Aufgrund der Heterogenität des akuten Nierenversagens (ANV) präsentiert sich der Patient zum Zeitpunkt der Therapieeinleitung in unterschiedlichen „Flüssigkeitszuständen“ des Extra- und Intrazellulärraums.
Obwohl für die Stadieneinteilung chronischer Nierenerkrankungen hauptsächlich die glomeruläre Filtrationsrate herangezogen wird, ist weitgehend akzeptiert, dass auf histopathologischem Niveau die tubulointerstitielle Schädigung viel besser als die glomeruläre Pathologie die Prognose bestimmt
Bis vor wenigen Jahren bestand ein Dogma in der Beurteilung des akuten Nierenversagens (ANV/AKI) in der Auffassung , dass - wenn ein Patient die ein ANV auslösende Grundkrankheit überlebt - sich die Nierenfunktion (weitgehend) wieder erholt und nachher alles so ist wie vorher.
Der Schlaganfall ist nach Herz-/Kreislauferkrankungen und malignen Tumoren weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Etwa 20% aller zerebral-ischämischen Ereignisse gehen auf Stenosen extrakranieller Gefäße zurück.
Nach der in Europa gültigen Definition ist eine Erkrankung „selten“, wenn weniger als einer von 2.000 Menschen unter einem spezifischen Krankheitsbild leidet. Von den ca. 30.000 gekannten Krankheiten werden über 7.000 zu den seltenen Erkrankungen gezählt.
Professor Dr. med. Thomas Ittel (Internist, Nephrologe/Onkologe, Ärztlicher Direktor des Hanse-Klinikums Stralsund) betrachtete die Lipidtherapie bei nierenkranken Patienten unter definierten Aspekten.
Der Begriff thrombotische Mikroangiopathie (TMA) umfasst eine heterogene Gruppe seltener Krankheitsbilder mit ischämischen Organmanifestationen, hervorgerufen durch eine Endothelschädigung oder eine gesteigerte Thrombozytenaggregation
Die Nierenersatztherapie bei Intensivpatienten im Allgemeinen und bei septischen Patienten im Speziellen ist ein häufiges und zunehmendes Problem für die behandelnden Intensivmediziner.
Die Nierenersatztherapie bei blutungsgefährdeten Patienten liegt im Spannungsfeld zwischen ausreichender Antikoagulation des extrakorporalen Systems und Minimierung des Blutungsrisikos.
Das akute Nierenversagen (ANV) ist ein Organversagen, dessen Bedeutung in der Intensivmedizin in den letzten Jahrzehnten einen grundlegenden Wandel durchgemacht hat.
Mit dem Terminus „Nierenersatztherapie“ assoziieren wir intuitiv fast ausschließlich positive Effekte. In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass Nierenersatzverfahren auch jenseits von offensichtlichen hämodynamischen Auswirkungen mit einer Reihe von relevanten Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden sein können.
Die Nephropathie ist eine schwerwiegende Komplikation bei Menschen mit Diabetes, die nicht nur eine große medizinische und psychosoziale, sondern auch eine extreme gesundheits-ökonomische Bedeutung besitzt.
Die Pathogenese der renalen Anämie ist meist multifaktoriell und dementsprechend die Entscheidung über das optimale therapeutische Vorgehen oft schwierig.
Einleitung – Historie - Die Entwicklung aktivierter Formen von Vitamin D bei chronischen Nierenerkrankungen (CKD) begann mit der Entdeckung, Zulassung und Verbreitung von Calcitriol
Die Definition des kardiorenalen Syndroms kann in Abhängigkeit des Stadiums der Erkrankung (früh oder spät, akut oder chronisch) unterschiedlich dargestellt werden.
Antihypertensiv wirksame Substanzen werden traditionell nach ihrem Wirkmechanismus eingeteilt (Mancia G, J Hypertens 25: 1105–1187, 2007; Chobanian AV, JAMA 289:2560-2572, 2003).
Arterielle Hypertonie trägt neben weiteren bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Hypercholesterinämie, Untergewicht, hohem Bodymaßindex und niedriger körperlicher Aktivität vergleichsweise am stärksten zur Mortalität in den westlichen Ländern bei und ist damit die weltweite Todesursache Nummer 1 (Ezzati M, Lancet 360:1347-1360, 2002).
Renale Mechanismen bei der essenziellen Hypertonie - Eine ursächliche Beteiligung renaler Mechanismen bei der essenziellen Hypertonie wird schon lange vermutet.
In den USA und Europa ist etwa jeder 10. Mensch in der Allgemeinbevölkerung von einer chronischen Niereninsuffizienz (englisch: chronic kidney disease, CKD) betroffen. Neben den traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren spielen auch genetische Faktoren eine wichtige Rolle in der Pathogenese.
Auch wenn fraglos die Notwendigkeit für randomisiert kontrollierte Studien (RCT) in der Nephrologie groß ist, so ist die Bedeutung von prospektiven Kohortenstudien hier nicht zu unterschätzen.
Kaum einem Thema ist in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht worden als den Störungen des Knochen- und Mineralhaushalts bei chronischen Nierenerkrankungen
Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) haben häufiger eine koronare Herzerkrankung (KHK) als Patienten ohne CKD, ein höheres Risiko für einen Myokardinfarkt und erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie
Am 09.05.2009 gründete sich auf dem Gut Gremmelin, einem der schönsten Seminar-Hotels in Deutschland - nahe der mecklenburgischen Stadt Teterow - der „Landesverband Nephrologie Mecklenburg-Vorpommern e.V.“.
In der Schwangerschaft kommt es zu charakteristischen Veränderungen der Nierenfunktion. Bis zur 16. Schwangerschaftswoche steigt der renale Plasmafluss um 50-75% an, bleibt dann zwischen der 16. und 34. Schwangerschaftswoche konstant erhöht und fällt danach wieder um 25%.
Die Urämie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Organismus zunehmend durch seine eigenen Stoffwechselprodukte vergiftet wird. Dafür einige Beispiele: Ein Blick zurück - Vor dem Jahr 1960 wurden urämische Patienten dem Tod geweiht ebenso wie Patienten mit Pest ins Pesthaus gelegt
Weltweit besteht in allen Bevölkerungsgruppen ein Vitamin D-Mangel. Das Defizit an Vitamin D nimmt mit dem Alter zu. Vitamin D wird mit vielen pleiotropen Effekten assoziiert, z.B. mit der Reduktion des plötzlichen Herztodes, des Schlaganfallrisikos, des Infektions- und Malignomrisikos oder der Reduktion von Diabetes, Stürzen, Frakturen oder Demenz.
Durch die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteronsystems gelingt es bei diabetischer, aber auch nicht diabetischer makroalbuminurischer Nephropathie den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Allerdings ist das Risiko, trotzdem eine terminale Niereninsuffizienz zu entwickeln, immer noch sehr hoch.
Die Einteilung der chronischen Nierenerkrankungen nach den international anerkannten CKD-Kriterien hat sich inzwischen durchgesetzt. Die Bedeutung der CKD-Kriterien liegt in der Risikoabschätzung bezüglich des kardiovaskulären Mortalitätsrisikos, des Fortschreitens einer Niereninsuffizienz sowie der Hospitalisationsrate
Die Mehrzahl der 27.000 Individuen, die weltweit jedes Jahr eine Niere spenden, ist weiblich (Horvat L, Kidney Int 75:1088-1098, 2009). Die Frage, die sich stellen wird, ist, ob eine unilaterale Nephrektomie den Verlauf einer nachfolgenden Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.
Glomerulonephritiden (GN) stellen ein weltweites Gesundheitsproblem dar. Bei 11% der inzidenten und 16% der prävalenten Dialysepatienten 2009 in Österreich wurde eine GN als renale Grundkrankheit angegeben (Jahresbericht 2009, www.nephro.at).

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