Kaum einem Thema ist in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht worden als den Störungen des Knochen- und Mineralhaushalts bei chronischen Nierenerkrankungen
Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) haben häufiger eine koronare Herzerkrankung (KHK) als Patienten ohne CKD, ein höheres Risiko für einen Myokardinfarkt und erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie
Die Anzahl der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung steigt weltweit. Für die amerikanische Bevölkerung (NHANES 2003-2006, MDRD- Formel) wird ein Anteil von 15,2% chronischer Nierenerkrankungen gesehen.
Blutdruckmanagement an der Dialyse F.K. Port, Ann Arbor, USA Ergebnisse aus der Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study (DOPPS) an 24.500 Hämodialysepatienten in 12 Ländern zeigen, dass prädialytische Blutdruckwerte von 130-160/75-95 mmHg mit der geringsten Mortalität assoziiert sind.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind das größte medizinische Problem unserer industriellen Gesellschaft. Statistisch gesehen sind mehr Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen als auf Krebserkrankungen. Insbesondere bei der Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit ist die Beherrschung der im Vergleich zur Normalbevölkerung sogar erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität eine große Herausforderung.
Das kardiorenale Syndrom, das eine bidirektionale, pathophysiologische Störung von Herz und Nieren definiert, wird im klinischen Alltag zunehmend als relevante Krankheitsentität wahrgenommen.
Die statistischen Ergebnisse sind klar. Der primäre Studienendpunkt trat in der Verumgruppe um 17% seltener auf als in der Placebogruppe (RR= 0.83, 95% CI 0.74–0.94; p=0.002).
Im Vergleich zur Normalpopulation haben Patienten mit chronischem Nierenleiden (Chronic Kidney Disease, CKD) eine signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit, kardiovaskuläre Erkrankungen (Cardiovascular Disease, CVD) zu entwickeln, welche wiederum einen Risikofaktor für progressiven Nierenschaden darstellen.
Eisenmangel ist die häufigste und die am weitesten verbreitete ernährungsbedingte Störung auf unserem Planeten. Eisenmangel resultiert in einer verminderten Hämoglobinsynthese mit verkleinerten Erythrozyten und vermindertem Hämoglobin (mikrozytäre, hypochrome Eisenmangelanämie).
Die kardiale und die vaskuläre Erkrankung des chronisch Nierenkranken sind heterogene Krankheitsbilder, die durch eine Vielzahl von Risikofaktoren (traditionelle, nicht-traditionelle, Urämieabhängige) beeinflusst werden.
Extrakorporale Membran Oxygenierung (ECMO) und Extrakorporales Life Support System (ECLS) sind mittlerweile etablierte Standardverfahren an kardiochirurgischen Zentren. Die Betreuung der Geräte obliegt den Kardiotechnikern in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten.
In den USA beruhen jährlich mehr als 1,1 Millionen Krankenhausaufnahmen auf einer dekompensierten Herzinsuffizienz. Diese Diagnose ist die häufigste Ursache für die Hospitalisierung bei Patienten älter als 65 Jahre.
In mehreren Beobachtungsstudien waren vor allem sehr stark erhöhte PTH-Werte positiv mit der Morbidität und Mortalität von Dialysepatienten assoziiert (Slinin Y, J Am Soc Nephrol 16:1788-1793, 2005; Kidney Disease Improving Global Outcome (KDIGO), Kidney Int 76[Suppl]:S1-S130, 2009; Floege J, Nephrol Dial Transplant 26:1948-1955, 2011).
„Oxidativer Stress“ und „Inflammation“ als Auslöser für Herzkreislauferkrankungen sind Schlagwörter, auf die man in medizinischen Fachjournalen wie auch in der Laienpresse häufig stößt.
Das kardiorenale Syndrom bezeichnet eine Funktionsstörung des Herzens und der Nieren, wobei eine akute oder chronische Funktionsverschlechterung des einen Organs ursächlich für eine akute oder chronische Funktionsverschlechterung des anderen Organs ist.
Zu den großen Verdiensten der medizinischen Wissenschaft in den letzten 15 Jahren zählt zweifelsohne die Klärung wichtiger Zusammenhänge in der Beziehung zweier Organe: Herz und Niere!
Ob Herztransplantationsprogramm, Kunstherztechnik oder notfallmedizinische Eingriffe bei Aortenaneurysmen – am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Medizinischer Universitätscampus, wird im Bereich der Herz- und Thoraxchirurgie Spitzenmedizin geboten.
Patienten mit Niereninsuffizienz (chronic kidney disease, CKD) unterliegen einem signifikanten kardiovaskulären Risiko, das zu einem großen Teil zu der erhöhten Morbidität und Mortalität innerhalb dieses Patientenkollektivs beiträgt.
Die EMPA-REG-OUTCOME-Studie mit Empagliflozin zeigte signifikante Reduktionen des primären Endpunktes (3 Punkt MACE: Zeit bis zum Auftreten von kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Herzinfarkt und nicht tödlichem Schlaganfall) um 14%, Hospitalisation aufgrund Herzinsuffizienz um 35%, kardiovaskulärer Tod um 38% und Gesamtsterblichkeit um 32%.
Aktuelle Studienlage - In einer aktuellen Metaanalyse wurden 864 Literaturstellen identifiziert, letztendlich fanden sich 34 Artikel, welche eine Studie zum Thema der Peritonealdialyse bei Herzinsuffizienz untersucht hatten.
Chronische Nierenerkrankungen (CKD) sind mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Sterblichkeit verbunden. Es ist aber noch wenig über die Wechselwirkung mit Vorhofflimmern bekannt.
Chronisch nierenkranke Menschen haben eine massiv erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität (Go AS; N Engl J Med 2004; 351:1296; de Jager DJ; JAMA 2009; 302:1782).
Nicht-valvuläres Vorhofflimmern ist ein bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von Schlaganfällen und systemischen Embolien. Durch die ungünstige Altersstruktur der Allgemeinbevölkerung ist die Prävalenz des Vorhofflimmerns im Zunehmen.
Als Folge der Urämie können Proteine durch Abbauprodukte des Harnstoffs chemisch modifiziert werden; ein Prozess, der Carbamylierung genannt wird (Kalim S; Am J Kidney Dis 2014; 64:793). Zudem leiden Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz häufig unter einem Mangel an Aminosäuren.
Die Assoziation zwischen koronarer Herzkrankheit und hohem Fettkonsum ist seit langem bekannt. Interventionen mittels mediterranen Kostformen in der Lyon Diet Heart Study oder sehr fettarmen Diäten konnten eine Senkung der KHK-Inzidenz bei Patienten in der Sekundärprävention belegen.
Schokolade wird aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker hergestellt. Die Kakaomasse wiederum besteht aus der fettreichen Kakaobutter und einem bitteren fettfreien Anteil, der zu Kakaopulver verarbeitet wird.
Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas hat sich auch in Europa in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Zwei Drittel der Bevölkerung sind übergewichtig (BMI > 25 kg/m2), 20% sind adipös (BMI > 30 kg/m2).
Es ist unbestritten, dass eine ausreichende Versorgung des Organismus mit Calcium während der Entwicklung für einen normalen Aufbau des Knochens notwendig ist.
Rotes Fleisch ist schon seit langem ins Gerede gekommen; insbesondere Onkologen warnen schon seit vielen Jahren vor negativen Effekten.
Alkoholkonsum nach Myokardinfarkt: Die angenehmste Maßnahme zur Sekundärprävention?

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