Die Zeiten der "Hyperalimentation” sind nun schon lange vorbei. In den letzten Jahren wurde ausgiebig belegt, dass eine überhöhte Energiezufuhr keinen Nutzen bringt, sondern lediglich die Komplikationsrate wesentlich erhöht.
Die immer stärker zunehmende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas als Vorläufer des Typ-2 Diabetes lässt keinen Zweifel an der Wichtigkeit des Einsatzes verschiedener Diätformen in der Diabetestherapie.
Zahlreiche Studien haben mittlerweile gezeigt, dass die intensivierte Insulintherapie bei Intensivpatienten mit einem Überlebensvorteil einhergeht, den man diesen Patienten nicht vorenthalten sollte.
Man stelle sich vor: Eine Forscherin vermutet, dass die Wunden verheirateter Frauen und Männern, die sich zu Streithennen/Streithähnen entwickelt haben, langsamer heilen als die Wunden von Ehepaaren, die in einer harmonischen Beziehung leben.
Ein für Tumorpatienten optimales Ernährungsregime ist bis heute nicht bekannt. Den paramedizinischen Diäten, die derzeit alle als wissenschaftlich nicht belastbar gelten, steht die schulmedizinische Empfehlung einer "gesteuerten Misch- bzw. Wunschkost" gegenüber.
Mangelernährung und Anorexie sind bei vielen Tumorarten die vorherrschenden und die Patienten subjektiv am meisten beeinträchtigenden klinischen Symptome. Diese Malnutrition betrifft vor allem die funktionelle Körpermasse, ihre Ursachen sind vielfältig.
Selten hat ein neuentdecktes gastrointestinales Hormon soviel Interesse auf sich gezogen wie Ghrelin (Kojima M, Nature 1999; Cummings DE Diabetes 2001, Wren AM J Clin Endocrinol Metab 2001).
Die Ernährungstherapie bei Patienten mit moderater bis schwerer akuter Pankreatitis war lange Zeit bestimmt von dem Dogma, dass eine orale bzw. enterale Ernährung den Verlauf der Erkrankung verschlechtere.
Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. Durch die Jahrtausende suchten die Menschen nach einem Elixier, das ewiges Leben und ewige Jugend verleiht.
Metaanalysen boomen – aber meistens verfehlen diese Analysen eine einheitliche Meinung zu kontroversiell diskutierten Punkten zu erzielen und ändern somit unser klinisches Handeln kaum.
Die Assoziation zwischen koronarer Herzkrankheit und hohem Fettkonsum ist seit langem bekannt. Interventionen mittels mediterranen Kostformen in der Lyon Diet Heart Study oder sehr fettarmen Diäten konnten eine Senkung der KHK-Inzidenz bei Patienten in der Sekundärprävention belegen.
Nach längerer Anlaufzeit erfolgte im Jahre 2001 die Gründung des Ernährungsteams Geriatriezentrum Liesing unter der Patronanz des Ärztlichen Direktors Dr. Ernst Schenk. Das Geriatriezentrum verfügt über 240 Betten.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW; Adverse drug reactions) als Ursache für eine Hospitalisation oder als iatrogenes Risiko im Krankenhaus sind heute für die Patientensicherheit und medizinische Behandlungsqualität im Brennpunkt.
Übergewicht und Adipositas stellen eines der größten Gesundheitsprobleme des 21. Jahrhunderts dar. Obwohl das Körpergewicht in einem sehr engen Rahmen konstant gehalten wird, unterliegen die tägliche Nahrungsmenge und der Energieumsatz starken Schwankungen.
War bis vor einigen Jahren sowohl die präoperative Vorbereitung der chirurgischen Patienten als auch die postoperative Situation von langen Phasen strikter Nahrungskarenz gekennzeichnet, so hat sich dieses Dogma in den letzten Jahren grundlegend geändert.
Das Landeskrankenhaus Graz West befindet sich zusammen mit der Landesnervenklinik Sigmund Freud in einem Spitalsverbund in Graz, wobei die beiden Spitäler allgemeinchirurgische, interne, pulmologische, neurologische und psychiatrische Versorgung am rechten Murufer anbieten.
Ich war der Meinung, dass das Thema "Ernährung bei akuter Pankreatitis" aufgrund mehrerer Metaanalysen und Konsensuskonferenz-Empfehlungen in den letzten Jahren weitgehend geklärt sei: Demnach ist die enterale Ernährung aufgrund einer niedrigeren Infektionsrate, kürzerer Liegedauer und geringerer Komplikationsrate einer parenteralen Ernährung deutlich überlegen und gilt damit bei akuter Pankreatitis als Ernährungsform der ersten Wahl.
Stickstoffverluste im Rahmen eines Eiweißkatabolismus nach Operationen, Traumata, bei Sepsis, Verbrennung oder nach einer langdauernden Immobilisierung sind entscheidend für die Prognose der Patienten.
Müdigkeit ist nicht nur ein häufig geäußertes Symptom bei (Hoch)betagten - welches für die Betroffenen einen richtigen Krankheitswert besitzt - es ist auch eines der Symptome, welches zur Definition des "Frailty"-Begriffes nach Linda Fried gehört.
Für das starke Ansteigen der Häufigkeit des Typ-2-Diabetes mellitus werden in erster Linie extrinsische Faktoren verantwortlich gemacht, sofern der Begriff "extrinsisch" in diesem Zusammenhang anwendbar ist, da viele dieser Faktoren nicht ausschließlich der Kontrolle von außen unterliegen.
Primaten und kurzlebige Tierarten, wie Mäuse, leben bei verminderter Energiezufuhr bis zu 65% länger. Auch bei der Fruchtfliege Drosophila melanogaster verlängert vermindertes Nahrungsangebot die Lebensdauer.
Nach einem systematischen Review von M. Elia ist Screening immer dann sinnvoll, wenn in einer Population ein mittleres Risiko besteht und ohne systematische Suche bei vielen Patienten das Problem nicht erkannt und behandelt werden würde.
Der hohe Stellenwert der enteralen Ernährung in der Betreuung unserer Patienten ist mittlerweile unumstritten. Die Zufuhr von Nährstoffen über den natürlichen Weg – also über den Gastrointestinaltrakt – birgt unübersehbare Vorteile gegenüber der parenteralen Ernährung.
In dieser Studie aus Lausanne wurden 16 männliche Freiwillige vor der Applikation eines Bolus von Endotoxin (LPS) zu einer Vorbehandlung mit 2.5 ml/kg Omegaven® randomisiert - 48 h und 24 h vor dem Ereignis über 6 h intravenös gegeben – oder zu keiner Vorbehandlung.
Koffein ist die weltweit am weitesten verbreitete psychostimulierende Substanz. Über 87% der Amerikaner konsumieren täglich Kaffee mit einem Durchschnittsverbrauch von 193 mg/Tag/Konsument.
Die Häufigkeit des Typ-2-Diabetes mellitus steigt weltweit an; Präventivmaßnahmen gewinnen dementsprechend an Bedeutung.
Medizinisch gesteuertes und überwachtes Krafttraining verbessert die Maximalkraft und die Kraftausdauer der Skelettmuskulatur und damit den Bewegungsumfang von Gesunden und Kranken.
Es mag zunächst überraschend klingen, dass die bakterielle Flora im menschlichen Darmtrakt einen Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht haben soll.
Patienten mit schwerem Trauma haben eine hohe Rate an infektiösen Komplikationen und Multiorganversagen.
Die parenterale Ernährung hatte im letzten Jahrzehnt eine schlechte Presse.

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