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VENTIBRAIN – Lung-Brain Cross-Talk

Sweet Spot für die Beatmung von Patienten mit akuter Hirnschädigung?


Ventilation practices in acute brain injured patients and association with outcomes: The VENTIBRAIN multicenter observational study.      

Robba C, Giardiello D, Almondo C, Asehnoune K, Badenes R, Cinotti R, Elhadi M, et al. 

  Intensive Care Med 2025; 51:318-331

 

Low-tidal-volume ventilation and mortality in patients with acute brain injury: A secondary analysis of an international observational study. 

Daza JF, Hamad DM, Urner M, Liu K, Wahlster S, Robba C, Stevens RD, McCredie VA, et al. 

Chest 2025; 168:1141-1151

 

Dynamic driving pressure and clinical outcomes in mechanically ventilated patients with acute brain injury: A secondary analysis of the VENTIBRAIN study. 

Taran S, Citerio G, Taccone FS, Rezoagli E, Liu K, McCredie VA, Laffey JG, Calabro L, et al. 

Intensive Care Med 2026; 52:31-41

 

Zusammenfassung der bisherigen Daten und der VENTIBRAIN-Studie

Die mechanische Beatmung bei Patienten mit akuter Hirnschädigung (ABI) ist ein zentraler, aber herausfordernder Bestandteil der intensivmedizinischen Versorgung. In den letzten Jahrzehnten hat sich die lungenprotektive Beatmung als Standard etabliert, um beatmungsassoziierte Lungenschäden zu minimieren und das Überleben bei kritisch Kranken zu verbessern. Allerdings wurden Acute Brain Injury (ABI) -Patienten aus den meisten großen ARDS-Studien ausgeschlossen. Der Grund hierfür liegt in den potenziell schädlichen Auswirkungen einer lungenprotektiven Beatmung auf die zerebrale Physiologie, im sogenannten „Lung-Brain Cross-Talk“: Lungenprotektion erfordert niedrige Atemvolumina, was fast zwangsläufig zu einem Anstieg des PaCO2 und somit zu einer permissiven Hyperkapnie führt. Ein solcher CO2-Anstieg bewirkt jedoch eine zerebrale Vasodilatation, die das intrazerebrale Blutvolumen steigert und lebensbedrohliche intrakranielle Druckanstiege triggern kann. Gleichzeitig können hohe positiv endexspiratorische Drücke (PEEP) den zerebralen venösen Abfluss behindern und den zerebralen Perfusionsdruck kritisch senken.

Im Jahr 2020 wurde von einem internatio­nalen Konsortium der ESICM mangels belastbarer Daten eine Experten-Empfehlung zur mechanischen Beatmung bei Patienten mit akuter Hirnschädigung publiziert (Robba C; Intensive Care Med 2020; 46:2397). Es wurde die Anwendung von lungenprotektiven Strategien für ABI-Patienten empfohlen, allerdings nur solange keine signifikante Erhöhung des Hirndrucks (ICP) vorliegt (strong recommendation, no evidence). 

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Tags: intensiv-news intensivmedizin ventibrain-studie akute hirnschädigung beatmung lungenprotektion 

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