Selten habe ich einen einfältigeren Artikel als den von Frau Antje Bultmann gelesen. Neugierig gemacht durch den Titel erfährt der Leser Bemerkenswertes:
Ab Mai 2011 kam es zuerst in Norddeutschland (Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen), später auch in anderen Bundesländern, dem europäischen Ausland sowie in den USA zu erhöhten Fallzahlen des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS).
Ein bekanntes DDR-Sprichwort sagt, „dass in unseren Betrieben („VEB“) jeder zu etwas zu gebrauchen sei – und sei es nur als abschreckendes Beispiel.“
Der demografische Wandel führt zu erhöhten Anforderungen an das Gesundheitssystem. Die Bevölkerung wird älter, die Kosten des medizinischen Fortschritts steigen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind das größte medizinische Problem unserer industriellen Gesellschaft. Statistisch gesehen sind mehr Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen als auf Krebserkrankungen. Insbesondere bei der Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit ist die Beherrschung der im Vergleich zur Normalbevölkerung sogar erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität eine große Herausforderung.
Zahlreiche Studien vergleichen Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung gegenüber nicht diabetischer Nierenerkrankung bezüglich kardiovaskulärer Endpunkte, der Sterblichkeit, aber auch der Lebensqualität.
Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ wurde elektronisch im September 2010 publiziert (www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2). Sie basiert auf einem Beschluss 2006 der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der AG der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die damalige nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes zu aktualisieren.
Die primären Ursachen der renalen Anämie sind eine unzureichende Produktion von Erythropoietin und ein absoluter oder funktioneller Eisenmangel.
Antikoagulantien sind Substanzen mit unterschiedlichen blutgerinnungshemmenden Wirkmechanismen zur Prophylaxe und Therapie von arteriellen und venösen thromboembolischen Gefäßverschlüssen, zur Hemmung ihres Progresses und nicht zuletzt zur Verhinderung von Blutgerinnseln bei extrakorporalen Verfahren.
In vielen „westlichen“ Ländern ist der Diabetes bzw. die diabetische Nephropathie die häufigste Ursache für die terminale Niereninsuffizienz. Auch bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sind erhöhte Nüchternblutglukosewerte mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert
Extensive Weichteil- und Gefäßverkalkung sind typische Komplikationen im Rahmen der Progression chronischer Nierenerkrankungen (CKD). Störungen der Calcium- und Phosphathomöostase stehen dabei pathophysiologisch im Zentrum.
In den letzten Jahren ist in der allgemeinen Bevölkerung eine entsprechende „Alterung“ der Dialysepopulation zu erkennen.
Zusammenfassung Zystennieren gehören zu den häufigsten Ursachen einer Niereninsuffizienz beim Erwachsenen.
Das kardiorenale Syndrom, das eine bidirektionale, pathophysiologische Störung von Herz und Nieren definiert, wird im klinischen Alltag zunehmend als relevante Krankheitsentität wahrgenommen.
Die Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien ist Teil der Universitätsklinik für Innere Medizin III der Medizinischen Universität Wien.
Eine frühe intensivierte Stoffwechseleinstellung reduziert also die Häufigkeit einer Nephropathie bei Typ-I-Diabetikern. Das ist doch nicht neu, warum veröffentlicht das New England Journal of Medicine 2011 diese Arbeit?
Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) haben bekanntermaßen eine hochgradig erhöhte Morbidität und Mortalität aus allen Ursachen, insbesondere aber wegen der erhöhten Rate an kardiovaskulären Ereignissen.
Die statistischen Ergebnisse sind klar. Der primäre Studienendpunkt trat in der Verumgruppe um 17% seltener auf als in der Placebogruppe (RR= 0.83, 95% CI 0.74–0.94; p=0.002).
Der sekundäre Hyperparathyreoidismus ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung. Der prozentuale Anteil der Patienten mit erhöhten Parathormonwerten ist in jedem Stadium der chronischen Nierenerkrankung deutlich höher als der Prozentsatz der Patienten mit renaler Anämie, metabolischer Azidose, Hyperphosphatämie oder Hypokalziämie.
Zusammenfassung - Bei Patienten mit Alport-Syndrom verzögert der Beginn einer ACE-Hemmer-Therapie ab dem Stadium der Proteinurie das Nierenversagen im Median um 18 (!) Jahre.
Im Vergleich zur Normalpopulation haben Patienten mit chronischem Nierenleiden (Chronic Kidney Disease, CKD) eine signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit, kardiovaskuläre Erkrankungen (Cardiovascular Disease, CVD) zu entwickeln, welche wiederum einen Risikofaktor für progressiven Nierenschaden darstellen.
Die renale Anämie ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und betrifft Stadiumabhängig nicht-dialysepflichtige Patienten, Dialysepatienten und nierentransplantierte Patienten.
Pathomechanismen Aktuelle Konzepte der Pathogenese sehen eine klare Sequenz autoimmuner Ereignisse bei der IgA-Nephritis. In der Rachen- oder Darmmukosa können Infektionen eine Aktivierung von B-Zellen auslösen, die mit der Produktion von Immunglobulin A-Molekülen einhergehen.
Im April 2011 übernahmen wir einen 47-jährigen Patienten aus einem Kreiskrankenhaus mit Verdacht auf hepato-renales Syndrom. Der Patient litt unter einer Alkoholkrankheit.
Die Nierenbiopsie, d. h. diagnostische Entnahme von Nierengeweben zur Gewinnung einer Nierenhistologie ist nach wie vor der Goldstandard in der Diagnostik renaler Erkrankungen.
Im Heft 2/2012 von Nephro-News kommentieren Prof. Frider Keller/Ulm und Frau Thiele/Dresden: „…. Derzeit läuft die STOP-IgAN-Studie. Wir halten im Grunde dieses Protokoll aber für überholt.
Um der Hyperphosphatämie bei Patienten mit fortgeschrittener chronischer Niereninsuffizienz und bei Dialysepatienten wirksam begegnen zu können, stehen uns (für die Mono- oder Kombinationstherapie) eine Reihe von Phosphatbindern zur Verfügung:
Die Hyperphosphatämie wird heute als einer der entscheidenden Risikofaktoren für die hohe Mortalität bei Patienten mit CKD angesehen. Bei Dialysepatienten werden 12% aller Todesfälle auf erhöhte Phosphatwerte zurückgeführt.
Zunehmend wird versucht, regulierend in die ärztliche Therapieentscheidung einzugreifen, meist sind budgetäre Zwänge der Grund. Wir Ärzte sind bestrebt, den Patienten möglichst eine optimale Therapie zu bieten, bezahlt werden muss eine ausreichende Therapie. Was ausreichend sein soll, wissen die Krankenkassen in der Regel besser als Ärzte und Patienten.
Immunglobulin-Leichtketten (IgLk) haben ein Molekulargewicht von ungefähr 25.000 Dalton und kommen in zwei Hauptklassen vor, κ und λ. Die Aminosäurensequenz der konstanten, carboxy-terminalen Hälfte bestimmt die Klassenzugehörigkeit.

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.
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