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STOP-AKI: Das Ende der septischen akuten Nierenschädigung?


Effect of human recombinant alkaline phosphatase on 7-day creatinine clearance in patients with sepsis-associated acute kidney injury: A randomized clinical trial.      

Pickkers P, Mehta RL, Murray PT, Joannidis M, Molitoris BA, Kellum JA, Bachler M, Hoste EAJ, et al.    JAMA 2018 20; 320:1998-2009


Beinahe 70% aller Intensivpatienten mit Sepsis erleiden eine akute Nierenschädigung (Acute Kidney Injury – AKI). Die meisten dieser Patienten entwickeln ein AKI-Stadium 3 (40%), was die Prognose signifikant beeinträchtigt und mit einer Sterblichkeit von über 50% verbunden ist. In der Sepsis wirkt sich das Auftreten einer AKI deutlich auf die Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie aus (in der Sepsis ist diese viermal höher als bei Intensivpatienten ohne Sepsis) (Peters E; Crit Care 2018; 22:188).

Obwohl einige Maßnahmen, wie eine rasche antibiotische Therapie der zugrundeliegenden Sepsis, Korrektur des Volumenstatus und frühe Vasopressor­therapie im septischen Schock die AKI-Rate verringern können, gibt es nach wie vor keine spezifische pharmakologische Therapie, die durch Beeinflussung der für die Sepsis typischen pathophysiologischen Prozesse eine Verbesserung der Nierenfunktion bewirken kann.

Die Tatsache, dass mehrere Faktoren für den Verlauf der septischen AKI verantwortlich sind, wirkt sich erschwerend auf die Suche nach einer wirksamen kausalen Therapie aus. Die renale Durchblutung auf der makrozirkulatorischen Ebene ist dabei nur im septischen Schock beeinträchtigt. Ganz im Gegensatz zu einem weitverbreiteten Vorurteil (Schrier RW; N Engl J Med 2004; 351:159) zeigt die septische Niere jedoch keinen erniedrigten, sondern einen erhöhten Blutfluss (Lankadeva YR; Kidney Int 2016; 90:100, Langenberg C; Intensive Care Med 2007; 33:1614, Bellomo R; Intensive Care Med 2017; 43:816).

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Tags: intensiv-news nephrologie sepsis nierenschädigung niereninsuffizienz stop-aki 

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