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Funktionelle Heilung in der Hepatitis B:

Wo stehen wir 2026?


Die chronische Hepatitis B ist eine Viruserkrankung, die 200-300 Millionen Menschen weltweit betrifft und deren Folgen in den nächsten Jahrzehnten eine Herausforderung für das Gesundheitssystem darstellen werden. (1)

Die Therapieindikation der chronischen Hepatitis B hängt dabei prinzipiell von Stadium und Ausprägung (HBeAg, Viruslast, quantitatives HBsAg, Patientenalter) der Infektion ab. Auf Grund dieser Heterogenität werden Kontrollintervalle für jeden Patienten individuell festgelegt, um den richtigen Zeitpunkt des Therapiebeginns nicht zu verpassen. Die im August 2025 publizierte EASL Clinical Practice Guideline zur Hepatitis B brachte hier eine grundlegende Änderung hinsichtlich der Therapieindikation: Jeder HBsAg-positive Patient ist grundsätzlich ein Kandidat für eine Therapie. Eine generelle Behandlungsempfehlung für alle HBsAg-positiven Personen ergibt sich daraus jedoch nicht. Die konkrete Indikation richtet sich weiterhin insbesondere nach HBV-DNA, Trans­aminasen-Konzentration, Fibrosestadium sowie dem individuellen Risiko für Krankheitsprogression und HCC. Die neue Herangehensweise bedeutet jedoch ein Umdenken: Weg von der Qualifikation zur Therapie, hin zur Vermeidung unnötiger Therapie.

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Tags: gastro&hepa-news hepatologie hepatitis b therapieindikation nukleosidanaloga nukleotidanaloga bepirovirsentherapie 

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