NEPHRO-News
Die optimale Therapie für den präterminal und terminal niereninsuffizienten Patienten ist die möglichst frühzeitige Nierentransplantation, die mit einem besseren Patientenüberleben im Vergleich zur Dialyse verbunden ist (Wolfe RA,N Engl J Med 1999; 341:1725-1730). Laut §13 des Deutschen Transplantationsgesetzes ist folgerichtig jeder Patient mit terminaler Niereninsuffizienz, der nach Aufklärung über Vorteile und Risiken der Transplantation sein schriftliches Einverständnis zu diesem Eingriff gegeben hat, bezüglich der Eignung für eine Transplantation zu überprüfen. Eine absolute Kontraindikation für eine Nierentransplantation stellt einzig und allein der nicht operable Patient dar, der durch eine Organtransplantation vorhersehbar eine Lebensverkürzung erfahren würde bzw. bei dem die medizinische Aussicht auf Erfolg nach dem heutigen Kenntnisstand der medizinischen Wissenschaften sehr zweifelhaft ist. Dieser Tatbestand ist gegeben bei einem metastasierenden Malignom, einer aktiven systemischen Infektion oder einer Lebenserwartung unter 2 Jahren. Höheres Lebensalter per se ist keine Kontraindikation für eine Nierentransplantation.
Transplantationsvorbereitung durch Nephrologen und Transplantationszentrum(entsprechend europäischen und amerikanischen "Guidelines")
Bei der Auswahl und Vorbereitung der
Nierentransplantatempfänger ist eine enge Kooperation und Kommunikation
zwischen Nephrologen/Hausarzt und dem betreuenden
Transplantationszentrum (TX-Zentrum), repräsentiert durch den
Nephrologen und den Urologen/TX-Chirurgen essentiell (Abb.1). Häufig
übernimmt beim Dialysepatienten der Nephrologe auch die
Hausarztfunktion. Die Aufgabe des Nephrologen ist es, rechtzeitig, d. h.
ca. 6 Monate vor Eintritt der terminalen Niereninsuffizienz, wenn der
kontinuierliche prozentuale Abfall der glomerulären Filtrationsrate
absehbar ist, der in Kürze zur Dialysepflichtigkeit führen wird, mit der
Transplantationsvorbereitung zu beginnen. Dies umfasst ein erstes
vorbereitendes Gespräch über die Möglichkeit der Transplantation, die
Durchführung der erforderlichen Zusatzuntersuchungen und die Vorstellung
im TX-Zentrum.
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Tags: nephro-news transplant prätransplant transplantatempfänger auswahlkriterien
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