INTENSIV-News
A conservative dialysis strategy and kidney function recovery in dialysis-requiring acute kidney injury: The liberation from acute dialysis (LIBERATE-D) randomized clinical trial.
Liu KD, Siew ED, Tuot DS, Vijayan A, Matzumura Umemoto G, Birkelo BC et al.
JAMA 2026; 335:326-335
Die akute Nierenschädigung (AKI) ist nach wie vor eine der häufigsten
und zugleich lebensbedrohlichsten Organkomplikationen auf der
Intensivstation (Hoste EAJ; Intensive Care Med 2015; 41:1411). Die
Inzidenz der schwersten Form einer AKI, der dialysepflichtigen AKI,
nimmt seit Jahrzehnten zu, verbunden mit einer hohen Mortalität (Hsu RK;
J Am Soc Nephrol 2013; 24:37). Bei Überlebenden besteht ein hohes
Risiko für eine chronische Niereninsuffizienz bis hin zur
persistierenden Dialysepflichtigkeit. Bis heute gibt es keine
Interventionen, die eine Erholung der Nierenfunktion bewirken, sodass
die Nierenersatztherapie (renal replacement therapy, RRT) die einzige
„überbrückende“ Maßnahme ist. Dabei werden hämodynamisch instabile
Patienten häufig mit kontinuierlicher RRT (CRRT) behandelt, während bei
stabiler Hämodynamik meist eine intermittierende Hämodialyse (IHD), z. B. 3-mal/Woche, bis zur Erholung zum Einsatz kommt.
Allerdings
kann dieser Ansatz einer regelmäßigen IHD das Erkennen eines sich
stabilisierenden S-Kreatinin-Spiegels verzögern, da es mehrere Tage
dauern kann, bis sich hier ein „stabiles Stadium“ einstellt. Auch führt
die regelhaft durchgeführte Dialyse durch Entfernung von Flüssigkeit
und Soluten möglicherweise zu einer geringeren Diurese, dem zweiten
wichtigen Indikator einer sich erholenden Nierenfunktion.
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Tags: intensiv-news intensivmedizin nierenersatztherapie nierenschädigung nierenfunktion liberate-d studie

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