Sepsis ist weltweit eine der häufigsten tödlichen Erkrankungen. Sie ist eine der wenigen Krankheiten, die mit gleicher Heftigkeit sowohl Entwicklungsländer als auch Industriestaaten betreffen.
Eine 44-jährige drogenabhängige Frau wurde wegen respiratorischer Insuffizienz und septischem Schock an die Notfallaufnahme gebracht. Die Patientin wurde intubiert, im Lungenröntgen fanden sich ausgeprägte Infiltrate beidseits, sie war hypotensiv mit 75/35 mmHg.
Sepsis stellt unverändert die Haupttodesursache auf nicht-kardiologischen Intensivstationen dar. Die Inzidenz und absolute Anzahl Todesfälle steigen sogar an (Martin GS, N Engl J Med 348:1546-1554, 2003; Remick DG, Am J Pathol 170:1435-1444, 2007).
Traditionell wird das Ergebnis einer intensivmedizinischen Behandlung anhand des Überlebens bzw. Versterbens der Patienten auf der Intensivstation oder während des sich anschließenden Krankenhausaufenthaltes beurteilt.
Die Ergebnisse der Prävalenzstudie des Kompetenznetzwerkes Sepsis (SepNet) haben nicht nur unter Ärzten, sondern auch im Gesundheitssystem eine erhebliche Resonanz gefunden.
Infektionserkrankungen stellen in Afrika ein zentrales gesundheitsökonomisches Problem dar. Neben wenigen Studien über spezifische tropische Infektionskrankheiten oder HIV sowie pädiatrische oder geburtshilfliche Patientenzahlen existieren jedoch keine Daten, welche einen Gesamtüberblick über die Ausmaße von Infektionen und septischen Komplikationen in Krankenhäusern des afrikanischen Kontinents erlauben.
Das Spektrum der Infektionen, mit denen im Rahmen einer intensivmedizinischen Betreuung von schwerstkranken Patienten zu rechnen ist, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert.
Die Nierenersatztherapie bei Intensivpatienten im Allgemeinen und bei septischen Patienten im Speziellen ist ein häufiges und zunehmendes Problem für die behandelnden Intensivmediziner.
Infektionen mit multiresistenten Erregern sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Infektionen von Knochen und Gelenken machen hier keine Ausnahme, wobei das Problem als solches aber nicht neu ist.
Die Sepsis im Kindesalter weist gegenüber der des erwachsenen Patienten einige Besonderheiten auf. Vor allem bei Kleinkindern ist die symptomorientierte Kommunikation deutlich reduziert.
Am 25. Oktober 2011 erschien auf den internationalen Börsen-Tickern die offizielle Nachricht, dass die Firma Eli Lilly and Company das Produkt Xigris® (Drotrecogin alfa [activated]) mit sofortiger Wirkung vom Markt genommen hat.
Es fing so harmlos an. Nachdem ich abends etwas gegessen hatte, bekam ich heftige Bauchschmerzen. Zunächst dachte ich an eine Unverträglichkeit und hoffte, dass dies vorübergehen würde.
Nosokomiale Infektionen (NI) können durch die körpereigene Flora des Patienten entstehen (primär endogene Infektionen), sie können aber auch dadurch zustande kommen, dass die körpereigene Flora aus im Allgemeinen besiedelten Körperregionen in normalerweise sterile Körperregionen verschoben wird (sekundär endogene Infektionen).
Analysiert man die Literatur der vergangenen Jahrzehnte, zeigt sich, dass der Fokus der Sepsisforschung auf Patienten, die auf der Intensivtherapiestation behandelt werden, gerichtet wurde.
Betroffene Patienten und sorgende Angehörige erwarten zurecht eine optimale Versorgung nach der Akutphase einer Sepsis. Es stellt sich die Frage, wie man diesem Bedarf gerecht werden kann, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Folgen genauso vielfältig sind wie die Ursachen.
Im Kindesalter hat die schwere Sepsis im Vergleich zu der von Erwachsenen eine ungleich bessere Prognose. In der Literatur wird eine durchschnittliche Mortalität von 10-13% beschrieben.
Die Sepsis zählt nach aktuellen Untersuchungen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten „SepNet“ zur dritthäufigsten Todesursache in Deutschland.
Durch eine Bündelung von wissenschaftlichen Initiativen und gesundheitspolitischen Aktivitäten seitens der Studiengruppe SepNet und der Deutschen Sepsis-Gesellschaft sind in den Jahren 2002-2011 Fortschritte gemacht worden, um die unverändert hohe Letalität und Morbidität der Sepsis in Deutschland zu reduzieren.
Ein 45-jähriger Arzt entwickelt nachmittags Fieber und Schüttelfrost. In den folgenden Stunden verschlechtert sich der Zustand des Patienten drastisch. Bei Krankenhausaufnahme muss bereits eine direkte Übernahme auf die Intensivstation erfolgen, wo der Patient unter dem Bild eines septischen Schocks mit Multiorganversagen bis zum nächsten Tag verstirbt (Abbildung 1).
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir wenden uns mit der Bitte an Sie, dass Ihre Abteilung und auch Ihr Krankenhaus offizieller Unterstützer des Welt-Sepsis-Tages (WST) wird. Der Welt-Sepsis-Tag wird erstmalig am 13. September 2012 in vielen Ländern der Welt und auf allen Kontinenten stattfinden.
Neuere Publikationen deuten darauf hin, dass unter der Diagnose „Sepsis“ ganz unterschiedliche Entitäten subsumiert werden, die sich maßgeblich in der Pathogenese unterscheiden (Hoetzenecker W; Nature Med 2011; 18:128).
Die septische Enzephalopathie (SE) als zerebrale Funktionsstörung ist eine häufige Folge nach (schwerer) Sepsis. Neben Abnormalitäten im Elektroenzephalogramm (EEG), welche in Verbindung mit der Schwere der SE stehen, ist bis jetzt wenig über die kognitiven Langzeitfolgen nach einer Sepsis bekannt (Young GB; J clin Neurophysiol 1992; 9:145).
Die Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) ist ein hyperinflammatorisches Syndrom, welchem eine unkontrolliert überschießende Entzündungsreaktion des Immunsystems zugrunde liegt. Wie auch das Makrophagen-Aktivierungs-Syndrom (MAS), das üblicherweise die HLH bei Autoimmun- und Autoinflammationserkrankungen beschreibt, ist dieses Hyper-Inflammationssyndrom keine eigenständige Krankheit, sondern gemeinsame Endstrecke infektiöser, neoplastischer und autoimmuner/inflammatorischer Erkrankungen.
Die leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der Sepsis, der schweren Sepsis und des septischen Schocks sind, sofern sie rechtzeitig erfolgen, entscheidend für die Reduktion der Sterblichkeit dieser Krankheitsbilder (Dellinger R; ,Crit Care Med 2013; 41:580; Reinhart K; Anästhesist 2010; 59:347).
Das Therapeutische Drug Monitoring (TDM) beinhaltet die Messung von Serumkonzentrationen ausgewählter Arzneistoffe und die Interpretation dieser Messergebnisse zur Optimierung der Arzneimitteltherapie individueller Patienten.
Biophotonische Techniken nutzen Licht, um schnell, zerstörungsfrei und mit hoher Genauigkeit wichtige Informationen von biologischen Systemen wie Bakterien, Zellen und auch Gewebe zu erhalten.
Nach aktuellen Daten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) am Universitätsklinikum Jena für das Jahr 2010 nehmen die Inzidenz- und Sterblichkeitsraten septischer Erkrankungen in Deutschland zu.
In 2012 we initiated a concept that we called SepsEast, in order to bring Eastern European opinion leaders and Western European experts together on a conference in Budapest.
Seit 2004 sind die G-DRGs (German Diagnosis Related Groups) alleinige Abrechnungsgrundlage aller Krankenhäuser in Deutschland. Der ICD-10-GM (International Classification of Diseases, Germany) erhält hierdurch als Grundlage der G-DRGs eine neue Bedeutung.
Wir bedanken uns bei Frau PD Dr. Hartog und Herrn Prof. Dr. Reinhart für das große Interesse an unserem Beitrag (siehe Leserbrief Intensiv-News 2/13). Gerade in Zeiten, in denen Zulassungsbehörden tätig werden, ist es außerordentlich wichtig, dass wir Ärzte und Wissenschaftler das Thema Kolloide nicht aus der Hand geben.

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.
Wählen Sie dazu bitte Ihr Land aus.