Und wieder eine große, randomisiert-kontrollierte Multizentrum-Studie zur Ernährung bei Intensivpatienten, die perfekt durchgeführt wurde und die negativ verlaufen ist.
Im Jahr 2017 verstarben in Deutschland insgesamt 932.272 Menschen. Knapp die Hälfte aller Sterbefälle ereignete sich während eines Krankenhausaufenthalts (46%, statistisches Bundesamt 2016) und im Krankenhaus wiederum die Mehrzahl auf Intensivstationen (ITS).
Die Therapie mit Betamimetika und Betablockern bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz, dem „low cardiac output“ Syndrom, ist ein schwieriges Thema – wobei sich schon an der Definition „low cardiac output“ die Geister scheiden: Während sich die European Society of Cardiology (ESC) auf einen Cardiac Index < 2,4 l/min/m2 bei Nachweis einer Gewebehypoxie, verursacht durch kardiale Dysfunktion nach Korrektur der Vorlast bezieht, greift die American Heart Association (AHA) auf einen CI < 2,2 l/min/m2 zurück.
Zwar können die meisten Infektionen mit Antiinfektiva häufig gut kontrolliert werden, doch gibt es auch im 21. Jahrhundert keine spezifische kausale Behandlungsoption der pathologischen Wirtsreaktion septischer Patienten. Zahlreiche – theoretisch sinnvolle – Therapiestrategien, mit vielversprechenden Resultaten im Tierversuch, konnten in kontrollierten klinischen Studien jedoch letztlich nicht überzeugen.
Haloperidol: Allheilmittel oder vergebliche Hoffnung? Im Jahr 1980 beschrieben die Kollegen Sos und Cassem die Anwendung von Haloperidol in astronomischen Dosen zur Behandlung eines agitierten Delirs im postoperativen Kontext (Sos J, Cassem NH; Drug Therapy 1980; 10:103). Bis zu 299 mg (!) Tagesdosis wurden in dieser Arbeit zur Therapie eines Delirs eingesetzt. I
Individualisierung der Therapie, das ist DAS Schlagwort in der Intensivmedizin der letzten Jahre. Retrospektiv muss man sich fragen, warum wir Krankheiten und nicht immer schon kranke, also individuelle Personen behandelt haben, ist es – wie auch bei anderen Paradigmenwechseln – völlig unverständlich, warum nicht immer schon der einzelne, immer einzigartige Patient im Fokus der Behandlung gestanden ist.
Im Jahr 2017 verstarben in Deutschland insgesamt 932.272 Menschen. Knapp die Hälfte aller Sterbefälle ereignete sich während eines Krankenhausaufenthalts (46%, statistisches Bundesamt 2016) und im Krankenhaus wiederum die Mehrzahl auf Intensivstationen (ITS).
Die Therapie mit Betamimetika und Betablockern bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz, dem „low cardiac output“ Syndrom, ist ein schwieriges Thema – wobei sich schon an der Definition „low cardiac output“ die Geister scheiden: Während sich die European Society of Cardiology (ESC) auf einen Cardiac Index < 2,4 l/min/m2 bei Nachweis einer Gewebehypoxie, verursacht durch kardiale Dysfunktion nach Korrektur der Vorlast bezieht, greift die American Heart Association (AHA) auf einen CI < 2,2 l/min/m2 zurück.
Zwar können die meisten Infektionen mit Antiinfektiva häufig gut kontrolliert werden, doch gibt es auch im 21. Jahrhundert keine spezifische kausale Behandlungsoption der pathologischen Wirtsreaktion septischer Patienten. Zahlreiche – theoretisch sinnvolle – Therapiestrategien, mit vielversprechenden Resultaten im Tierversuch, konnten in kontrollierten klinischen Studien jedoch letztlich nicht überzeugen.
Haloperidol: Allheilmittel oder vergebliche Hoffnung? Im Jahr 1980 beschrieben die Kollegen Sos und Cassem die Anwendung von Haloperidol in astronomischen Dosen zur Behandlung eines agitierten Delirs im postoperativen Kontext (Sos J, Cassem NH; Drug Therapy 1980; 10:103). Bis zu 299 mg (!) Tagesdosis wurden in dieser Arbeit zur Therapie eines Delirs eingesetzt. I
Individualisierung der Therapie, das ist DAS Schlagwort in der Intensivmedizin der letzten Jahre. Retrospektiv muss man sich fragen, warum wir Krankheiten und nicht immer schon kranke, also individuelle Personen behandelt haben, ist es – wie auch bei anderen Paradigmenwechseln – völlig unverständlich, warum nicht immer schon der einzelne, immer einzigartige Patient im Fokus der Behandlung gestanden ist.
Vielleicht haben Sie sich bereits in einer derartigen Situation befunden: Die Intensivstation ist voll und das Diensttelefon klingelt. Es ist ein Anruf von der Normalstation. Ein dort in Behandlung befindlicher Patient mit alkoholischer Leberzirrhose Child-Pugh C (nicht für eine Lebertransplantation gelistet, keine Patientenverfügung) entwickelte zunehmende Atemnot, des Weiteren ist der Blutdruck lediglich 70/45 mmHg.
Leberfunktionsstörungen sind ein Krankheitsbild, mit dem wir tagtäglich in der Behandlung kritisch kranker Patienten konfrontiert sind. Die häufigsten Leberfunktionsstörungen beim Intensivpatienten sind die hypoxische/ischämische Leberfunktionsschädigung (auch als Schockleber bekannt) und die cholestatische Leberdysfunktion.
En 2015, 925 000 personnes sont mortes en Allemagne. La moitié de tous ces décès se sont produits pendant un séjour hospitalier, dont une majorité en unité de soins intensifs. Le taux de mortalité se situe ici entre 15 et 30%.
L’espérance de vie moyenne des enfants naissant aujourd’hui en Allemagne est de 78 ans pour les garçons et de 83 ans pour les filles. Depuis le début des années 1970, elle a augmenté de 10 ans pour les hommes et de 9 ans pour les femmes. Selon les données de 2012/2014, l’espérance de vie restante des hommes de 65 ans est de 17 ans et celle des femmes du même âge de 21 ans.
Le seul but de la médecine de soins intensifs est d’assurer la survie, mais ce n’est pas suffisant. La question de la qualité de vie après un séjour en soins intensifs se pose donc de plus en plus. La complexité du terme «qualité de vie» contraste avec le paramètre «mortalité», qui est lui on ne peut plus clair et facile à saisir. En fin de compte, ce qui est importe le plus au patient, c’est généralement de savoir dans quelle mesure un retour à son ancienne vie sera possible après un traitement médical intensif.
On sait qu’une grande partie des patients des unités de soins intensifs vivent des expériences cognitives qui peuvent avoir un impact négatif sur leur qualité de vie dans les années qui suivent. On suppose que la forte stimulation à laquelle sont exposés les patients dans l’unité de soins intensifs en est le déclencheur. Il en résulte un mélange de stimulation excessive accompagnée dans le même temps d’une privation sensorielle. D’autre part, on commence à envisager un délire comme l’agent nocif déclencheur.
Störungen einzelner Organfunktionen, sei es der Nierenfunktion oder der Leberfunktion, aber auch des Gastrointestinal (GI)-Traktes sind bei unseren kritisch kranken Patienten an der Tagesordnung.
Im Jahr 2015 verstarben in Deutschland insgesamt 925.000 Menschen. Die Hälfte aller Sterbefälle ereignete sich während eines Krankenhausaufenthaltes (46%, Statistisches Bundesamt 2016) und im Krankenhaus wiederum die Mehrzahl auf Intensivstationen (ITS).
Wie zahlreiche Untersuchungen seit vielen Jahren zeigen, kann eine intensivmedizinische Erkrankung und Behandlung schwerwiegende und nachhaltige Folgen nach sich ziehen. Eine Betrachtung des alleinigen Ergebnisses „Überleben“ greift in vielerlei Hinsicht zu kurz.
Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter an: Sie beträgt nach der auf die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse bezogenen Periodensterbetafeln 2014/2016 für neugeborene Jungen 78 Jahre und 3 Monate, für neugeborene Mädchen 83 Jahre und 2 Monate.
Aus der vorliegenden Literatur ist bekannt, dass 50-75% aller Patienten mit kritischem Gesundheitszustand chronische kognitive Beeinträchtigungen und eine damit verbundene Verschlechterung der Lebensqualität aufgrund eines Aufenthalts auf Intensivstationen erleiden (Pandharipande PP; N Engl J Med 2013; 369:1306; Wilcox ME; Crit Care Med 2013 [Suppl 1]:S81).
Intensivstationen werden zunehmend mit Fragestellungen im Zusammenhang mit alten und sehr alten Patienten konfrontiert. Dies ist sowohl ein Ausdruck der epidemiologischen Entwicklungen
Enterale Ernährung bringt eine Verbesserung des Krankheitsverlaufes bei Intensivpatienten mit sich, die deutlich über den nutritiven Effekt der enteralen Nahrungszufuhr hinausgeht.
Pulmonale Aspiration von Mageninhalt ist einer von vielen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Pneumonie bei beatmeten Patienten und damit möglicherweise mitverantwortlich für eine der häufigsten Todesursachen auf Intensivstationen.
Schluckstörungen und deren Folgen (z. B. Aspiration, Malnutrition) sind auf Intensivstationen ein gut bekanntes und häufiges Problem. Die Häufigkeit für Schluckstörungen (Dysphagie) auf Intensivstationen
Im Jahr 2015 verstarben in Deutschland insgesamt 925.000 Menschen. Die Hälfte aller Sterbefälle ereignete sich während eines Krankenhausaufenthaltes (46%, Statistisches Bundesamt 2016) und im Krankenhaus wiederum die Mehrzahl auf Intensivstationen (ITS).
Wie zahlreiche Untersuchungen seit vielen Jahren zeigen, kann eine intensivmedizinische Erkrankung und Behandlung schwerwiegende und nachhaltige Folgen nach sich ziehen. Eine Betrachtung des alleinigen Ergebnisses „Überleben“ greift in vielerlei Hinsicht zu kurz.
Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter an: Sie beträgt nach der auf die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse bezogenen Periodensterbetafeln 2014/2016 für neugeborene Jungen 78 Jahre und 3 Monate, für neugeborene Mädchen 83 Jahre und 2 Monate.
Aus der vorliegenden Literatur ist bekannt, dass 50-75% aller Patienten mit kritischem Gesundheitszustand chronische kognitive Beeinträchtigungen und eine damit verbundene Verschlechterung der Lebensqualität aufgrund eines Aufenthalts auf Intensivstationen erleiden (Pandharipande PP; N Engl J Med 2013; 369:1306; Wilcox ME; Crit Care Med 2013 [Suppl 1]:S81).

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