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Natrium-Restriktion bei Herzversagen:

Fällt ein Dogma?


Effects of high-dose furosemide and small-volume hypertonic saline solution infusion in comparison with a high dose of furosemide as bolus in refractory congestive heart failure: long-term effects.

Licata G, Di Pasquale P, Parrinello G, et al.                                                                                                               Am Heart J 2003; 145:459-66

Department of Internal Medicine, University of Palermo, Palermo, Italy.


In jedem Lehrbuch, jeder Therapierichtlinie steht, dass bei Patienten mit kardialer Insuffizienz eine Beschränkung der Natrium-Zufuhr vorgenommen werden muss. Dies ist also "Allgemeinwissen", ein seit vielen Jahrzehnten bestehendes Dogma. Pathophysiologische Basis dieser Empfehlung ist die bestens belegte Tatsache, dass durch die neurohumoralen Veränderungen des Herzversagens, durch die Änderung der renalen Hämodynamik (massive Vasokonstriktion schon in Frühstadien) eine Natrium- und Wasserretention verursacht wird, durch die eine Erhöhung des Natrium-Pools und eine Expansion des extrazellulären Volumens bewirkt werden. Da die Wasserretention nicht zuletzt auch wegen einer erhöhten ADH-Ausschüttung überproportional zur Natriumretention ausgeprägt ist, kommt es mit fortschreitendem Herzversagen zur Ausbildung von Ödemen und einer progredienten Hyponatriämie. Daher die logische Folgerung, dass in der Therapie die Wasser- und Natriumzufuhr beschränkt werden muss.

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Tags: nephro-news 

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