Entscheidend für den Erfolg eines Peritonealdialyseprogramms ist die Verhinderung von Peridonealdialyse (PD)-assoziierten Infektionen. Auch wenn infektiöse Komplikationen nach wie vor zu den Hauptursachen für einen Drop-Out von der PD zählen, konnte die Häufigkeit der Peritonitis und der Exit-site-Infektionen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden.
Die chronische Niereninsuffizienz ist als eine Stoffwechselerkrankung zu verstehen, bei der es zu Veränderungen von biochemischen Prozessen und zur Kumulation toxischer Abbauprodukte kommt.
Chronische Wunden treten bei Dialysepatienten wesentlich häufiger auf als in der Normalbevölkerung und haben eine höhere Majoramputationsrate. Bei gleichzeitig vorliegendem diabetischem Fußsyndrom besteht eine erschreckend hohe Mortalität von 38% im ersten Jahr (Hinchliffe RJ, Diabetes Metab Res Rev 28:179-217, 2012).
Der jährlich abgehaltene Weltnierentag hat am 13. März 2013 stattgefunden und ist unter dem Motto „Acute Kidney Injury: Global Health Alert“ gestanden und hat damit erstmals das akute Nierenversagen (ANV) zum zentralen Thema gehabt (Li PK, Kidney Int 83:372-376, 2013).
Die Prognose von chronischen Hämodialysepatienten ist ungünstig, trotz Fortschritten in der Dialysetechnologie und einer verbesserten medikamentösen Patientenbehandlung.
Mit der Möglichkeit, ultrareine Substitutionslösung online herzustellen, konnten Anfang der 90er Jahre auf einmal große konvektive Volumina im Rahmen der Hämodiafiltration kostengünstig zum Einsatz gebracht werden.
Die Dialyseeffektivität (adäquate Dialyse) ist eine Maßzahl aus Quantität und Qualität der chronischen Dialysebehandlung.
Citrasate®-Dialysat enthält 0,8 mmol/l Zitronensäure und 0,3 mmol/l Acetat, sodass eine antikoagulatorische Wirkung erwartet werden kann. Es sollte untersucht werden, ob die Heparin-Dosis ohne Clotting und Effektivitätsverlust reduziert werden kann.
Die altersadjustierte Mortalitäts- bzw. kardiovaskuläre Ereignisrate nimmt mit den Stadien der chronischen Niereninsuffizienz deutlich zu (Go AS, N Engl J Med 351:1296-1306, 2004). Laut aktuellen USRDS-Registerdaten beträgt die 3-Jahres-Überlebensrate (JÜR) bei inzidenten Hämodialyse (HD)-Patienten nur 51%.
Auf dem „American Transplant Congress“ 2013 in Seattle/Washington hatte ein Workshop das Thema: “New Onset Diabetes Mellitus after Transplantation: Can we Prevent it?”.
Die Entwicklung eines akuten Nierenversagens (ANV) gehört zu den schwerwiegendsten Komplikationen bei Patienten mit Leberzirrhose und ist mit sehr hoher Mortalität verbunden.
Die Arbeitsgruppe von Herrn Kalantar-Zadeh hat sich in den letzten Jahren spezialisiert auf die Auswertung großer Datenbanken. Es handelt sich dabei immer um Beobachtungsstudien, die sich häufig, aber nicht in jedem Fall, mit Dialysepatienten befassen.
Voraussetzung einer effizienten und komplikationsfreien Hämodialyse ist eine ausreichende systemische oder regionale Antikoagulation. Diese erfolgt üblicherweise mittels niedermolekularem oder unfraktioniertem Heparin.
Evidenz wird je nach Untermauerung durch klinische Studien in Empfehlungen, Richtlinien oder Leitlinien bewertet und für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen zur Verfügung gestellt.
Hyperphosphatämie ist ein paradigmatischer Befund im Endstadium chronischer Nierenerkrankungen. Präklinische und Beobachtungs-Studien weisen eindeutig darauf hin, dass die Hyperphosphatämie unmittelbar pathophysiologisch bedeutsam ist für kardiovaskuläre Komplikationen, insbesondere für die Entstehung und Progression von Gefäß- und Weichteil-Verkalkungen und mit der Gesamt- und kardiovaskulären Mortalität dieser nierenkranken Population korreliert.
Die Kalziphylaxie oder kalzifizierende urämische Arteriolopathie (CUA) stellt eine sehr seltene, aber bedrohliche Erkrankung dar, die mit hoher Morbidität, großem Leidensdruck und hoher Mortalität vergesellschaftet ist.
Zitrat hat sich als Antikoagulation der Wahl für die kontinuierliche Nierenersatztherapie („continuous renal replacment therapy“, CRRT) bei Intensivpatienten weitgehend durchgesetzt.
Mit dem Nachlassen bzw. Sistieren der Urinausscheidung bei chronisch niereninsuffizienten Patienten wird dem Körper die Möglichkeit zur Autoregulation des Flüssigkeithaushaltes genommen.
Woran denkt man beim Thema High-Tech-Medizin, die lange schon alltäglich ist? An die Induktion von pluripotenten Stammzellen aus Hautzellen oder das Reprogrammieren peripherer Blutzellen zu Stammzellen?
Ob alle Daten, die durch amerikanische Institutionen gesammelt werden, jemandem zum Vorteil gereichen, kann und will der Autor dieses Kommentars nicht beurteilen.
War man früher der Meinung, dass, wenn ein Patient ein akutes Nierenversagen (ANV) überlebt, die Niere sich meistens weitgehend vollständig erholt, so ist in den letzten Jahren klar geworden, dass ein relevanter Anteil von Patienten nach einem ANV ein chronisches (CNV) bzw. sogar terminales dialysepflichtiges Nierenversagen (ESRD) ausbildet (Coca SG; Kidney Int 2012; 81:442).
Intradialytische Hypotensionen (IDH) sind ein gut bekanntes und häufiges Problem bei der Dialysebehandlung. Sie sind definiert als Blutdruckabfälle unter der Therapie. Diese können symptomatisch oder asymptomatisch sein.
Der Einsatz von getunnelten zentralvenösen Dialysekathetern mit Cuff (tZVDK) steigt von Jahr zu Jahr und liegt deutschlandweit inzwischen bei 15-20% (von Gersdorff 2013 Poster DGfN-Kongress; 2013 DOPPS Annual Report).
Verglichen mit der Situation bei Hämodialysepatienten, die unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht stehen und praktisch immer einen stabilen intravenösen Zugangsweg besitzen, gestaltet sich die Eisentherapie bei Patienten an Peritonealdialyse (PD) und Patienten nach erfolgreicher Nierentransplantation organisatorisch schwieriger.
Die Nierentransplantation des älteren Patienten stellt eine spezielle Herausforderung in der Transplantationsmedizin dar.
Wenn man Hemmer des RAS, hier insbesondere ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) und direkte Renin-Hemmer (DRI) von den zugelassenen Indikationen betrachtet, dann sind diese Medikamente auch für Dialysepatienten potentiell attraktiv.
Die Peritonealdialyse stellt das weltweit am häufigsten eingesetzte Heimdialyseverfahren dar. In Deutschland nimmt die Peritonealdialyse dennoch nur einen Anteil von ca. 5% aller Nierenersatzverfahren ein (Jain AK; J Am Soc Nephrol 2012; 23:533).
Moderne Dialysegeräte wie Fresenius FMC 5008 bieten die Möglichkeit, den Blutfluss QB mit dem Dialysatfluss QD über ein festes Verhältnis zu kombinieren. Bei dem FMC-Genius®-Therapiesystem ist gar QB = QD, da eine doppelseitige Schlauchpumpe sowohl für den Blut- als auch den Dialysatfluss verwendet wird (50…350 ml/min).
Die technische Sicherheit der Infrastruktur des Dialysebehandlungsplatzes/der Dialysestation, des Dialysegerätes, der eingesetzten Verbrauchsmaterialien wie auch die pharmakologische Qualität der Dialysatflüssigkeit, der Antikoagulation etc. werden in der Regel nicht nur vom Patienten, sondern auch vom Pflegepersonal und der ärztlichen Leitung als selbstverständlich vorausgesetzt.
Seit langem in Dialyseregistern beschrieben, aber noch nicht verstanden, ist der geringere Anteil von Frauen (ca. 40%) im Kollektiv terminal Niereninsuffizienter.

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