Die negativen Ergebnisse der gerade publizierten REDOXS-Studie, der bislang größten multizentrischen, geblindeten, randomisiert kontrollierten Studie zu Glutamin (GLN) hat in der Intensivmedizin wie ein Blitz eingeschlagen (Heyland D; N Engl J Med 2013; 368:1489).
Die erste große Vitamin D-Interventionsstudie auf Intensivstationen zeigte zwar keine Reduktion der Länge des Spitalsaufenthaltes, lieferte aber dennoch vielversprechende Ergebnisse: In der Subgruppe mit schwerem Vitamin D-Mangel war die Sterblichkeit im Spital signifikant um absolut 17.5% reduziert.
Im Rahmen einer kritischen Erkrankung kommt es zu erheblichen dynamischen Veränderungen des Stoffwechsels und der gastrointestinalen Funktion. Die metabolischen Veränderungen umfassen neben der Veränderung des Energieumsatzes vor allem eine vermehrte Freisetzung von Aminosäuren aus dem Skelettmuskel.
Malgré différentes controverses concernant la nutrition clinique des patients sous soins intensifs, il avait toujours été accepté que la nutrition entérale (NE) était fondamentalement supérieure à la nutrition parentérale (NP).
Gewiß haben Sie sich bei Kongreßvorträgen, Seminaren oder Lehrbuchartikeln schon oft gewünscht, daß man doch das Essentielle (neudeutsch: die "take-home message") in aller Kürze zusammenfassen könnte.
Patienten, die nicht atmen können, brauchen natürlich eine künstliche Beatmung und bei einem Ausfall der Nierenfunktion die "Künstliche Niere”, ein Herz-Kreislaufversagen erfordert selbstverständlich einen künstlichen medikamentösen (oder gar interventionellen) Support.
Ein Hauptproblem der enteralen Ernährung von Intensivpatienten ist die beeinträchtigte Magenmotilität. In diesen Fällen kann mit konventionellen Magensonden keine ausreichende enterale Nährstoffzufuhr erzielt werden.
Aluminium (Al) ist ein nicht-essentielles Material, dem wir häufig ausgesetzt sind und zwar in geringerer Konzentration durch Nahrungsmittel und Wasser, oder stärker durch die orale Aufnahme Al-hältiger Pharmaka (z.B. Antazida).
Wohl in wenigen Bereichen der klinischen Medizin hat die Durchführung großer randomisiert-kontrollierter multizentrischer Studien, also dem „Gold-Standard“ der derzeitigen Wissenschaftsideologie, in einem solchen Ausmaß zur Unsicherheit, um nicht zu sagen Verwirrung beigetragen wie in der künstlichen Ernährung des Intensivpatienten.
Enterale Ernährung, so früh wie möglich, ist die Devise auf der Intensivstation. Dies war nicht immer so. Die parenterale Ernährung war lange Zeit der Weg für die Ernährung des Intensivpatienten.
Diese Metaanalyse fasst mehrere Publikationen zusammen, die bei Intensivpatienten und bei Karzinompatienten die klinische Wirksamkeit einer enteralen Ernährung mit bzw. ohne sogenannte "key nutrients" verglichen haben.
In den letzten Jahren hat sich die (frühzeitige) enterale Ernährung bei Intensivpatienten weitgehend durchgesetzt. Diese Form der Ernährungstherapie weist zahlreiche günstige Effekte auf, wie geringere Infektionsrate, verminderte Translokation von Darmbakterien, Förderung der Motilität, niedrigere Kosten etc.
Wenn Sie einem schockierten Patienten nicht adäquat Volumen bzw. Katecholamine verabreichen, wird er sterben, wenn Sie einem Patienten mit Sepsis nicht das richtige Antibiotikum geben, wird er ebenfalls sterben und Sie werden auch wissen, warum.
Mittlerweile haben auch die hartnäckigsten Ernährungsnihilisten akzeptieren müssen, dass eine individuell adaptierte und optimierte Ernährungstherapie zur Basisversorgung jedes kritisch-kranken Patienten gehört.
Eine der wesentlichen Entwicklungen in der Intensivmedizin in den letzten Jahren beruht auf der Erkenntnis, dass das Schicksal des Intensivpatienten sich früh entscheidet und therapeutische Maßnahmen frühzeitig und zielgerichtet („early goal directed“) eingeleitet werden müssen.
Das Thema „Enterale Ernährung“ ist inzwischen zum Dauerbrenner an unseren Intensivstationen geworden; liegt doch auf der Hand, dass eine ausreichende Nährstoffzufuhr sich positiv auf das Outcome unserer Patienten auswirkt.
Eine (prolongierte) Intensivbehandlung führt häufig zu einer Polyneuropathie (CIP - critical illness polyneuropathy), zu einer Myopathie (CIM – critical illness myopathy) bzw. zu einer Polyneuromyopathie (CIPNM) (wobei die Abkürzungen variieren).
Ein kürzlich erschienenes Editorial von Paul Marik hatte den Titel “Tod durch parenterale Ernährung – das endgültige Aus“ getragen und damit wohl sagen wollen, dass die parenterale Ernährung nun endgültig obsolet geworden ist, aus unserem therapeutischen Instrumentarium entsorgt werden sollte (Marik PE; Crit Care Med 2008; 36:1964).
A prospective survey of nurtitional support practices in intensive care unit patients. What is prescribed? What is delivered?
Zu wenig oder eine zu spät begonnene Ernährung ist schlecht für den Intensivpatienten, erhöht die Komplikationsrate, stört die Wundheilung, die Immunkompetenz, erhöht das Risiko von Infektionen und verschlechtert schlussendlich die Prognose.
In den letzten Jahren ist eine heftige Diskussion um mögliche nachteilige Effekte von den konventionellen Sojaöl-reichen Fettemulsionen vom Typ "Intralipid" in der parenteralen Ernährung von Intensivpatienten aufgetreten.
Die Ernährung war, ist und - was zu befürchten ist - bleibt auch weiterhin vielfach ein Stiefkind der Intensivmedizin. Die meisten Intensivisten sind sich zwar klar, dass Ernährung als "Hintergrundtherapie" eine Berechtigung hat ("Machen wir eh; wo ist das Problem?").
Der Begriff akutes Lungenversagen ("acute respiratory distress syndrome", ARDS) wurde 1967 von Ashbaugh und Mitarbeitern geprägt. Trotz verschiedener Ursachen zeigten die Patienten ein relativ uniformes Bild, das die akute pathophysiologische Antwort der Lunge auf unterschiedlichste Reize widerspiegelt (Ashbaugh DG, Lancet 1967; 2:319).
Zwei rezente Metaanalysen zum Thema, ob eine enterale oder eine parenterale Ernährung für Intensivpatienten besser ist, sorgen neuerlich für heftige Diskussionen. Auf den ersten Blick scheinen die Autoren aufgrund der Ergebnisse des Abstrakts zu völlig konträren Schlussfolgerungen zu kommen.
Allgemein ist anerkannt, dass bei allen Intensivpatienten, die ihren Nährstoffbedarf durch orale Aufnahme von Nahrung nicht decken können oder dürfen und bei denen keine absolute Kontraindikation besteht, eine enterale Ernährung durchgeführt werden soll (Empfehlungen für parenterale und enterale Ernährungstherapie beim Erwachsenen, AKE 2004).
Im Durchschnitt essen Patienten im Krankenhaus deutlich weniger als es dem errechneten Energiebedarf entsprechen würde. Zumindest jeder 5. Patient kann nur weniger als die Hälfte des Energiebedarfs decken.
Die angeführte Studie von Bertolini et al. zeigt ein auf den ersten Blick überraschendes Ergebnis: Bei 39 Patienten mit einer schweren Sepsis war eine frühzeitige enterale Ernährung mit einer angereicherten Sondenkost (zusätzlich w-3 Fettsäuren, Arginin, Vitamin E, ?-Caroten, Zink und Selen) mit einer dreifach höheren Mortalität (44% vs. 14%, p=0,039) verbunden als eine Standard parenterale Ernährung.
Glutamin, eine viele Jahre als nicht-essentielle angesehene Aminosäure, erfüllt wesentliche physiologische Funktionen, worunter die Stimulation der Immunkompetenz, die Erhaltung der intestinalen Abwehrfunktion und die Modulation des Proteinstoffwechsels die wichtigsten darstellen.
Die Ernährungstherapie septischer Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil der supportiven intensivmedizinischen Behandlung. Im Sinne eines septisch bedingten Organversagens weisen diese Patienten häufig eine Störung der Darmfunktion mit erhöhter Permeabilität und geminderter Motilität auf.
Wir sind damit vertraut, dass mit Anstieg des Body Mass Index (BMI) die Prävalenz der Hypertonie in der Allgemeinbevölkerung zunimmt, z. B. 40% Hypertoniker bei Übergewicht (BMI 25,0-29,9 kg/m2), 60% und mehr bei ausgeprägter Adipositas (BMI 35,0-39,9 kg/m2)

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