INTENSIV-News
Location of in-hospital cardiac arrest: An updated analysis of epidemiology, emergency response, and outcomes.
Roedl K, Heinrich F, Ovesen C, Andrea L, Dodi AE, Bangar M, Carty C,
Grossestreuer AV, et al.
Crit Care Med 2026
[online ahead of print]
Der innerklinische Herz-Kreislauf-Stillstand (In-Hospital Cardiac
Arrest, IHCA) stellt mit jährlich etwa 290.000 betroffenen Erwachsenen
in den Vereinigten Staaten ein signifikantes medizinisches Problem dar
(Andersen LW; JAMA 2019; 321:1200, Benjamin EJ; Circulation 2019;
139:e56) und ist mit einem hohen Mortalitätsrisiko verbunden (Jerkeman
M; Eur Heart J 2022; 43:4817, Thompson LE; Resuscitation 2018; 123:58).
Nach einem IHCA überleben im Mittel etwa 20-25% der Patienten bis zur
Krankenhausentlassung, während die 1-Jahres-Überlebensrate bei rund 13%
liegt (Thompson LE; Resuscitation 2018; 123:58).
Die Inzidenz eines
IHCA schwankt je nach Institution und Land erheblich und liegt zwischen
1,2 und 10 Fällen pro 1.000 Krankenhausaufnahmen (Penketh J; Crit Care
2022; 26:376). Das amerikanische „Get With The
Guidelines-Resuscitation“ (GWTG-R) Register, eine große, prospektive,
multizentrische Datenbank, berichtet eine Inzidenz von 9,7 pro 1.000
Aufnahmen (Holmberg MJ; Circ Cardiovasc Qual Outcomes 2019;
12:e005580).
Trotz der hohen Sterblichkeit zeigen neuere Daten eine
Verbesserung der Überlebensraten in den letzten zwei Jahrzehnten
(Girotra S; N Engl J Med 2012; 367:1912, Jerkeman M; Eur Heart J 2022;
43:4817). Eine frühere Auswertung der GWTG-R-Daten (2003-2010) belegte
bereits, dass die Überlebenschancen nach IHCA maßgeblich vom konkreten
Ort des Ereignisses im Krankenhaus beeinflusst werden (Perman SM; J Am
Heart Assoc 2016; 5:e003638).

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.
Wählen Sie dazu bitte Ihr Land aus.