < 1%) sowie normalem Harnbefund (zum Ausschluss einer primären Nierenerkrankung) nach Ausschluss anderer Ursachen wie Hypovolämie, Infektionen, Nephrotoxine, erhöhtem intraabdominellem Druck bei gleichzeitigem Bestehen einer Leberschädigung gestellt.
Die Regenerationsleistung der Nieren ist zunächst einmal ein physiologischer Prozess. Nierengesunde scheiden pro Tag als Ausdruck dieser Regenerationsleistung z. B. 2.000 Zylinder,
Basierend auf einer kombinierten Störung nehmen die Sexualhormonveränderungen im Rahmen chronischer Nierenerkrankungen eine Mittelstellung zwischen primärem und sekundärem Hypogonadismus ein.
Zitronensäure ist eine der am weitesten verbreiteten Säuren im Pflanzenreich und tritt als Stoffwechselprodukt in allen Organismen auf. Noch bedeutender ist die Zitronensäure (beziehungsweise ihre Salze, die Zitrate) als wichtiges Zwischenprodukt im Kohlenhydrat-Stoffwechsel aller sauerstoffverbrauchenden Lebewesen.
Die renale Anämie ist normochrom, normozytär und hyporegenerativ, d. h. für das Ausmaß der Anämie sind die Retikulozyten (viel) zu niedrig.
Weltweit gibt es einen steigenden Bedarf an Nierenersatztherapie für ältere Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz bedingt durch die Altersstruktur der Bevölkerung, Liberalisierung der Akzeptanz der älteren Patienten für eine Nierenersatztherapie
Natrium-Bikarbonat in der Prävention des akuten Nierenversagens (ANV) hat eine lange Geschichte. Unter der Bezeichnung "Bikarbonatdiurese" (nach Prof. Kopp aus München) wurde Natrium-Bikarbonat beim ANV so lange zugeführt, bis der Harn-pH auf über 7.0 angestiegen war.
Erkrankungen des glomerulären Filters der Niere sind die häufigsten Ursachen für ein Nierenversagen und die dialysepflichtige Niereninsuffizienz.

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