NEPHRO-News
Fünf Jahre ist es her, dass die „Fantastic four“ durch den Kollegen
Bauersachs im European Heart Journal als fester Terminus etabliert
wurden (Bauersachs J; Eur Heart J 2021; 42:681). Der eingängige Begriff
sollte die vier prognoseverbessernden Wirkstoffe der medikamentösen
Herzinsuffizienztherapie bei Patienten mit HFrEF, also der
Herzinsuffizienz mit einer reduzierten linksventrikulären systolischen
Funktion im kollektiven Bewusstsein der Behandelnden verankern:
ACE-Hemmer/Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI), b-Blocker,
Mineralocorticoid Rezeptor Agonisten (MRA) und SGLT-2-Inhibitoren.
Damals war die neu geschaffene Datenlage hinsichtlich der positiven
Effekte der SGLT-2-Inhibition der Anlass, die 4-fach
Kombinationstherapie zum Behandlungsstandard zu erklären, dessen
Überlegenheit sich mittlerweile auf eine überzeugende Evidenz stützt
(Tang H; BMC Cardiovasc Disord 2024; 24:666).
Patienten mit HFrEF sind in der nephrologischen Praxis alltägliche
Behandlungsrealität, so weisen mehr als 55% der HFrEF Patienten
mindestens eine CKD G3a auf (McAlister FA; Circ Heart Fail 2012; 5:309).
Nicht zuletzt durch die bekannten Wirkmechanismen der vier
Substanzklassen und auch der damit verbundenen potentiellen
Nebenwirkungen stellt sich die Frage, ob die einfache Parole „Fantastic
four für alle“ auch für CKD-Patienten, gerade für Patienten in den
fortgeschrittenen CKD-Stadien G4 und G5 anwendbar ist.
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Tags: nephro-news nephrologie herzinsuffizienz sglt-2 inhibition credence-studie

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