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State-of-the-art: Prophylaxe der HBV-Reaktivierung


Hintergrund

Weltweit sind etwa 240 Millionen Menschen mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) infiziert (HBsAg+), ca. 30% der Weltbevölkerung weisen serologische Zeichen einer bestehenden bzw. stattgehabten Infektion auf [19,21]. Unterschiede hinsichtlich der Verfügbarkeit der HBV-Impfung, des Zugangs zu antiviraler Therapie, sowie sozioökonomische Faktoren führen jedoch zu großen geografischen Unterschieden in der HBV-Prävalenz. Während diese innerhalb der autochthonen Bevölkerung Österreichs gering (<2%) ist, liegt sie in Anbetracht rezenter Migrationsdynamiken auch in Niedrigprävalenzländern in bestimmten Populationen teilweise deutlich höher [7,18].

Gleichzeitig finden immunsuppressive bzw. immunmodulatorische Therapien in den letzten Jahren immer mehr Anwendung in verschiedenen Fachbereichen der Medizin und sind längst nicht mehr auf den onkologischen Bereich bzw. Organtransplantationen limitiert [2,4,9,11]. Personen, bei denen Zeichen einer durchgemachten (HBsAg-/antiHBc+ und/oder antiHBs+) bzw. einer bestehenden (HBsAg+) HBV-Infektion vorliegen, können aufgrund der Persistenz der cccDNA des Hepatitis B-Virus in den Hepatozyten unter Immunsuppression allerdings eine potentiell gefährliche HBV-Reaktivierung (HBVr) erfahren [14].

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Tags: gastro&hepa-news gastroenterologie hepatologie – hepatitis b – hbv-impfung – hbv-seromarker – hbv-immunisierung 

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