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Sepsis: Resistenz versus Resilienz


Die Entzündungsantwort und damit die immunvermittelte Resistenz, die der Eliminierung der kausalen Infektion dient, stand lange im Fokus der Sepsisforschung. Tatsächlich haben Maßnahmen zur Infektionsprävention, wie verbesserte Hygiene und Impfungen, sowie Maßnahmen zur Pathogen-Eliminierung, also Antibiotika und chirurgische Fokussanierung, die infektionsbezogene Sterblichkeit in den letzten 100-125 Jahren drastisch sinken lassen (Bauer M; Intensive Care Med 2026; 52:163). 

Mit der vor zehn Jahren modifizierten und auf Organdysfunktion fokussierten Sepsis-Definition (Singer M; JAMA 2016; 315:801) sowie den rasant zunehmenden Erkenntnissen der Mikrobiomforschung entstehen zunehmend Brüche im konzeptionellen Verständnis der Progression einer Infektion. Da die Sepsis primär eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion darstellt, ist die Eliminierung des Pathogens zwar eine notwendige, jedoch nicht in allen Fällen hinreichende therapeutische Strategie, weshalb kritisch zu prüfen ist, ob die Pathogen-Eliminierung als alleiniger Ansatz in der Sepsistherapie ausreichend ist. 

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Tags: intensiv-news intensivmedizin resilienz resistenz pathogenlast allostase immunologie infektionsforschung 

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