In den USA und Europa ist etwa jeder 10. Mensch in der Allgemeinbevölkerung von einer chronischen Niereninsuffizienz (englisch: chronic kidney disease, CKD) betroffen. Neben den traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren spielen auch genetische Faktoren eine wichtige Rolle in der Pathogenese.
Auch wenn fraglos die Notwendigkeit für randomisiert kontrollierte Studien (RCT) in der Nephrologie groß ist, so ist die Bedeutung von prospektiven Kohortenstudien hier nicht zu unterschätzen.
Kaum einem Thema ist in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht worden als den Störungen des Knochen- und Mineralhaushalts bei chronischen Nierenerkrankungen
Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) haben häufiger eine koronare Herzerkrankung (KHK) als Patienten ohne CKD, ein höheres Risiko für einen Myokardinfarkt und erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie
Am 09.05.2009 gründete sich auf dem Gut Gremmelin, einem der schönsten Seminar-Hotels in Deutschland - nahe der mecklenburgischen Stadt Teterow - der „Landesverband Nephrologie Mecklenburg-Vorpommern e.V.“.
In der Schwangerschaft kommt es zu charakteristischen Veränderungen der Nierenfunktion. Bis zur 16. Schwangerschaftswoche steigt der renale Plasmafluss um 50-75% an, bleibt dann zwischen der 16. und 34. Schwangerschaftswoche konstant erhöht und fällt danach wieder um 25%.
Die Urämie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Organismus zunehmend durch seine eigenen Stoffwechselprodukte vergiftet wird. Dafür einige Beispiele: Ein Blick zurück - Vor dem Jahr 1960 wurden urämische Patienten dem Tod geweiht ebenso wie Patienten mit Pest ins Pesthaus gelegt
Weltweit besteht in allen Bevölkerungsgruppen ein Vitamin D-Mangel. Das Defizit an Vitamin D nimmt mit dem Alter zu. Vitamin D wird mit vielen pleiotropen Effekten assoziiert, z.B. mit der Reduktion des plötzlichen Herztodes, des Schlaganfallrisikos, des Infektions- und Malignomrisikos oder der Reduktion von Diabetes, Stürzen, Frakturen oder Demenz.
Durch die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteronsystems gelingt es bei diabetischer, aber auch nicht diabetischer makroalbuminurischer Nephropathie den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Allerdings ist das Risiko, trotzdem eine terminale Niereninsuffizienz zu entwickeln, immer noch sehr hoch.
Die Einteilung der chronischen Nierenerkrankungen nach den international anerkannten CKD-Kriterien hat sich inzwischen durchgesetzt. Die Bedeutung der CKD-Kriterien liegt in der Risikoabschätzung bezüglich des kardiovaskulären Mortalitätsrisikos, des Fortschreitens einer Niereninsuffizienz sowie der Hospitalisationsrate
Die Mehrzahl der 27.000 Individuen, die weltweit jedes Jahr eine Niere spenden, ist weiblich (Horvat L, Kidney Int 75:1088-1098, 2009). Die Frage, die sich stellen wird, ist, ob eine unilaterale Nephrektomie den Verlauf einer nachfolgenden Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.
Glomerulonephritiden (GN) stellen ein weltweites Gesundheitsproblem dar. Bei 11% der inzidenten und 16% der prävalenten Dialysepatienten 2009 in Österreich wurde eine GN als renale Grundkrankheit angegeben (Jahresbericht 2009, www.nephro.at).
Selten habe ich einen einfältigeren Artikel als den von Frau Antje Bultmann gelesen. Neugierig gemacht durch den Titel erfährt der Leser Bemerkenswertes:
Ab Mai 2011 kam es zuerst in Norddeutschland (Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen), später auch in anderen Bundesländern, dem europäischen Ausland sowie in den USA zu erhöhten Fallzahlen des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS).
Ein bekanntes DDR-Sprichwort sagt, „dass in unseren Betrieben („VEB“) jeder zu etwas zu gebrauchen sei – und sei es nur als abschreckendes Beispiel.“
Der demografische Wandel führt zu erhöhten Anforderungen an das Gesundheitssystem. Die Bevölkerung wird älter, die Kosten des medizinischen Fortschritts steigen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind das größte medizinische Problem unserer industriellen Gesellschaft. Statistisch gesehen sind mehr Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen als auf Krebserkrankungen. Insbesondere bei der Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit ist die Beherrschung der im Vergleich zur Normalbevölkerung sogar erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität eine große Herausforderung.
Zahlreiche Studien vergleichen Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung gegenüber nicht diabetischer Nierenerkrankung bezüglich kardiovaskulärer Endpunkte, der Sterblichkeit, aber auch der Lebensqualität.
Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ wurde elektronisch im September 2010 publiziert (www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2). Sie basiert auf einem Beschluss 2006 der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der AG der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die damalige nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes zu aktualisieren.
Die primären Ursachen der renalen Anämie sind eine unzureichende Produktion von Erythropoietin und ein absoluter oder funktioneller Eisenmangel.
Antikoagulantien sind Substanzen mit unterschiedlichen blutgerinnungshemmenden Wirkmechanismen zur Prophylaxe und Therapie von arteriellen und venösen thromboembolischen Gefäßverschlüssen, zur Hemmung ihres Progresses und nicht zuletzt zur Verhinderung von Blutgerinnseln bei extrakorporalen Verfahren.
In vielen „westlichen“ Ländern ist der Diabetes bzw. die diabetische Nephropathie die häufigste Ursache für die terminale Niereninsuffizienz. Auch bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sind erhöhte Nüchternblutglukosewerte mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert
Extensive Weichteil- und Gefäßverkalkung sind typische Komplikationen im Rahmen der Progression chronischer Nierenerkrankungen (CKD). Störungen der Calcium- und Phosphathomöostase stehen dabei pathophysiologisch im Zentrum.
In den letzten Jahren ist in der allgemeinen Bevölkerung eine entsprechende „Alterung“ der Dialysepopulation zu erkennen.
Zusammenfassung Zystennieren gehören zu den häufigsten Ursachen einer Niereninsuffizienz beim Erwachsenen.
Das kardiorenale Syndrom, das eine bidirektionale, pathophysiologische Störung von Herz und Nieren definiert, wird im klinischen Alltag zunehmend als relevante Krankheitsentität wahrgenommen.
Die Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien ist Teil der Universitätsklinik für Innere Medizin III der Medizinischen Universität Wien.
Eine frühe intensivierte Stoffwechseleinstellung reduziert also die Häufigkeit einer Nephropathie bei Typ-I-Diabetikern. Das ist doch nicht neu, warum veröffentlicht das New England Journal of Medicine 2011 diese Arbeit?
Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) haben bekanntermaßen eine hochgradig erhöhte Morbidität und Mortalität aus allen Ursachen, insbesondere aber wegen der erhöhten Rate an kardiovaskulären Ereignissen.
Die statistischen Ergebnisse sind klar. Der primäre Studienendpunkt trat in der Verumgruppe um 17% seltener auf als in der Placebogruppe (RR= 0.83, 95% CI 0.74–0.94; p=0.002).

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