INTENSIV-News
Treatment of chronic hyponatremia and controversy about osmotic demyelination syndrome.
Beck J.
Best Pract Res Endocrinol Metab 2025 [online ahead of print]
Severe hyponatremia in the emergency department incidence of cerebral edema and risk of osmotic demyelination syndrome.
Burst V, Rabii R, Peto-Madew J, Persigehl T, Haneder S, Hackl MJ, Hüser C et al.
Acad Emerg Med 2026; 33:e7015
Dogma der langsamen Natriumkorrektur
Die Hyponatriämie (Serumnatrium <135 mmol/L) ist die häufigste Elektrolytstörung bei hospitalisierten PatientInnen mit einer geschätzten Prävalenz von 15-30% und begegnet ÄrztInnen der Akut- und Intensivmedizin, der Nephrologie sowie der Endokrinologie nahezu täglich. Die akute Hyponatriämie (<48 h) geht einher mit schweren Symptomen, wie Vigilanzminderung, Krampfanfällen, Somnolenz bis hin zum Koma. Ursache der schweren Symptome ist die osmotische Wasserverschiebung nach intrazellulär und die Entstehung eines Hirnödems.
Die akute, schwer symptomatische Hyponatriämie ist daher ein Notfall und die Therapie zeitkritisch. Die Therapie der Wahl (unabhängig von der Hyponatriämie-Ursache) ist die hypertone 3% Kochsalzlösung als 150 ml Bolus über 20 min (Spasovski G; Eur J Endocrinol 2014; 170:G1). Die chronische Hyponatriämie (>48 h) ist häufig durch mildere unspezifische Symptome gekennzeichnet. Ein Hirnödem tritt eher selten auf, die Therapie richtet sich nach der Ursache der Hyponatriämie (Abb. 1).
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Tags: intensiv-news intensivmedizin hyponatriämie natriumkorrektur osmotische demyelinisierungssyndrom

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