GASTRO&HEPA-News
Das kolorektale Karzinom zählt weltweit zu
den häufigsten malignen Erkrankungen. Auch in der Schweiz besteht eine
hohe epidemiologische Relevanz mit rund 4.500 Neuerkrankungen pro Jahr,
wobei etwa ein Drittel den Enddarm betrifft. Lange Zeit galt die
Erkrankung als Tumor des höheren Lebensalters mit einem Inzidenzgipfel
über dem 70. Lebensjahr. In den letzten Jahren wird jedoch ein
signifikanter Anstieg der Inzidenz bei unter 50-Jährigen beobachtet
[1-5].
Über Jahrzehnte war bei Rektumtumoren eine
trimodale Therapie Standard. Dadurch konnte die lokale Tumorkontrolle
verbessert werden, funktionelle Einschränkungen bleiben jedoch häufig
bestehen. Das Low Anterior Resection Syndrome (LARS) nach tiefer
Anastomose ist gut beschrieben; bei sehr distal gelegenen Tumoren ist
ein permanentes Stoma nicht selten unvermeidbar. Dies stellt
insbesondere ältere und polymorbide Patient:innen vor erhebliche
Herausforderungen, betrifft jedoch ebenso jüngere Erkrankte, die häufig
langfristig mit funktionellen, urogenitalen und psychosozialen Folgen
leben müssen.
Vor diesem Hintergrund haben organerhaltende Strategien
zunehmend an Bedeutung gewonnen, da sie im Vergleich zur radikalen
Resektion sowie selbst zur lokalen Exzision mit besseren funktionellen
Ergebnissen assoziiert sind [6-7].
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Tags: gastro&hepa-news gastrohighlights rektumkarzinom radiotherapie papillon-kontaktstrahlentherapie kolorektales karzinom

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