Die alarmierend steigende Inzidenz und Prävalenz von Diabetes ist ein globales Problem. Sowohl in aufstrebenden Ländern Asiens aber auch in Nord- und Mittelamerika sowie in Teilen Europas beträgt die Prävalenz inzwischen um die 10%, etwa 30% davon leiden an einer chronischen Nephropathie.
Die englische Originalfassung der Leitlinie „Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) Clinical Practice Guideline for Lipid Management in Chronic Kidney Disease“ wurde in Kidney International Supplements publiziert (Kidney Int 3 [Suppl]:259–305, 2013).
Wnt-Signalwege regulieren die Zellentwicklung und Zellfunktion durch Transformation extrazellulärer Information (Signal) in intrazelluläre Proteinreaktionen. Von den drei bekannten Wnt-Signalwegen beeinflusst nur der kanonische Wnt-Signalweg die Gentranskription.
Die Minimal Change Nephropathie (MCN) und die primäre fokal segmentale Glomerulosklerose (pFSGS) sind häufige Ursachen eines nephrotischen Syndroms im Kindes-, aber auch Erwachsenenalter und beide Entitäten sind häufig durch einen komplizierten Krankheitsverlauf schwierig zu behandeln.
Es existieren viele Momente im Leben eines Menschen, in welchen Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle für den Gesundheitszustand eines Individuums spielen.
Die Nieren erfüllen mit der Bildung von Klotho, Kalzitriol, Erythropoietin und Renin essentielle endokrine Funktionen, die bei Nierenerkrankungen Fehlregulationen aufweisen und zu entsprechenden Begleiterscheinungen führen.
Die Progression chronischer Nierenerkrankungen verläuft bei der Mehrzahl der Patienten über viele Jahre. Unabhängig von der initialen Pathologie kommt es zu einem kritischen Verlust funktionierender und zu einer adaptiven Hyperperfusion
Was nach den negativen Ergebnissen von ALTITUDE und ONTARGET schon greifbar war (und für viele bereits als ausreichend belegt galt), ist nunmehr nach dem vorzeitigen Ende der VA NEPHRON-D-Studie zur evidenzbasierten Tatsache geworden:
Dr. Jekyll, der seit seiner Jugend an einer Art Persönlichkeitsspaltung leidet und ein Doppelleben führt, ist es mit Hilfe von chemischen Experimenten gelungen, der bösen, triebhaften Seite seines Wesens eine eigene Gestalt zu geben.
Die Häufigkeit des Nierenzellkarzinoms (NZK) ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, es stellt mittlerweile weltweit die 13. häufigste, in Europa und Deutschland die 10. häufigste Tumorerkrankung dar.
Die Arbeitsgruppe von Herrn Kalantar-Zadeh hat sich in den letzten Jahren spezialisiert auf die Auswertung großer Datenbanken. Es handelt sich dabei immer um Beobachtungsstudien, die sich häufig, aber nicht in jedem Fall, mit Dialysepatienten befassen.
Die diabetische Nephropathie ist weltweit die Hauptursache für die terminale dialysepflichtige Niereninsuffizienz. Parallel zum Fortschreiten einer diabetischen Nephropathie entwickeln sich auch die typischen kardiovaskulären Komplikationen von der koronaren Herzerkrankung über pAVK bis hin zu Myokardinfarkt und Schlaganfall.
Evidenz wird je nach Untermauerung durch klinische Studien in Empfehlungen, Richtlinien oder Leitlinien bewertet und für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen zur Verfügung gestellt.
Hyperphosphatämie ist ein paradigmatischer Befund im Endstadium chronischer Nierenerkrankungen. Präklinische und Beobachtungs-Studien weisen eindeutig darauf hin, dass die Hyperphosphatämie unmittelbar pathophysiologisch bedeutsam ist für kardiovaskuläre Komplikationen, insbesondere für die Entstehung und Progression von Gefäß- und Weichteil-Verkalkungen und mit der Gesamt- und kardiovaskulären Mortalität dieser nierenkranken Population korreliert.
Die Kalziphylaxie oder kalzifizierende urämische Arteriolopathie (CUA) stellt eine sehr seltene, aber bedrohliche Erkrankung dar, die mit hoher Morbidität, großem Leidensdruck und hoher Mortalität vergesellschaftet ist.
Mittlerweile ist etwa jeder zehnte Erwachsene weltweit von einer chronischen Niereninsuffizienz betroffen. Bereits frühe Stadien sind mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität assoziiert.
Gefäßverkalkungen sind ein häufiges Problem von Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) und sind mit einer erhöhten Mortalität assoziiert.
Kalium spielt eine zentrale Rolle für Membranpotentiale und damit für das Funktionieren einer Reihe von Organen, wie Muskeln, Nerven und Drüsen. Die Kaliumverteilung im Körper wird durch die Na+/K+-ATPase bestimmt. Sie transportiert Kalium in die Zellen und sorgt dafür, dass die intrazelluläre Kaliumkonzentration hoch (bis zu 140 mmol/l) und die extrazelluläre Kaliumkonzentration niedrig (4 mmol/l) ist.
Juckreiz ist eine uns allen bekannte, fast alltägliche Sinneswahrnehmung. In vielen Situationen des täglichen Lebens empfinden wir Juckreiz – bei Müdigkeit, bei Stress, wenn wir jemandem beim Kratzen zusehen usw. Meist dauert eine solche Juckepisode nur wenige Sekunden und lässt sich durch kurzes Kratzen beenden.
Global findet derzeit ein ausgeprägter demografischer Wandel statt. Weltweit wird sich in den nächsten 30 Jahren die Zahl der über 65-Jährigen verdreifachen.
Bei einer Abnahme der glomerulären Filtrationsrate (GFR) entwickeln sich schwerwiegende Folgeerkrankungen der Niereninsuffizienz wie die renale Anämie, die renale Osteodystrophie und – oft nicht genügend beachtet – auch die chronische metabolische Azidose (cmA).
Vitamin D, dessen aktive Form 1,25-Dihydroxycholecalciferol korrekter als Hormon bezeichnet werden muss, ist an unglaublich vielen biochemischen Prozessen im Körper beteiligt.
Woran denkt man beim Thema High-Tech-Medizin, die lange schon alltäglich ist? An die Induktion von pluripotenten Stammzellen aus Hautzellen oder das Reprogrammieren peripherer Blutzellen zu Stammzellen?
Die Hepatitis-assoziierte Autoimmunität bezieht sich fast ausschließlich auf Hepatitis C, nur zum geringen Teil auf Hepatitis B; deshalb wurde sie naturgemäß erst mit zuverlässiger Diagnose des Hepatitis C-Antikörpers 1992 realisiert.
Auf wenigen anderen Gebieten der Neurologie konnten in den vergangenen Jahren so zahlreiche Fortschritte in der Therapie erreicht werden, wie bei den autoimmunbedingten Entzündungen des zentralen Nervensystems, des peripheren Nervensystems, der neuromuskulären Synapse oder auch des Muskels selbst.
Chronisch nierenkranke Patienten leiden häufig unter einer Anämie. Wenn die Anämie gemäß WHO-Empfehlungen als Hämoglobin < 13 g/dl bei Männern und < 12 g/dl bei Frauen definiert wird, so weisen etwa in der CARE FOR HOMe Studie 40 % aller Patienten im CKD-Stadium 3 b / 4 eine Anämie auf; unter Dialysepatienten erreicht die Prävalenz der Anämie nahezu 100 %.
Ob alle Daten, die durch amerikanische Institutionen gesammelt werden, jemandem zum Vorteil gereichen, kann und will der Autor dieses Kommentars nicht beurteilen.
Die Therapie der fokal-segmentalen Glomerulosklerose (FSGS) ist relativ unspezifisch, häufig nur wenig effizient und nicht selten mit schweren Nebenwirkungen behaftet.
Mit dem Auftreten einer chronischen Niereninsuffizienz (CKD) bei Diabetes mellitus (DM) und dem Abfall der glomerulären Filtrationsrate <60 ml/min/1.73 m2 tritt aus mehreren Gründen die Notwendigkeit der Modifikation einer antidiabetischen Therapie in den Vordergrund.
Die Applikation von intravenösem Eisen ist eine etablierte Therapie zur Behandlung der Anämie bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, insbesondere bei Dialysepatienten.

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