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Energiezufuhr beim Intensivpatienten:

Was ist das TARGET?


Energy-dense versus routine enteral nutrition in the critically ill.      

TARGET Investigators, for the ANZICS Clinical Trials Group, Chapman M,                                               N Engl J Med 2018; 379:1823-1834
Peake SL, Bellomo R, et al.


Und wieder eine große, randomisiert-kontrollierte Multizentrum-Studie zur Ernährung bei Intensivpatienten, die perfekt durchgeführt wurde und die negativ verlaufen ist. Aber war das nicht zu erwarten? In dieser Studie geht es neuerlich um die optimale Energiezufuhr bei Intensivpatienten durch Verwendung einerseits einer enteralen Nährlösung mit einem üblichen (1 kcal/ml) oder andererseits einem erhöhten Energiegehalt (1.5 kcal/ml) (The TARGET Investigators; N Engl J Med 2018; 379:1823). 

Fast 4000 beatmete Intensivpatienten wurden doppelblind (!) in eine Gruppe, die 1 ml/kg ideales KG (IBW)/Stunde (damit 24 kcal/kgIBW/Tag) der konventionellen enteralen Diät erhielt, eingeteilt und in eine Gruppe, die ebenfalls 1 ml/kg einer energiereichen enteralen Diät (damit 36 kcal/kgIBW/Tag) (das Ernährungsziel sollte innerhalb 48 Stunden erreicht werden) bis zu 28 Tage erhielt. Die kommerziell erhältlichen enteralen Diäten unterscheiden sich im Fett- (27 g/l vs. 58 g/l) und Kohlenhydratgehalt (125 g/l vs. 180 g/l), haben jedoch einen identischen Proteingehalt (Fresubin 100© bzw. Fresubin Energy Fiber©).

Primärer Endpunkt war die 90-Tage-Sterblichkeit jeder Ursache, sekundäre Endpunkte umfassten unter anderem die ICU- und Krankenhaus-freien Tage, die Tage frei von Organunterstützung und den Prozentsatz von Patienten mit der Notwendigkeit zu verschiedenen Organ­unterstützungsverfahren. Sieben Subgruppen waren vordefiniert.

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Tags: nutrition-news ernährung intensivmedizin energiezufuhr enteral parenteral target 

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