Bei Intensivpatienten stellt die enterale Ernährung zweifelsfrei die Therapie der ersten Wahl dar.
Entzündung und deren aktive Rückbildung sind grundlegende biologische Prozesse bei Erkrankung und Trauma sowie der nachfolgenden Heilung und Erholung des Körpers.
Enterale Ernährung ist heute Standard in der Ernährung von Patienten auf der Intensivstation.
In den aktuellen Guidelines zur Ernährungstherapie beatmeter Patienten wird empfohlen, möglichst früh mit einer enteralen Ernährung über eine nasogastrale Sonde zu beginnen.
Bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen steht die Ernährung des Patienten nur selten im Fokus der Aufmerksamkeit.
In dieser neuen Arbeit geht’s wieder einmal um die Immunonutrition oder Pharmakonutrition, also um Formulierungen von Makro- oder Mikronährstoffen, die immunologische bzw. pharmakologische Wirkungen haben und in einer Dosierung eingesetzt werden, die über dem normalen nutritiven Bedarf liegen.
Peterson und Mitarbeiter haben in dieser Beobachtungsstudie für 7 Tage die Kalorienaufnahme von 50 Patienten, die im Mittel 5.2 Tage künstlich beatmet worden waren, nach Extubation verfolgt.
Die Hyperglykämie beim akut kranken Patienten war im letzten Jahrzehnt das beherrschende Thema in der Diskussion über die metabolische Führung und Ernährung von Intensivpatienten.
Wohl wenige Themen im Bereich der künstlichen Ernährung bei Intensivpatienten werden so heftig diskutiert, wie die Frage, ob eine parenterale Ernährung überhaupt noch durchgeführt werden bzw. wenn, wann mit dieser begonnen werden sollte.
Sepsis und septischer Schock besitzen trotz verbesserter Intensivtherapie immer noch hohe Sterblichkeitsraten zwischen 30 und 80% (Engel C, Intensive Care Med 2007; 33:606).
Kaum zu glauben, aber es ist eine Tatsache, dass die erste und grundlegendste Frage, die zu stellen ist, wenn ein Intensivpatient künstlich ernährt werden soll, die Frage, was die optimale Energiezufuhr darstellt, auch nach Jahrzehnten klinischer Ernährungsforschung ungeklärt ist.
In den letzten 25 Jahren medizinischer Forschung gelang es mit über 30 randomisierten kontrollierten Studien nicht, den Nutzen einer Immunonutrition für Intensivpatienten schlüssig nachzuweisen.
„Intensivernährer“ haben es heutzutage nicht leicht. Die großen randomisiert-kontrollierten Studien zur Ernährung bei Kritisch-Kranken, die in den letzten Monaten/Jahren erschienen sind, sind bei rein oberflächlicher Betrachtung alle negativ ausgefallen und haben zu weltweit heftigsten Kontroversen bezüglich der optimalen Ernährung bei Intensivpatienten geführt. Um die drei wichtigsten zu nennen:
Sojabohnenöl ist die Grundlage für die einzige in den USA durch die FDA zugelassene Lipid-Präparation in der parenteralen Ernährung.
Endlich ist diese Schweizer Zwei-Zentrum-Studie aus Lausanne und Genf erschienen, deren Ergebnisse schon seit mehr als eineinhalb Jahren auf internationalen Kongressen diskutiert wurden und die ein ganz anderes Licht auf die parenterale Ernährung wirft, als das die EPaNIC-Studie getan hat.
Die negativen Ergebnisse der gerade publizierten REDOXS-Studie, der bislang größten multizentrischen geblindeten, randomisiert kontrollierten Studie zu Glutamin (GLN) hat in der Intensivmedizin wie ein Blitz eingeschlagen (Heyland D; N Engl J Med 3013; 368:1489).
Diese Studie untersucht in systematischer Weise die Skelettmuskelverluste von Intensivpatienten, beginnend mit dem Aufnahmetag und in weiterer Folge am Tag 3, 7 und teilweise am Tag 10.
Wohl wenige Bereiche der klinischen Medizin werden derzeit so kontrovers diskutiert und gehandhabt, wie die künstliche Ernährung des Intensivpatienten.
Hyperkatabolie und eingeschränkte Kalorienzufuhr kennzeichnen häufig die Ernährungssituation des Patienten auf der Intensivstation.
Fett ist ein integraler Bestandteil jeder parenteralen Ernährung und sollte immer gegeben werden, wenn keine Kontraindikationen bestehen.
Die Ernährung ist ein unbestrittener Bestandteil der medizinischen Versorgung des akut Kranken.
Beim Intensivpatienten unbestritten ist der Ernährungsstatus als ein prognostischer Faktor. Die Verminderung der Letalität ist bei ausschließlich enteral ernährten Intensivpatienten durch frühzeitige adäquate Kalorien- und Proteinzufuhr in einer internationalen Beobachtungsstudie erneut bestätigt worden.
Ernährung in der Intensivmedizin ist ein wichtiger Baustein zum Behandlungserfolg. Dies wird nunmehr allgemein nicht mehr bestritten.
Wieviel Protein braucht der Intensivpatient? Diese so naheliegende und wichtige Frage hat jahrzehntelang wenig Beachtung gefunden.
Ein Patient mit septischem Schock kommt mit wehenden Fahnen auf die Intensivstation zur weiteren Versorgung.

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