Eine absolut gültige Regel für den Zeitpunkt der Indikationsstellung zur Anlage eines Dialysezuganges existiert nicht. Die Indikation zur Anlage sollte immer unter Berücksichtigung der patientenindividuellen Gegebenheiten erfolgen und der Grunderkrankung des Patienten Rechnung tragen.
Eine ganze Reihe von Fettstoffwechselstörungen besitzen bei klinisch schwerer Ausprägung eine hohe Morbidität und Mortalität. Diät, kombinierte medikamentöse Therapie und als Ultima Ratio die extrakorporale Elimination mittels Lipoproteinapherese (LA) kommen zum Einsatz (multimodale Therapie).
Patienten mit Niereninsuffizienz weisen ein signifikant erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf, weshalb eine gerinnungshemmende Therapie indiziert ist.
Gankam-Kengne et al. induzierten bei Ratten mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr innerhalb von 4 Tagen eine Hyponatriämie mit einer Serumnatriumkonzentration zwischen 108-114 mmol/l durch eine kontinuierliche Infusion von Desmopressin (Gankam-Kengne F; Kidney Int 2015; 87:323).
Das Fach „Gendermedizin“ gewinnt international an Bedeutung. Von den großen wissenschaftlichen Zeitschriften riefen Nature (Nature 2010; 465: 665) und Lancet (Lancet 2011; 378:1826) bereits dazu auf, die Ergebnisse klinischer Studien nach Geschlecht zu analysieren, bzw. Frauen in klinische Studien zu inkludieren.
Täglich fallen im Organismus durch den Energiestoffwechsel ca. 1 mmol/kg Körpergewicht nicht-volatile H+-Ionen an. Diese können im Gegensatz zu den volatilen Säuren nicht über die Lunge abgeatmet werden und werden beim Gesunden zur Gänze über die Nieren eliminiert, sodass die net endogenous acid production (NEAP) in der Regel gleich der net acid excretion (NAE) ist.
Kaliumstörungen gehören zu den häufigsten Elektrolytstörungen, die uns in der klinischen Praxis begegnen. Sie betreffen insbesondere Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen (CKD), wobei sowohl krankheits- als auch therapieassoziierte Ursachen wie Diuretika und Hemmer des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) eine begünstigende Rolle spielen.
Woher stammte der „Hype“? - Seit mehr als 15 Jahren werden Stamm- und Vorläuferzellen als regenerativer Therapieansatz in Nierenerkrankungen erforscht.
Tomas Berl schrieb euphemistisch schon vor Jahren, die Behandlung der Hyponatriämie sei ein Feld „lebendiger Kontroversen“ (lively controversy) (Berl T; Kidney Int 1990; 37:1006).
Die EMPA-REG-OUTCOME-Studie mit Empagliflozin zeigte signifikante Reduktionen des primären Endpunktes (3 Punkt MACE: Zeit bis zum Auftreten von kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Herzinfarkt und nicht tödlichem Schlaganfall) um 14%, Hospitalisation aufgrund Herzinsuffizienz um 35%, kardiovaskulärer Tod um 38% und Gesamtsterblichkeit um 32%.
Die ARTS-DN-Studie (The Mineralocorticoid Receptor Antagonist Tolerability Study – Diabetic Nephropathy) hat den primären Endpunkt erreicht! Entsprechend der Dosierung von Finerenon wurde die Albuminausscheidung beim Typ-2-Diabetiker mit Nephropathie um 21 bis 38% gesenkt.
Chronische Nierenerkrankungen (CKD) sind mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Sterblichkeit verbunden. Es ist aber noch wenig über die Wechselwirkung mit Vorhofflimmern bekannt.
Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich eingangs feststelle, dass die Zystennierenkrankheit (ADPKD-I) praktisch bis heute für den betreuenden Arzt eine inaktive, geradezu langweilige Entität darstellt (vor Eintritt einer eventuellen Dialysepflicht).
Die renale Anämie ist eine typische Komplikation chronischer Nierenerkrankungen. Viele Jahre wurde versucht, die Therapie mit Erythopoese-stimulierenden Substanzen (ESAs) zu optimieren.
„Die Prävalenz für chronische Nierenerkrankungen variiert stark in der Europäischen Allgemeinbevölkerung“, ist die neue Botschaft einer Studie, die ausgehend vom ERA-EDTA-Register in Amsterdam unter Federführung des European CKD Burden Consortium entstand und kürzlich im Journal of the American Society of Nephrology erschien (Brück K; JASN 2015; online first).
In der Therapie von Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko ist die Beeinflussung der Plasmakonzentrationen von unterschiedlichen Lipoproteinen ein wichtiger Ansatz.
Die EMPA-REG-OUTCOME-Studie ist eine groß angelegte kardiovaskuläre Sicherheitsstudie des SGLT-2-Hemmers Empagliflozin, in der primär die Effektivität von zwei Dosierungen dieser Substanz, 10 mg und 25 mg pro Tag, auf die kardiovaskuläre Eventrate untersucht wurde.
Nicht-valvuläres Vorhofflimmern ist ein bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von Schlaganfällen und systemischen Embolien. Durch die ungünstige Altersstruktur der Allgemeinbevölkerung ist die Prävalenz des Vorhofflimmerns im Zunehmen.
Man muss doch zugeben, das Konzept ist bestechend. Im Nierenversagen können die stickstoffhältigen Endprodukte des Stoffwechsels nicht ausgeschieden werden und bilden die Hauptquelle von urämischen Toxinen.
In der hundertjährigen Carnitin-Geschichte wurden der Carnitin-Substitution positive Effekte in unterschiedlichen klinischen Szenarien zugeschrieben.
Medizinisch gesteuertes und überwachtes Krafttraining verbessert die Maximalkraft und die Kraftausdauer der Skelettmuskulatur und damit den Bewegungsumfang von Gesunden und Kranken.
Jahrzehnte lang wurden erhöhte Harnsäurewerte lediglich als Risikofaktor für das Auftreten eines Gichtanfalls oder als Nebenwirkung der Diuretikatherapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz angesehen.
Die Niereninsuffizienz als Folge einer Leberschädigung wurde erstmals 1955 beschrieben. Als Ursache findet sich eine renale Vasokonstriktion, die nach Beherrschung der Leberschädigung voll reversibel ist.
Die Inzidenz der chronischen Niereninsuffizienz hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen, was vorwiegend auf die gesteigerte Lebenserwartung zurückzuführen ist.
Vorbeugen ist besser als Heilen – bei wenigen Menschen wird dieser banale Satz mehr Resonanz finden als bei Patienten nach einer Nierenkolik, die sich nur sehr ungern an die damit einhergehenden Empfindungen erinnern.
Die diabetische Nephropathie ist weltweit die Hauptursache für die terminale dialysepflichtige Niereninsuffizienz.
Zur Verabreichung von PE stehen verschiedene Kathetersysteme zur Verfügung. Die am häufigsten eingesetzten sind Hickman-, Broviac- und Groshongkatheter sowie die vollständig implantierten Portkathetersysteme.
Man muss doch zugeben, das Konzept ist bestechend. In der chronischen Niereninsuffizienz können die stickstoffhältigen Endprodukte des Stoffwechsels nicht ausgeschieden werden und sind die Hauptquelle von urämischen Toxinen.
Das hepatorenale Syndrom (HRS) zählt neben der gastrointestinalen Blutung und dem Aszites zu den häufigsten Komplikationen bei Patienten mit Leberzirrhose.
Eine Niereninsuffizienz kann bei etwa 20% der stationär aufgenommenen Patienten mit Leberzirrhose gefunden werden.

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