Das Ernährungsteam am Zentralklinikum St. Pölten wurde 1998 auf Anregung von Dir. Barbara Schmid, Leiterin der Diätakademie, von Gabriele Karner, DDA & EMB, gegründet, und wird von ihr seit damals mit großem Engagement geleitet.
Eine Reihe von Untersuchungen in den Achtzigerjahren hat gezeigt, dass im Hungerzustand und bei katabolen Erkrankungen Skelettmuskel abgebaut und der Stickstoff aus dem Muskelgewebe vorwiegend in Form der Aminosäure Glutamin freigesetzt und zu anderen Organen transportiert wird.
Neben der heftigen Debatte um die nachweislich schlechte Ernährungslage vieler älterer Menschen entsteht eine zunehmend dringlichere Diskussion um das Problem der selbst gewählten und gezielten Nahrungs- und Flüssigkeitsverweigerung von Patienten am nahenden Lebensende zur rascheren Herbeiführung des Todes.
Der Ernährungszustand von Patienten ist eine der wesentlichen Determinanten für Krankheitsverlauf und Prognose. Diese Tatsache ist bei praktisch allen Patientengruppen gezeigt worden und gilt ebenso für Intensivpatienten.
Die Diagnosestellung kann bei entzündlichen Vaskulitiden im Anfangsstadium oft sehr schwierig sein, im Fall von Gertrude S. war es ein langer Leidensweg bis im September 2003 dann das seltene Krankheitsbild einer Panarteriitis nodosa und ein Antiphospholipidantikörpersyndrom diagnostiziert wurden.
Malnutrition stellt ein bedeutendes klinisches Problem dar, das mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden ist. Dies trifft besonders auf Intensivpatienten zu, wo sich ein zu später Einsatz von klinischer Ernährung besonders schwerwiegend auswirken kann.
Im Rahmen von therapeutischen Maßnahmen wird Ernährungsmedizin zunehmend als eigenständiges Fachgebiet gesehen und fordert auch fachlich kompetente Ansprechpartner.
Heyland hat wieder zugeschlagen. Nachdem er uns für Intensivpatienten die parenterale Ernährung (PE) vermiest hat, die Immunonutrition zur Gefahr erklärt hat (JAMA 2001; 286:944), hat er jetzt die Kombination der enteralen (EE) mit einer parenteralen Ernährung (EE+PE) aufs Korn genommen (Dhaliwal & Heyland, Intensive Care Med 20004; 30:1666).
Die Europäische Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) fordert, dass ALLE Patienten bei der Aufnahme in ein Krankenhaus auf Zeichen einer möglichen Mangelernährung untersucht werden (Kondrup et al., Clin Nutr, 22:415-21, 2003).
Das Österreichische Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat im März 2004 eine Stellungnahme zur subkutanen Infusion abgegeben und darin festgestellt, dass "…aus ärztlicher Sicht festzuhalten sei, dass sich in der modernen Medizin grundsätzlich keine Indikationen für eine subkutane Infusion ergeben, da selbst wenn ein venöser Zugang nicht gefunden werden kann - ein solcher intraossär jederzeit verfügbar ist".
Die so genannte "terminale Sedierung" führt international zu weit reichenden Debatten und medizinethischen Kontro-versen. In der jüngsten Vergangenheit sind auch im deutschsprachigen Raum eine Reihe von Beiträgen erschienen, die grundlegende Aspekte in medizinischer und philosophischer Perspektive diskutieren.
Trotz Zentralisierungsbestrebung gibt es (immer noch) kleinere Krankenhäuser, die ihrer Aufgabe der regionalen Versorgung nachkommen, was von der Bevölkerung sehr geschätzt und unterstützt wird.
Mangelernährung ist nicht nur ein Problem in Entwicklungsländern, sondern auch von Patienten in europäischen Krankenhäusern. Mangelernährung erhöht die Rate von im Krankheitsverlauf auftretenden Komplikationen, beeinträchtigt Wundheilung, Rehabilitation und Lebensqualität, verschlechtert die Überlebenschancen.
Eine 68-jährige Patientin, die vor 4 Jahren aufgrund einer terminalen Niereninsuffizienz nierentransplantiert wurde, kommt in reduziertem Allgemeinzustand, mit Fieber bis auf 39°, sowie in soporösem Zustandsbild zur stationären Aufnahme.
Mikronährstoffe sind die "Cinderella" der künstlichen Ernährung. Jedem ist klar, dass es sich dabei um "essentielle" Nahrungsbestandteile handelt.
Diese Studie von Galvan aus Innsbruck und eine weitere Arbeit von Alvares-da-Silva¹ vergleichen verschiedene Scores zur Beurteilung von Malnutrition sowie deren Wertigkeit für die Vorhersage des klinischen Outcomes bei unterschiedlichen Patientengruppen.
Ernährung ist wohl weit mehr als Nahrungsaufnahme, immer mehr rückt der pharmakologische Aspekt von dem, was wir essen und trinken, in den Vordergrund.
Wie viele aus verschiedenen Meldungen in der Tagespresse und dem Fernsehen ersehen haben, beginnen sich Patienten und Patientengruppen gegen die neue Praxis des Kostenersatzes der künstlichen Ernährung durch die Krankenkassen zu wehren.
Parenterale Ernährung (PE) ist schlecht, gefährlich, teuer; enterale Ernährung (EE) ist gut, komplikationsarm und billig. Diese Meinung ist heute ein Dogma, das keiner mehr in Frage stellt, weil ein Dogma eben auch nicht hinterfragt werden muss oder darf.
Der Ernährungszustand von Patienten ist ein Faktor, der den Krankheitsverlauf und die Prognose ganz entscheidend beeinflusst. Diese Tatsache ist bei praktisch allen Patientengruppen gezeigt worden und gilt ebenso für Patienten auf Intensivstationen als auch auf offenen Stationen, für chirurgische, onkologische, internistische oder geriatrische Abteilungen.
Die Arbeit des Ernährungsteams trägt wesentlich zu einer besseren ernährungstherapeutischen Betreuung und zur Steigerung der Lebensqualität von mangelernährten Patienten bei.
Die noch immer zahlreichen Ernährungsnihilisten unter Intensivisten meinen weiterhin, man könne bei Intensivpatienten erst einmal 3 bis 5 Tage warten, ob der Patient essen kann oder nicht, bzw. wenn schon ernähren, mit einer enteralen Ernährung beginnen, wenn der Patient diese aber nicht toleriert, eben weiter zuzuwarten.
Erstaunlich, wie lange es dauerte, bis harte Daten das untermauern, was viele bis dato schon vermutet haben: Fast food ist nicht unbedingt ein Beitrag für gesunde Ernährung; häufiger Konsum von Fast food erhöht das Risiko für Gewichtszunahme und Insulinresistenz.
In der hundertjährigen Carnitin-Geschichte wurden der Carnitin-Substitution positive Effekte in unterschiedlichen klinischen Szenarien zugeschrieben.
Selen wurde im Jahre 1817 von Berzelius erstmals beschrieben. Als 34. Atom gehört Selen der Periodengruppe von Sauerstoff an, was die chemischen Eigenschaften erklärt. Seit 1957 ist bekannt, dass Selen ein essentielles Spurenelement ist und ein absoluter Mangel an Selen nicht mit dem Leben vereinbar ist.
Mangelernährung ist ein Problem bei 15-40% der stationär aufgenommenen Patienten. Prognose und Morbidität von Patienten mit vorbestehender oder erworbener Mangelernährung sind deutlich schlechter als jene von normal ernährten Patienten.
Die positiven Effekte enteraler Sondenernährung für die Erhaltung einer intakten gastrointestinalen Schleimhaut bei kritisch kranken Patienten, sind in den letzten Jahren wohl unumstrittenen anerkannt worden.
Nach Vorarbeiten im Hause wurde am 03. August 2005 im Rahmen einer konstituierenden Sitzung das Ernährungsteam am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan in Kärnten gegründet.
Seit der Einführung von spezifischen Nährlösungen für Patienten mit Diabetes mellitus wird eine kontroverse Diskussion über den Sinn und Nutzen solcher Produkte geführt.
Mangelernährung ist ein wichtiges klinisches Problem, welches bei einer Vielzahl von internistischen und chirurgischen Krankheitsbildern auftritt. In verschiedenen Studien wird eine Prävalenz der Mangelernährung bei hospitalisierten Patienten von 15 bis zu 50% beschrieben (Pirlich M; Dig Dis 2003; 21:245).

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