Die Zeiten der "Hyperalimentation” sind nun schon lange vorbei. In den letzten Jahren wurde ausgiebig belegt, dass eine überhöhte Energiezufuhr keinen Nutzen bringt, sondern lediglich die Komplikationsrate wesentlich erhöht.
Selten hat ein neuentdecktes gastrointestinales Hormon soviel Interesse auf sich gezogen wie Ghrelin (Kojima M, Nature 1999; Cummings DE Diabetes 2001, Wren AM J Clin Endocrinol Metab 2001).
Metaanalysen boomen – aber meistens verfehlen diese Analysen eine einheitliche Meinung zu kontroversiell diskutierten Punkten zu erzielen und ändern somit unser klinisches Handeln kaum.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW; Adverse drug reactions) als Ursache für eine Hospitalisation oder als iatrogenes Risiko im Krankenhaus sind heute für die Patientensicherheit und medizinische Behandlungsqualität im Brennpunkt.
Stickstoffverluste im Rahmen eines Eiweißkatabolismus nach Operationen, Traumata, bei Sepsis, Verbrennung oder nach einer langdauernden Immobilisierung sind entscheidend für die Prognose der Patienten.
In dieser Studie aus Lausanne wurden 16 männliche Freiwillige vor der Applikation eines Bolus von Endotoxin (LPS) zu einer Vorbehandlung mit 2.5 ml/kg Omegaven® randomisiert - 48 h und 24 h vor dem Ereignis über 6 h intravenös gegeben – oder zu keiner Vorbehandlung.
Die parenterale Ernährung hatte im letzten Jahrzehnt eine schlechte Presse.
Bei Patienten, die eine chronische Hämodialysetherapie benötigen, ist die Mangelernährung zusammen mit der „Inflammation“ die wichtigste Determinante für das Auftreten von komplizierender Erkrankungen und die Prognose.
Der nächste Kongress der European Society for Parenteral and Enteral Nutrition findet vom 29. August bis 1. September 2009 in Wien statt. Das Motto lautet: „Nutritional Networking: From the Cell to Europe“.
Es ist häufig und es ist mit Komplikationen verbunden: Bei ca. jedem 5. Krankenhauspatienten besteht ein riskanter, schädlicher oder abhängiger Alkoholkonsum.
Die Bedeutung der frühen enteralen Ernährung (EN) ist weltweit unumstritten. Alleine die Empfehlungen zum Beginn der additiven Gabe einer parenteralen Ernährung (PN) unterscheiden sich zwischen dem amerikanisch/kanadischen Raum und Europa.
In den letzten Jahren ist klar gezeigt worden, dass eine frühzeitig begonnene Ernährungstherapie bei kritisch Kranken den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst, die Zahl der insbesondere infektiösen Komplikationen vermindern hilft und auch die Prognose der Patienten verbessern kann.
Nutrition support is an important link between the response to injury and recovery in critically ill patients admitted to an intensive care unit in order to offset malnutrition and prevent starvation-induced immune depletion.
Cholesterol has such a low reputation in modern medicine that it is frequently overlooked what a broad spectrum of important physiologic functions it has to fulfil.
Ein klassisches Prinzip der Medizin besagt, dass bei jeder medizinischen Handlung vorrangig darauf zu achten sei, keinen Schaden zu erzeugen.
Die Arbeitsgruppe um Mervyn Singer beschäftigt sich seit längerem mit septischen Prozessen auf zellulärer Ebene.
Bei Intensivpatienten stellt die enterale Ernährung zweifelsfrei die Therapie der ersten Wahl dar.
Entzündung und deren aktive Rückbildung sind grundlegende biologische Prozesse bei Erkrankung und Trauma sowie der nachfolgenden Heilung und Erholung des Körpers.
Enterale Ernährung ist heute Standard in der Ernährung von Patienten auf der Intensivstation.
In den aktuellen Guidelines zur Ernährungstherapie beatmeter Patienten wird empfohlen, möglichst früh mit einer enteralen Ernährung über eine nasogastrale Sonde zu beginnen.
Bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen steht die Ernährung des Patienten nur selten im Fokus der Aufmerksamkeit.
In dieser neuen Arbeit geht’s wieder einmal um die Immunonutrition oder Pharmakonutrition, also um Formulierungen von Makro- oder Mikronährstoffen, die immunologische bzw. pharmakologische Wirkungen haben und in einer Dosierung eingesetzt werden, die über dem normalen nutritiven Bedarf liegen.
Peterson und Mitarbeiter haben in dieser Beobachtungsstudie für 7 Tage die Kalorienaufnahme von 50 Patienten, die im Mittel 5.2 Tage künstlich beatmet worden waren, nach Extubation verfolgt.
Die Hyperglykämie beim akut kranken Patienten war im letzten Jahrzehnt das beherrschende Thema in der Diskussion über die metabolische Führung und Ernährung von Intensivpatienten.
Wohl wenige Themen im Bereich der künstlichen Ernährung bei Intensivpatienten werden so heftig diskutiert, wie die Frage, ob eine parenterale Ernährung überhaupt noch durchgeführt werden bzw. wenn, wann mit dieser begonnen werden sollte.
Sepsis und septischer Schock besitzen trotz verbesserter Intensivtherapie immer noch hohe Sterblichkeitsraten zwischen 30 und 80% (Engel C, Intensive Care Med 2007; 33:606).
Kaum zu glauben, aber es ist eine Tatsache, dass die erste und grundlegendste Frage, die zu stellen ist, wenn ein Intensivpatient künstlich ernährt werden soll, die Frage, was die optimale Energiezufuhr darstellt, auch nach Jahrzehnten klinischer Ernährungsforschung ungeklärt ist.
In den letzten 25 Jahren medizinischer Forschung gelang es mit über 30 randomisierten kontrollierten Studien nicht, den Nutzen einer Immunonutrition für Intensivpatienten schlüssig nachzuweisen.
„Intensivernährer“ haben es heutzutage nicht leicht. Die großen randomisiert-kontrollierten Studien zur Ernährung bei Kritisch-Kranken, die in den letzten Monaten/Jahren erschienen sind, sind bei rein oberflächlicher Betrachtung alle negativ ausgefallen und haben zu weltweit heftigsten Kontroversen bezüglich der optimalen Ernährung bei Intensivpatienten geführt. Um die drei wichtigsten zu nennen:
Sojabohnenöl ist die Grundlage für die einzige in den USA durch die FDA zugelassene Lipid-Präparation in der parenteralen Ernährung.

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.
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