NEPHRO-News
Multiple oestradiol functions inhibit ferroptosis and acute kidney injury.
Tonnus W, Maremonti F, Gavali S, Schlecht MN, Gembardt F, Belavgeni A, et al.
Nature 2025; 645:1011-1019
Trotz immer elaborierterer Therapieoptionen für glomeruläre Erkrankungen steigen Inzidenz und Prävalenz der chronischen Niereninsuffizienz (CKD) rapide und damit assoziiert Morbidität und Mortalität. Die WHO schätzt, dass 2040 mindestens jeder fünfte Tod auf die Folgen einer CKD zurückzuführen sein wird. Die Krankheitsverläufe der CKD sind selbstverständlich individuell, jedoch nehmen rezidivierende Episoden akuten Nierenversagens (AKI) zunehmend eine wichtige Rolle in der CKD-Progression ein. AKI ist ein Überbegriff, hinter dem sich diverse Ätiologien und Pathophysiologien verbergen (Ronco C; Lancet 2019; 394:1949).
Der häufigste Grund für ein intrahospitales AKI sind weiterhin akute Tubulusnekrosen (ATN). Wie der Name bereits andeutet, sterben hierbei Epithelzellen insbesondere der proximalen Tubuli bei reduzierter Sauerstoffversorgung ab, was zu entsprechenden Funktionsausfällen führt. Bislang verbleiben hier trotz ausführlicher Forschung klinische Therapieansätze auf supportive Maßnahmen beschränkt.
Die Idee, AKI zu behandeln, indem Zelltod verhindert wird, steht fast seit dem Moment im Raum, als molekulare Mechanismen der Apoptose aufgeklärt wurden und diese durch Inhibition von Caspasen effektiv verhindert werden konnten (Miura M; Cell 1993; 75:653). Trotz anfänglichem Enthusiasmus zeigte sich jedoch schließlich, dass Apoptose in der Pathophysiologie von ATN eine untergeordnete Rolle spielt.
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Tags: nephro-news nephrologie Östradiol niereninssuffizienz ferroptose nierenersatztherapie

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