Auf wenigen anderen Gebieten der Neurologie konnten in den vergangenen Jahren so zahlreiche Fortschritte in der Therapie erreicht werden, wie bei den autoimmunbedingten Entzündungen des zentralen Nervensystems, des peripheren Nervensystems, der neuromuskulären Synapse oder auch des Muskels selbst.
Chronisch nierenkranke Patienten leiden häufig unter einer Anämie. Wenn die Anämie gemäß WHO-Empfehlungen als Hämoglobin < 13 g/dl bei Männern und < 12 g/dl bei Frauen definiert wird, so weisen etwa in der CARE FOR HOMe Studie 40 % aller Patienten im CKD-Stadium 3 b / 4 eine Anämie auf; unter Dialysepatienten erreicht die Prävalenz der Anämie nahezu 100 %.
Ob alle Daten, die durch amerikanische Institutionen gesammelt werden, jemandem zum Vorteil gereichen, kann und will der Autor dieses Kommentars nicht beurteilen.
Die Therapie der fokal-segmentalen Glomerulosklerose (FSGS) ist relativ unspezifisch, häufig nur wenig effizient und nicht selten mit schweren Nebenwirkungen behaftet.
Mit dem Auftreten einer chronischen Niereninsuffizienz (CKD) bei Diabetes mellitus (DM) und dem Abfall der glomerulären Filtrationsrate <60 ml/min/1.73 m2 tritt aus mehreren Gründen die Notwendigkeit der Modifikation einer antidiabetischen Therapie in den Vordergrund.
Die Applikation von intravenösem Eisen ist eine etablierte Therapie zur Behandlung der Anämie bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, insbesondere bei Dialysepatienten.
Für reibungsfreies Gleiten von Erythrozyten (Ery) durch enge Blutgefäße sind schlaue Mechanismen gefragt. Die Natur löst dieses Problem durch die Beschichtung der bewegten Objekte (Ery) wie auch der Tunnelwand (Endothel) mit negativen Ladungen, also mit der Ausbildung einer Glykokalyx.
Im sehr kleinen therapeutischen Armamentarium zur Verzögerung der Progression einer Niereninsuffizienz nimmt die simple Empfehlung, die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen, eine wesentliche Stelle ein.
Epidemiologische Studien zur Prävalenz der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Europa zeigen ein relativ homogenes Bild. Zieht man die KDOQI-Kriterien heran, leiden 9 - 12% der Bevölkerung an einer CKD im Stadium I bis IV.
Rituximab (RTX) ist ein monoklonaler Antikörper, der gegen CD20-tragende Zellen gerichtet ist und somit als eine, gegen B-Zellen gerichtete Therapie gesehen wird.
Die Kalziphylaxie (kalzifizierende urämische Arteriolopathie, englisch: calcific uremic arteriolopathy, CUA) ist eine zwar seltene, aber im Bereich der Nephrologie gut etablierte und immer besser bekannte Erkrankung. Leider werden frühe Erkrankungsstadien unserer Erfahrung nach oft übersehen.
Der Begriff zur Umschreibung eines akuten Nierenfunktionsverlusts und den zugrundeliegenden Ursachen befindet sich seit längerem im Wandel.
Patienten mit Niereninsuffizienz (chronic kidney disease, CKD) unterliegen einem signifikanten kardiovaskulären Risiko, das zu einem großen Teil zu der erhöhten Morbidität und Mortalität innerhalb dieses Patientenkollektivs beiträgt.
Erhöhte LDL-Cholesterin- (LDL-C) sowie erhöhte Lipoprotein a (Lp[a])-Konzentrationen sind wissenschaftlich akzeptierte und unabhängige Risikofaktoren für die Entwicklung von Atherosklerose und den damit verbundenen Folgeerkrankungen wie z. B. Herzinfarkte, Schlaganfälle oder peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (Calling S; Int J Cardiol 2013; 168:2844).
Angesichts der dramatischen Organmangelsituation in Deutschland und weltweit ist die Regeneration akut oder chronisch insuffizienter Nieren natürlich ein faszinierender Lösungsansatz, der aufgrund vielfältiger wissenschaftlicher Entwicklungen zumindest eines zukünftigen Tages erreichbar erscheint.
ANCA-assoziierte Vaskulitiden (AAV), die überwiegend kleine Gefäße betreffen, sind primär systemische nekrotisierende Vaskulitiden (mit nur spärlichen Immunglobulinablagerungen).
Morbus Fabry ist die zweithäufigste X-chromosomal vererbte lysosomale Speicherkrankheit mit einer Prävalenz von ca. 1:40.000 bis 1:170.000 Lebendgeburten. Es gibt jedoch Hinweise aus Screening-Untersuchungen, dass verschiedene Varianten des GLA-Gens und reduzierte α-Galaktosidase-Aktivität vor allem in Risikopopulationen häuiger auftreten (van der Tol L; J Med Genet 2014; 51:1).
Etwa 5-22% aller Bluthochdruckpatienten weisen eine therapierefraktäre arterielle Hypertonie auf. Diese ist definiert als eine nicht leitliniengerechte Blutdruckeinstellung trotz antihypertensiver Dreifachtherapie in maximaler oder maximal tolerierter Dosierung, unter Einbeziehung eines Diuretikums.
Eine absolut gültige Regel für den Zeitpunkt der Indikationsstellung zur Anlage eines Dialysezuganges existiert nicht. Die Indikation zur Anlage sollte immer unter Berücksichtigung der patientenindividuellen Gegebenheiten erfolgen und der Grunderkrankung des Patienten Rechnung tragen.
Eine ganze Reihe von Fettstoffwechselstörungen besitzen bei klinisch schwerer Ausprägung eine hohe Morbidität und Mortalität. Diät, kombinierte medikamentöse Therapie und als Ultima Ratio die extrakorporale Elimination mittels Lipoproteinapherese (LA) kommen zum Einsatz (multimodale Therapie).
Patienten mit Niereninsuffizienz weisen ein signifikant erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf, weshalb eine gerinnungshemmende Therapie indiziert ist.
Gankam-Kengne et al. induzierten bei Ratten mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr innerhalb von 4 Tagen eine Hyponatriämie mit einer Serumnatriumkonzentration zwischen 108-114 mmol/l durch eine kontinuierliche Infusion von Desmopressin (Gankam-Kengne F; Kidney Int 2015; 87:323).
Das Fach „Gendermedizin“ gewinnt international an Bedeutung. Von den großen wissenschaftlichen Zeitschriften riefen Nature (Nature 2010; 465: 665) und Lancet (Lancet 2011; 378:1826) bereits dazu auf, die Ergebnisse klinischer Studien nach Geschlecht zu analysieren, bzw. Frauen in klinische Studien zu inkludieren.
Täglich fallen im Organismus durch den Energiestoffwechsel ca. 1 mmol/kg Körpergewicht nicht-volatile H+-Ionen an. Diese können im Gegensatz zu den volatilen Säuren nicht über die Lunge abgeatmet werden und werden beim Gesunden zur Gänze über die Nieren eliminiert, sodass die net endogenous acid production (NEAP) in der Regel gleich der net acid excretion (NAE) ist.
Kaliumstörungen gehören zu den häufigsten Elektrolytstörungen, die uns in der klinischen Praxis begegnen. Sie betreffen insbesondere Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen (CKD), wobei sowohl krankheits- als auch therapieassoziierte Ursachen wie Diuretika und Hemmer des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) eine begünstigende Rolle spielen.
Woher stammte der „Hype“? - Seit mehr als 15 Jahren werden Stamm- und Vorläuferzellen als regenerativer Therapieansatz in Nierenerkrankungen erforscht.
Tomas Berl schrieb euphemistisch schon vor Jahren, die Behandlung der Hyponatriämie sei ein Feld „lebendiger Kontroversen“ (lively controversy) (Berl T; Kidney Int 1990; 37:1006).
Die EMPA-REG-OUTCOME-Studie mit Empagliflozin zeigte signifikante Reduktionen des primären Endpunktes (3 Punkt MACE: Zeit bis zum Auftreten von kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Herzinfarkt und nicht tödlichem Schlaganfall) um 14%, Hospitalisation aufgrund Herzinsuffizienz um 35%, kardiovaskulärer Tod um 38% und Gesamtsterblichkeit um 32%.
Die ARTS-DN-Studie (The Mineralocorticoid Receptor Antagonist Tolerability Study – Diabetic Nephropathy) hat den primären Endpunkt erreicht! Entsprechend der Dosierung von Finerenon wurde die Albuminausscheidung beim Typ-2-Diabetiker mit Nephropathie um 21 bis 38% gesenkt.
Chronische Nierenerkrankungen (CKD) sind mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Sterblichkeit verbunden. Es ist aber noch wenig über die Wechselwirkung mit Vorhofflimmern bekannt.

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