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Phosphatbindertherapie 2012


Phosphat und Phosphatsenkung – eine unendliche Geschichte im ärztlichen Alltag der Nephrologen!

Im Folgenden wird ein Überblick gegeben über neue Kapitel, die dieser Geschichte in jüngster Zeit hinzugefügt wurden, und die zu erkennen geben, dass die Bücher zu diesem Thema noch längst nicht geschlossen werden können.

Erhöhte Phosphatspiegel sind bei Patienten mit dialysepflichtiger Nieren­insuffizienz (CKD 5D) mit einer erhöhten Mortalität assoziiert [Block GA, J Am Soc Nephrol 15:2208-2218, 2004]. Ein wesentlicher Pathomechanismus ist dabei das Auftreten schwerer vaskulärer Kalzifizierungen und nachfolgender kardiovaskulärer Ereignisse. Nach DOPPS-II-Daten haben jedoch in Deutschland ca. 70% der Dialysepatienten Phosphatwerte > 1,8 mmol/l (> 5,5 mg/dl) und damit außerhalb desjenigen Bereiches, in welchem die geringste Mortalität nachgewiesen ist [www.dopps.org].

Neben der Phosphatbindertherapie haben offenbar Ernährungsgewohnheiten einen nicht unerheblichen Einfluss, denn in der gleichen Erhebung stellte man fest, dass z. B. in Italien über 60% der Dialysepatienten Phosphatwerte unterhalb dieses kritischen Grenzwertes aufweisen. Damit wäre bereits ein wichtiger Aspekt der Phosphatbindertherapie genannt – die damit verbundene Tablettenlast, die wie in keinem anderen therapeutischen Ansatz höchste Anforderungen an die Therapieadhärenz der Patienten stellt [Nerbass FB, J Bras Nefrol 32:149-155, 2010]. Diese Tablettenlast wird deutlich verringert, wenn es gelingt, die diätetische Phosphatzufuhr unter Kontrolle zu halten [Sullivan C, JAMA 301:629-35, 2009] und die Patienten in der eigenverantwortlichen Festlegung ihrer Phosphatbinderdosis zu unterweisen [Ahlenstiel T, Nephrol Dial Transplant 25:3241-3249, 2010].

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Tags: nephro-news nephrologie phosphatbinder 

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