INTENSIV-News
Determinants of ICU memories and the impact on the development and trajectory of post-traumatic stress symptoms: A multicenter longitudinal cohort study.
Kooken RWJ, Tilburgs B, Slooter AJC, van den Boogaard M.
Intensive Care Med 2025; 51:2021-2030
Die Intensivstation (ITS) stellt für viele Patienten eine hochbelastende
Umgebung dar. Faktoren wie Beatmung, Delir, Koma und Fixierungen können
zu langanhaltenden psychischen Folgen führen (Desai SV; Crit Care Med
2011; 39:371, Harvey MA; Crit Care Med 2016; 44:381, Needham DM; Crit
Care Med 2012; 40). Mit der zunehmenden Praxis einer flachen Sedierung
behalten immer mehr Patienten bewusste Erinnerungen an ihren
Intensivaufenthalt, die von teilweiser Amnesie bis hin zu lebhaften,
teils wahnhaften Erlebnissen reichen. (Danielis M; Intensive Crit Care
Nurs 2024; 81:103617, Jones C; Crit Care Med 2001; 29:573, Maartmann-Moe
CC; Nurs Open 2021; 8:2221).
Wahnartige Erinnerungen treten bei
etwa 30-40% der ITS-Überlebenden auf, sind häufig paranoider Natur
(z. B. Vergiftung, Gewalt oder Entführung) und werden oft mit hoher
Detailgenauigkeit erinnert. Sie können sich mit realen Ereignissen
vermischen und das psychische Leiden über Monate oder Jahre verstärken
und zur Entstehung von Symptomen einer posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS) beitragen (Jones C; Crit Care Med 2001;
29:573).
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Tags: intensiv-news intensivmedizin icu-aufenthalt posttraumatische belastungsstörung ptbs-symptome

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