GASTRO&HEPA-News
Percutaneous gastrostomies: Associated complications in push vs. pull techniques over 12 years in a referral centre.
Piñar-Gutiérrez A, González-Gracia L, Vázquez Gutiérrez R, García-Rey S, et al.
J Clin Med 2024; 13:1836
Die enterale Ernährung bei Patienten mit Schluckstörungen oder
Stenosen im oberen Gastrointestinaltrakt kann in der Regel unkompliziert
über vier Wochen mit einer nasogastralen Sonde aufrechterhalten
werden.
Ist aufgrund der Erkrankung jedoch mit einer längerfristigen Störung
der oralen Nahrungsaufnahme zu rechnen, wird die Anlage einer perkutanen
Ernährungssonde empfohlen, weil die parenterale Ernährung
unphysiologisch, komplikationsreicher und deutlich kostenintensiver ist
(Tae CH; Gut Liver 2024; 18:10).
Perkutane Ernährungssonden können
in den Magen (Gastrostomie) und den proximalen Dünndarm (Jejunostomie)
implantiert werden, wobei die perkutane Gastrostomie am häufigsten
durchgeführt wird. Die ersten erfolgreichen direkten Gastrostomien im
Rahmen von Laparotomien wurden Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben.
Etablieren konnten sich die operativen Methoden nach Witzel (1891) und
nach Stamm (1894), die für lange Zeit die Standardprozeduren
darstellten, bis Ponsky und Gauderer 1980 erstmals die
Fadendurchzugsmethode zur Anlage einer perkutanen endoskopischen
Gastrostomie (PEG) veröffentlichten (Gauderer MW; J Pediatr Surg 1980;
15:872). Dabei waren nun keine Laparotomie und Vollnarkose mehr
notwendig und es traten weniger Komplikationen als bei operativen
Gastrostomien auf (Grant JP; Ann Surg 1988; 207:598).
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Tags: gastro&hepa-news nutrition schluckstörung ernährungssonden peg-implantationstechniken nasogastrale sonde

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