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Mechanismen des diätetisch induzierten Nierenschutzes


Die Niere im Kontext des demografischen Wandels

Die steigende Lebenserwartung der Menschen ist eine bedeutende Errungenschaft, aber auch eine der größten Herausforderungen für moderne Gesellschaften. Der demografische Wandel geht mit einem raschen Anstieg altersbedingter Erkrankungen einher. Zu den wichtigsten Organen, die von der Alterung betroffen sind, zählen die Nieren. Sowohl die akute Nierenfunktionseinschränkung (acute kidney injury, AKI) als auch die chronische Nierenkrankheit (chronic kidney disease, CKD) sind in diesem Kontext zentrale medizinische, wie auch sozioökonomische Probleme (­Ortiz A; NDT 2025; 40:1498). 

Kumulative altersbedingte Nierenschäden erhöhen das Risiko eines dialysepflichtigen Nierenversagens, insbesondere bei älteren PatientInnen. Die AKI ist einer der häufigsten Erkrankungen bei hospitalisierten PatientInnen und ist mit einer hohen Letalität von 10-20% assoziiert, selbst wenn sie nicht auf einer Intensivstation behandelt wird (­Ostermann M; Lancet 2025; 405:241). Erholt sich die Nierenfunktion nach einer AKI nicht vollständig, ist der Übergang zu einer CKD häufig, die eine dauerhafte Nierenersatztherapie erfordern kann. 

Derzeit sind fast 100 Millionen Menschen in Europa von der CKD betroffen und es wird prognostiziert, dass sie bis 2040 weltweit die fünfthäufigste Todesursache sein wird. Die CKD ist damit aktuell die am schnellsten zunehmende Todesursache weltweit (Ortiz A; NDT 2025; 40:1498). Im Gegensatz zu vielen anderen chronischen Erkrankungen ist die Mortalität im Zusammenhang der CKD in den letzten 20 Jahren nicht gesunken, während die Prävalenz der Erkrankung weltweit kontinuierlich ansteigt. 

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Tags: ephro-news nephrologie nierenschutz dieätetisch-induzierte resilienz nierenfunktionseinschränkung aminosäuremetabolismus 

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