INTENSIV-News
Cost-effectiveness of pantoprazole to prevent upper gastrointestinal bleeding in mechanically ventilated patients.
Xie F, Yao Y, Ma Y, for the E-REVISE Collaborators and the Canadian Critical Care
Trials Group.
JAMA Netw Open 2025; 8:e2552771
Risk factors for patient-important upper gastrointestinal bleeding.
Deane AM, Lauzier F, Adhikari NKJ, Lamontagne F, Heels-Ansdell D, et al.
Am J Respir Crit Care Med 2025; 211:1671-1680
In Ausgabe 05/2024 der Intensiv-News diskutierten wir die Ergebnisse des
REVISE Trials, welches die Effektivität der Stressulkusprophylaxe mit
Protonenpumpenhemmer (PPI) bei beatmeten Intensivpatienten untersuchte
(Cook D; N Engl J Med 2024; 391:9). Die gut 4.800 beatmeten Patienten
wurden dazu 1:1 in einen Arm mit täglich 40 mg Pantoprazol intravenös
und einen Placeboarm randomisiert. Die primären Endpunkte, das Auftreten
einer klinisch relevanten oberen gastrointestinalen Blutung und die
90-Tage-Mortalität, ergaben keine Überraschung. Wie bereits in früheren
Studien führten PPI zu einer signifikanten Reduktion des
Blutungsrisikos, nicht aber zu einer Mortalitätsreduktion.
Die im
REVISE Trial gesammelten Daten bieten aber die Möglichkeit, noch weitere
Fragestellungen, die in der ersten Publikation nicht berücksichtigt
werden konnten, zu untersuchen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob
außer dem reduzierten Blutungsrisiko noch andere Gründe für eine
Stressulkusprophylaxe sprechen und welche Patienten am ehesten von
dieser profitieren. Zwei rezent publizierte Sekundäranalysen des REVISE
Trials analysierten Risikofaktoren für eine obere gastrointestinale
Blutung und die Kosteneffektivität einer PPI Prophylaxe. Aus diesen
beiden Studien lassen sich für die klinische Praxis durchaus relevante
Schlüsse ableiten.
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Tags: intensiv- news intensivmedizin stressulkus-prophylaxe intensivstation ppi-therapie

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