Endlich ist diese Schweizer Zwei-Zentrum-Studie aus Lausanne und Genf erschienen, deren Ergebnisse schon seit mehr als eineinhalb Jahren auf internationalen Kongressen diskutiert wurden und die ein ganz anderes Licht auf die parenterale Ernährung wirft, als das die EPaNIC-Studie getan hat.
Die negativen Ergebnisse der gerade publizierten REDOXS-Studie, der bislang größten multizentrischen geblindeten, randomisiert kontrollierten Studie zu Glutamin (GLN) hat in der Intensivmedizin wie ein Blitz eingeschlagen (Heyland D; N Engl J Med 3013; 368:1489).
Diese Studie untersucht in systematischer Weise die Skelettmuskelverluste von Intensivpatienten, beginnend mit dem Aufnahmetag und in weiterer Folge am Tag 3, 7 und teilweise am Tag 10.
Wohl wenige Bereiche der klinischen Medizin werden derzeit so kontrovers diskutiert und gehandhabt, wie die künstliche Ernährung des Intensivpatienten.
Hyperkatabolie und eingeschränkte Kalorienzufuhr kennzeichnen häufig die Ernährungssituation des Patienten auf der Intensivstation.
Fett ist ein integraler Bestandteil jeder parenteralen Ernährung und sollte immer gegeben werden, wenn keine Kontraindikationen bestehen.
Die Ernährung ist ein unbestrittener Bestandteil der medizinischen Versorgung des akut Kranken.
Beim Intensivpatienten unbestritten ist der Ernährungsstatus als ein prognostischer Faktor. Die Verminderung der Letalität ist bei ausschließlich enteral ernährten Intensivpatienten durch frühzeitige adäquate Kalorien- und Proteinzufuhr in einer internationalen Beobachtungsstudie erneut bestätigt worden.
Ernährung in der Intensivmedizin ist ein wichtiger Baustein zum Behandlungserfolg. Dies wird nunmehr allgemein nicht mehr bestritten.
Wieviel Protein braucht der Intensivpatient? Diese so naheliegende und wichtige Frage hat jahrzehntelang wenig Beachtung gefunden.
Ein Patient mit septischem Schock kommt mit wehenden Fahnen auf die Intensivstation zur weiteren Versorgung.

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