NEPHRO-News
A preventive care strategy to reduce moderate or severe acute kidney injury after major surgery (BigpAK-2); a multinational, randomised clinical trial.
Zarbock A, Ostermann M, Forni L, Bode C, Wild L, Putensen C, Roux DP, Martín EE et al.
Lancet 2025; 406:2782-27910
Nahezu jeder fünfte Patient erleidet im Rahmen eines größeren chirurgischen Eingriffs eine akute Nierenschädigung (Acute Kidney Injury, AKI). Die Mortalität steigt mit dem AKI Stadium deutlich an und erreicht im KDIGO Stadium III etwa 27% (Zarbock A; Intensive Care Med 2023; 49:1441).
Die KDIGO-Leitlinien definierten 2012 nicht nur den Begriff der akuten Nierenschädigung neu, sondern formulierten auch ein Maßnahmenbündel zur Prävention bei Risikopatienten, wobei die Identifikation von Patienten mit erhöhtem Risiko immer den ersten und entscheidenden Schritt einer sinnvollen AKI-Prävention darstellt. Es umfasst unter anderem die Sicherstellung eines adäquaten Volumenstatus, ein funktionelles hämodynamisches Monitoring sowie die Vermeidung nephrotoxischer Medikamente und Hyperglykämien (KDIGO AKI Work Group; Kidney Int Suppl 2012; 2:2).
In den vergangenen Jahren zeigten mehrere Studien, dass einzelne Bestandteile dieses Maßnahmenbündels zur AKI-Prävention beitragen können (Engelman DT; J Thorac Cardiovasc Surg 2020; 160:1235, Göcze I; Ann Surg 2018; 267:1013). Die kürzlich publizierte randomisiert-kontrollierte BigpAK-2-Studie untersuchte die Kombination ausgewählter Maßnahmen bei chirurgischen Patienten mit erhöhtem AKI-Risiko (Zarbock A; Lancet 2025; 406:2782).
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Tags: nephro-news nephrologie perioperative nierenschädigung bigpak-2-studie

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