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ESA-Hyporesponsivität:

Gibt es therapeutische Optionen?


KDIGO 2026 Clinical practice guideline for the management of anemia in chronic kidney disease (CKD).

Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) Anemia Work Group.

Kidney Int 2026;109(1S):S1-S99

 

Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CNE) – unabhängig vom Dialysestatus – gelten gegenüber Ery­thropoese-stimulierenden Agentien (ESA) als Hyporesponder, wenn sie trotz deutlicher Dosiserhöhung die Ziel Hb-(Hämoglobin)Werte nicht erreichen oder dauerhaft hohe ESA-Dosen benötigen. Die Definitionen der ESA-Hyporesponsivität variieren je nach Region, Erstattungsrichtlinien, Dialyseverfahren (Peritonealdialyse versus Hämodialyse) und den in den Leitlinien festgelegten Dosisschwellen. 

Eine zentrale Limitation besteht im Mangel an randomisierten, kontrollierten Studien zur prognostischen Bedeutung eines unterschiedlichen ESA-Ansprechens. Daher beruhen die bestehenden Definitionen überwiegend auf klinischer Erfahrung.

Die am häufigsten verwendete Defini­tion der ESA-Hyporesponsivität stammt aus den NKF KDOQI Guidelines von 2001. Dort wird sie als Nichterreichen der Ziel Hb-Werte trotz Epoetin-Dosen >450 IE/kg/Woche intravenös bzw. >300 IE/kg/Woche subkutan definiert; für Darbepoetin alfa wurden keine Kriterien angegeben. Die revidierten ­EBPG-Guidelines der ERA EDTA aus dem Jahr 2004 definieren als Hypo­responsivität das Nichterreichen der Ziel Hb-Konzentration trotz 1,5 µg/kg Darbepoetin alfa oder >300 IE/kg/Woche Epoetin bzw. als Notwendigkeit solch hoher Dosen zur Stabilisierung des Hb-Wertes. Nach KDIGO (2012) besteht eine ESA-Hyporesponsivität, wenn es im ersten Behandlungsmonat trotz gewichtsadaptierter Dosierung zu keinem Anstieg des Hb-Wertes kommt. 

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Tags: nephro-news nephrologie esa-hyporesponsivität nierenfunktion hypertonie 

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