Schon im Mutterleib prägt die maternale Ernährung die Geschmacksknospen des Ungeborenen und kann so Einfluss auf die spätere Ernährungsweise des Kindes nehmen (Cooke L; Appetite 2011; 57:808) und damit auf dessen Körpergewicht.
Krebsgefahr durch unsere Ernährung ist eine mediengerechte ständige Bedrohung unseres Lebens in der Wohlstandsgesellschaft. Das Pflanzengift Glyphosat gehört seit ein paar Jahren zu den Hauptakteuren in dieser Arena
Fettleibigkeit und Typ 2 Diabetes sind in den letzten Jahrzehnten zu den wichtigsten Zivilisationskrankheiten geworden, welche nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung vermindern können.
In den Medien wird immer häufiger über einen möglichen Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und etablierten Suchterkrankungen berichtet.
„Alles in Maßen ist das Beste“ riet Kleobulos von Lindos bereits im siebten Jahrhundert vor Christus. Die Tatsache, dass eine „Mäßigung“ in der Ernährung, eine moderate Restriktion der Ernährung
Etwa 20-60% der hospitalisierten internistischen, geriatrischen und chirurgischen Patienten weisen eine Verschlechterung des Ernährungszustandes auf.
Ein am 18. Januar 2017 getroffenes Urteil des Landesgerichts München I hat aufhorchen lassen: Die therapeutische Intervention bei einem an einer seit Jahren bestehenden,
Patienten mit Kopf-/Hals-Tumoren haben aufgrund der Lokalisation der Tumoren und der damit verbundenen Probleme der Nahrungsaufnahme und der daraus resultierenden Malnutrition eine denkbar schlechte Ausgangssituation sowohl die Lebensqualität als auch das postoperative Outcome und das Gesamtüberleben betreffend.
Wer hat nicht schon einmal heimlich beobachtet, wie Menschen zu einem Buffet kommen und kräftig zugreifen?
Obwohl die Beschwerden von PatientInnen mit Reizdarmsyndrom häufig mit der Nahrungsaufnahme assoziiert sind, zählten aufgrund mangelnder Evidenz bislang Diäten nicht zur schulmedizinischen Therapie.
Seit mehr als 100 Jahren wird nierenkranken Patienten eine Diät mit niederem Kochsalzgehalt empfohlen. Diese Strategie wurde schon im 19. Jahrhundert von Senator und im 20. Jahrhundert vor allem in Deutschland von Volhard und in den USA von Kemper propagiert.
Mangelernährung ist häufig. Pirlich M und Lochs H fanden je nach Altersgruppe einen Anteil von 8-36% Mangelernährten in der Normalbevölkerung. Die Altersgruppe > 60 Jahre war mit > 35% am stärksten vertreten.
Nicht wenige sind der Ansicht, dass in Mitteleuropa mit unseren heutigen „vollständigen“ Ernährungsregimen Mangelzustände an Mikronährstoffen (von Vitaminen und Spurenelementen) nicht auftreten können.
Mit einer 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 50% ist die Sterblichkeit von Dialysepatienten höher als bei Patienten mit Colon- oder Mamma-Karzinom.
Kaum jemand zweifelt heute noch daran, dass „Soft Dinks“ zu einem massiven gesundheitspolitischen Problem geworden sind. Dies ist sicherlich vor allem darauf zurückzuführen, dass der
Eine enterale Ernährung bringt für den Patienten, wie in zahlreichen Studien belegt, meist unübersehbare Vorteile gegenüber einer parenteralen Nahrungszufuhr. Ich will jedoch hier in diesem Beitrag nicht diese klinisch bestens untersuchten Fakten besprechen, sondern auf praktischen - sehr oft von der Krankenpflege beeinflussbaren - Gegebenheiten in der Durchführung der enteralen Ernährung Bezug nehmen, die mir in den letzten Jahren meiner pflegerischen Tätigkeit einigermaßen großes Kopfzerbrechen bereitet haben.
Der Gastrointestinaltrakt ist das größte Immunorgan des Menschen. Bedenkt man die Kernaufgabe des Immunsystems als verantwortlich für die Regelung der Trennung zwischen dem „Selbst“ und dem „Nichtselbst“, so scheint plausibel, dass hier die Auseinandersetzung mit „Fremd“ umfangreich bewerkstelligt wird
Das Ernährungsteam im Kardinal Schwarzenberg’schen Krankenhaus Schwarzach/Pongau (20 Stationen/472 Betten) besteht seit Herbst 2002. Das Team setzt sich aus Vertretern der folgenden Berufsgruppen zusammen:
Für einen deklarierten Proponenten einer Kombination einer enteralen (EE) mit einer parenteralen Ernährung (PE) für Intensivpatienten, bei denen der (frühe) enterale Ernährungsaufbau trotz verschiedener Maßnahmen (Prokinetika, Jejunalsonde) nicht zeitgerecht gelingt, sind die Ergebnisse der neuen EPaNIC-Studie aus Belgien auf den ersten Blick sicherlich enttäuschend (Casaer MP; NEJM 2011; 365:506).
Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) haben bekanntermaßen eine hochgradig erhöhte Morbidität und Mortalität aus allen Ursachen, insbesondere aber wegen der erhöhten Rate an kardiovaskulären Ereignissen.
Die chronische Niereninsuffizienz ist als eine Stoffwechselerkrankung zu verstehen, bei der es zu Veränderungen von biochemischen Prozessen und zur Kumulation toxischer Abbauprodukte kommt.
Die alarmierend steigende Inzidenz und Prävalenz von Diabetes ist ein globales Problem. Sowohl in aufstrebenden Ländern Asiens aber auch in Nord- und Mittelamerika sowie in Teilen Europas beträgt die Prävalenz inzwischen um die 10%, etwa 30% davon leiden an einer chronischen Nephropathie.
Die diabetische Nephropathie ist weltweit die Hauptursache für die terminale dialysepflichtige Niereninsuffizienz. Parallel zum Fortschreiten einer diabetischen Nephropathie entwickeln sich auch die typischen kardiovaskulären Komplikationen von der koronaren Herzerkrankung über pAVK bis hin zu Myokardinfarkt und Schlaganfall.
Man muss doch zugeben, das Konzept ist bestechend. Im Nierenversagen können die stickstoffhältigen Endprodukte des Stoffwechsels nicht ausgeschieden werden und bilden die Hauptquelle von urämischen Toxinen.
Im Krankenhaus St. Pölten gibt es schon seit 1998 einen "Arbeitskreis für künstliche Ernährung", also ein Ernährungsteam. Dieses beschäftigte sich im Zusammenhang mit PEG – Patienten speziell mit den Problemen der Schulung, der Nahrungsauswahl und der Organisation der Entlassung.
Bei Untersuchungen der Glukosetoleranz und der Plasmainsulinkonzentrationen an 1492 indischen Männern und Frauen im Alter von 26 bis 32 Jahren wurde festgestellt, dass Probanden mit gestörter Glukosetoleranz und manifestem Diabetes mellitus typischerweise einen niedrigen body-mass index von Geburt bis zum Alter von 2 Jahren aufwiesen, dann aber früher als die anderen Kinder stark an Gewicht zunahmen und eine stärkere Zunahme des BMI bis zum Erwachsenenalter erfahren haben.
Die Einhaltung einer Normoglykämie durch eine "intensive" Insulintherapie war in den letzten Jahren wohl eines der zentralen Themen in der Ernährung und metabolischen Führung von akut-kranken Patienten.
In dieser neuen Studie wurde der Einfluss einer Glycyl-Glutamin-Dipeptidgabe auf den klinischen Verlauf bei Patienten mit akuter Leukämie, die unter einer intensiven chemotherapeutischen Behandlung standen und eine parenterale Ernährung brauchten, untersucht.
Ernährungsmedizinische Strategien bei PatientInnen mit fortgeschrittener Demenz (zumeist vom Alzheimer-Typ) stellen eine große Herausforderung für das betreuende Umfeld dar.
Im Durchschnitt essen Patienten im Krankenhaus deutlich weniger als es dem errechneten Energiebedarf entsprechen würde. Zumindest jeder 5. Patient kann nur weniger als die Hälfte des Energiebedarfs decken.

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