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Klimawandel & Nephrologie


Der Klimawandel stellt eine ­zunehmende Herausforderung für die Nephrologie dar und beeinflusst sowohl Epidemiologie als auch Pathophysiologie von Nierenerkrankungen. Steigende Durchschnittstemperaturen und häufigere Hitzewellen sind mit einer erhöhten Inzidenz akuter und chronischer Nierenschädigungen assoziiert. Akute Hitzeexposition führt über Dehydratation, neurohormonelle Aktivierung und metabolischen Stress zu verminderter renaler Perfusion, oxidativem Stress und inflammatorischen Prozessen, wodurch das Risiko akuter Nierenschädigungen deutlich steigt. Neben akuten Ereignissen gewinnt die hitzebedingte chronische Nierenkrankheit, häufig als „Hitzestress-Nephropathie“ bezeichnet, zunehmend an Bedeutung. Sie betrifft vor allem Menschen mit langjähriger beruflicher Hitzeexposition. Pathophysiologisch spielen wiederholte Hitze- und Dehydratationsepisoden mit chronisch tubulointerstitiellen Schäden eine zentrale Rolle. 

Des Weiteren können Emissionen außerhalb wie innerhalb von Gebäuden das Auftreten akuter und chronischer Nierenschäden begünstigen. Darüber hinaus begünstigt der Klimawandel die Ausbreitung von Vektoren und Infektionserkrankungen mit renaler Beteiligung, darunter ­Malaria, Dengue-Fieber, Hantavirusinfektionen und wasserassoziierte, gastrointestinale Erkrankungen. Diese führen weltweit zu einer zusätzlichen Belastung nephrologischer Versorgungssysteme.

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Tags: nephro-news 

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