Vor fast 40 Jahren wurde erstmals ein diuretischer Effekt von niedrigdosiertem Dopamin bei Patienten mit Herzinsuffizienz beschrieben.
Im Rahmen dieser experimentellen Studie wurde der protektive Effekt des b1-selektiven Blockers Esmolol auf die myokardiale Funktion in septischen Ratten untersucht.
Die hyperdyname Kreislaufregulation mit erhöhtem Herzminutenvolumen und erniedrigtem systemischen Gefäßwiderstand bei Patienten mit Zirrhose ist seit fast 50 Jahren bekannt (Murray JG; Am J Med 1958; 24:358).
Thrombozytenaggregation spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung eines Myokardinfarktes. Einrisse der Intima bzw. das Aufbrechen eines arterioskerlotischen Plaques führen zur Plättchenaktivierung, Adhäsion, Aggregation und schließlich zur Ausbildung eines okkludierenden Thrombus.
Die Anämie des koronarkranken Patienten stellt den behandelnden Arzt vor eine schwierige Entscheidung. Soll er in Anbetracht von Rheologie, Transfusionsrisken, Kosten und der Literatur, die Blutsparen empfiehlt, mit der Transfusion zuwarten oder soll er mit Rücksicht auf die myokardiale Sauerstoffversorgung, der unklaren koronaren Reserve des Patienten doch lieber eine Konserve verabreichen?
Mit der Aussage, dass es bei einigen Patienten im kardiogenen Schock zu einem distributiven Defekt kommt, ohne dass eine Infektion nachweisbar gewesen wäre, liegt obiger Artikel im Trend der Zeit (s. auch Hochman J, Circulation 2003, 107:2998 Cardiogenic shock: expanding the paradigm).
Seit den Siebzigerjahren zeigen klinische und experimentelle Studien negative Auswirkungen eines erhöhten intraabdominellen Druckes (IAP) auf das kardiovaskuläre und das respiratorische System, sowie auf jedes Organ innerhalb aber auch außerhalb der Bauchhöhle hin.
In jedem Lehrbuch, jeder Therapierichtlinie steht, dass bei Patienten mit kardialer Insuffizienz eine Beschränkung der Natrium-Zufuhr vorgenommen werden muss. Dies ist also "Allgemeinwissen", ein seit vielen Jahrzehnten bestehendes Dogma.
Es gibt wenige Klappenpatienten, die dem behandelnden Arzt so viel Sorge bereiten wie der Patient mit dekompensierter Aortenstenose. Als Kardiologe und Intensivmediziner ist man dann immer froh, wenn der Herzchirurg die Indikation zur notfallmäßigen Herzklappenoperation akzeptiert, wohl wissend um die hohe perioperative Letalität dieser Patienten von 30 - 50%!
Während in den vergangenen Jahren die dokumentierte Infarktsterblichkeit seit der Einführung der Intensivüberwachung, der Thrombolyse sowie der PTCA von ca. 30% um 1960 auf zwischenzeitlich 6%-7% deutlich abgesenkt werden konnte, ist die zwischen 70-80% angesiedelte Sterblichkeit bei kardiogenem Schock nicht in diesem Ausmaß verbessert worden.
Eine effektive Antikoagulation während und nach einer Koronarintervention bei akutem Myokardinfarkt und kardiogenem Schock ist eine wichtige Voraussetzung für ein Offenbleiben der behandelten Gefäße.
In unserer Klinik stellte sich ein 50-jähriger Patient mit rezidivierenden Synkopen vor. Zuvor wurden andere kardiologische sowie neurologische Kliniken vom Patienten konsultiert, ohne dass eine Ursache eruiert werden konnte.
Im Rahmen der Sepsis und insbesondere im septischen Schock kommt der Echokardiographie in zweierlei Hinsicht Bedeutung zu:
Die klassischen Zielorgane von Calcitriol sind Darm, Nieren, Nebenschilddrüsen und Skelettsystem. Vitamin-D-Rezeptoren existieren jedoch auch in endokrinen Organen, Gefäßen, Herz, Leber, Gehirn und Immunsystem.
Ein präoperatives EKG einer 46-jährigen Patientin aus der neurochirurgischen Abteilung wurde unserer Klinik zur Beurteilung vorgelegt (siehe Abbildung 1): Es zeigten sich ein normofrequenter Sinusrhythmus, ein Indifferenztyp und als auffälliger Befund terminal negative T-Wellen aus einer um bis zu 0,15 mV bogenförmig gesenkten ST-Strecke in I, II, aVF und V4 bis V6.
Der großzügige Einsatz der Echokardiographie bei Intensivpatienten erscheint angesichts der hohen Spezifität und Sensitivität der Methode bei einer Reihe von akuten Herz- und Kreislauferkrankungen sowie wegen der bettseitigen Anwendbarkeit gerechtfertigt.
Die perkutane koronare Intervention stellt die bevorzugte Methode in der Therapie des akuten ST-Streckenhebungsinfarktes (STEMI) dar, wenn diese innerhalb von 90 Minuten nach erstem Arztkontakt durchgeführt werden kann.
Der persistierende kardiogene Schock nach erfolgreicher Revaskularisation und IABP-Therapie ist aber nach wie vor eine intensivmedizinische Herausforderung.
Mit zunehmender Herzinsuffizienz (CHF) kommt es über verschiedenste neurohumorale Mechanismen zu einer verstärkten Rückresorption von Wasser und Natrium. Die resultierende Erhöhung des Natriumbestandes und Volumenüberladung ist eines der klinischen Leitsymptome der CHF, mehr als 50% aller Patienten kommen deshalb zum Arzt.
Seit den späten 80er Jahren ist die Thrombolyse in der Indikation des akuten ST-Streckenhebungsinfarktes (STEMI) eine klinische Routinemaßnahme, die zu einer signifikanten Senkung der Spitalsmortalität geführt hat.
Ein 73-jähriger Mann wurde mit Atemnot und seit 5 bis 6 Tagen bestehenden petechialen Hautveränderungen an beiden Beinen in einem auswärtigen Krankenhaus aufgenommen. Bei echokardiographisch verifizierter Endokarditis mit Vegetationen am vorderen Mitralklappensegel und am linkskoronaren Segel der Aortenklappe sowie dem Wachstum von Streptokokkus oralis in der Blutkultur wurde der Patient an unsere Abteilung transferiert.
Das Akute Koronarsyndrom (Nicht-ST-Streckenhebungsinfarkt [NSTEMI]/ST-Streckenhebungsinfarkt [STEMI]) stellt für den Patienten ein lebensbedrohendes Akutereignis dar, bei dem das gewählte Therapiekonzept und dessen zeitkritische Umsetzung unmittelbare Auswirkungen auf die Mortalität, Folgeerkrankungen (und damit Folgekosten) und die Lebensqualität haben.
Der kardiogene Schock ist ein Krankheitsbild, das mit einer hohen Letalität von etwa 50% behaftet und dessen häufigste Ursache der akute Myokardinfarkt ist. Vom kardiogenen Schock wird gesprochen, wenn der Herzindex niedrig (< 2,2 L/min/m2), der systemische Blutdruck reduziert (systolisch < 90 mmHg) und Zeichen der Minderperfusion (akutes Nierenversagen, Laktatazidose, cerebrale Symptome etc.) vorliegen.
Entscheidend für das Ergebnis der kardiopulmonalen Reanimation sind in erster Linie die Basisreanimation, die Defibrillation (bei Kammerflimmern) sowie der Zeitpunkt dieser Maßnahmen nach Kollaps.
Die Behandlung des kardiogenen Schocks (CS) stellt eine der Herausforderungen in der internistischen Intensivmedizin und Kardiologie dar, weil es sich immer noch um ein Krankheitsbild mit sehr ernster Prognose handelt.
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Rhythmusstörung bei kritisch kranken Patienten. Trotz dieser Tatsache ist das Thema Vorhofflimmern bzw. kardiale Arrhythmien insgesamt noch ein Stiefkind in der intensivmedizinischen Forschung: So wurden in den letzten 15 Jahren nur 3 große epidemiologische Arbeiten auf diesem Gebiet publiziert (Artucio et al. Crit Care Med. 1990; 18:1383; Knotzer et al. Intensive Care Med. 2000; 26:908; Reinelt et al. Intensive Care Med. 2001; 27:1466).
Nach Entwicklung von Schleusensystemen, welche eine perkutane Einbringung der intraaortalen Ballonpumpe (IABP) erlaubten, begann sich dieses Verfahren auch zunehmend in der Kardiologie zu etablieren.
Fast selbstverständlich gehen wir davon aus, daß der septische Schock "nur" ein Kreislaufschock ist.
Die Notfalltherapie des akuten ST-Hebungsinfarktes hat in den letzten Jahren einen Wandel hin zur PTCA mit Stentimplantation ("Perkutane Koronarintervention", PCI) erfahren.
Tachykarde Herzrhythmusstörungen sind nicht als eigenständige Erkrankungen aufzufassen, sondern können bei zahlreichen kardialen und extrakardialen Erkrankungen sowie bei Elektrolytstörungen auftreten.

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