Themen der aktuellen Ausgaben

 

Presseinformation Amgen GmbH

31. Oktober 2024

 

11. NATIONALE HYPERLIPIDEMIA ACADEMY:

DAS POTENZIAL DER LIPIDSENKENDEN THERAPIE WIRD NICHT AUSGESCHÖPFT!

Kombinationstherapien werden bei Patient:innen mit hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko zu selten eingesetzt

Moderne Bildgebung ermöglicht vulnerable Plaques zu identifizieren und in die Risikostratifizierung einzubeziehen

München (30.10.2024) – Die Senkung erhöhter Lipidwerte spielt bei verschiedenen chronischen Erkrankungen, wie der koronaren Herzkrankheit, Diabetes mellitus, chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und einer chronischen Nierenkrankheit (CKD), eine wichtige Rolle. Auf der 11. Nationalen Hyperlipidemia Academy* in Frankfurt diskutierten Expert:innen und Ärzt:innen verschiedener Fachrichtungen die Chancen und Möglichkeiten der modernen Lipidtherapie. Dabei waren sich alle einig, dass das Potenzial der LDL (Low Density Lipoprotein)-Cholesterin-senkenden Therapie häufig nicht ausgeschöpft wird und Kombinationstherapien zu selten eingesetzt werden. Mit den heute zugelassenen Arzneimitteln könnten in den meisten Fällen die in den Leitlinien für verschiedene Patient:innenkollektive genannten Zielwerte erreicht werden. Voraussetzung sei, die Möglichkeiten der Lipidtherapie auszuschöpfen, betonte Prof. Dr. Volker Schettler, Nephrologisches Zentrum Göttingen.

Etwa jeder fünfte Erwachsene habe eine CKD und damit ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall1, so Schettler weiter. Daher plädierte er dafür, die Patient:innen interdisziplinär in der Nephrologie und Kardiologie zu behandeln. Dabei verwies er darauf, dass eine Senkung des LDL-Cholesterins für Patient:innen in allen Stadien der Nierenkrankheit von Vorteil sei.2 Doch nur etwa die Hälfte der Patient:innen mit einer CKD im Stadium G3-5 erhalten eine Statintherapie, PCSK9-Hemmer , wie zum Beispiel Evolocumab (Repatha®)3, werden zu wenig eingesetzt.4 In Deutschland würden, anders als in anderen europäischen Ländern, die lipidsenkenden Therapien zu selten kombiniert, folgerte Schettler. Dabei sei durch eine Kombinationstherapie eine Senkung des LDL-Cholesterins um 85% des Ausgangswertes zu erreichen.5

Risikofaktor Inflammation bei Autoimmunerkrankungen
Chronische Entzündungen, wie rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, können das Risiko für einen Myokardinfarkt oder einen Schlaganfall verdoppeln,6,7,8 betonte Prof. Dr. Ingo Hilgendorf, Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen. Um chronische Entzündungen zu erkennen, ist das C-reaktive Protein (CRP) bzw. das hochsensitive (hs)CRP ein geeigneter Biomarker, dessen Bestimmung in den neuen Leitlinien „Chronisches Koronarsyndrom“ der European Society of Cardiology (ESC)9 empfohlen wird. Eine Subgruppen-Analyse der FOURIER-Studie mit 889 Patient:innen mit autoimmunen, chronisch-inflammatorischen Erkrankungen (34 % rheumatoide Arthritis, 16% Psoriasis) zeigte für Teilnehmer:innen mit und ohne chronisch- entzündliche Erkrankung eine ähnlich wenig relevante CRP-Absenkung wie beim Gesamtkollektiv der Studie, bei gleichzeitig ähnlich hocheffektiver Senkung des LDL- Cholesterins in beiden Gruppen.10 „Im Hinblick auf kardiovaskuläre Ereignisse, wie kardiovaskulär bedingter Tod, Myokardinfarkt oder Schlaganfall, profitierten jedoch die Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen stärker von der Absenkung des LDL-Cholesterins als Patient:innen ohne chronisch-entzündliche Erkrankung“, betonte Hilgendorf.

Eine stabile PAVK gibt es nicht!
Prof. Dr. Martin Andrassy, Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal, erinnerte daran, dass kardiovaskuläre Erkrankungen weltweit die häufigste Todesursache sind und die Risikofaktoren, wie Übergewicht, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, in der Bevölkerung immer häufiger auftreten. Sobald eine atherosklerotische Herz- Kreislauferkrankung (ASCVD) bekannt sei, gelte es, Lipide, Inflammation und das Risiko einer Thrombose zu überprüfen und gegebenenfalls zu behandeln. Dabei sei die Atherosklerose als polyvaskuläre Erkrankung zu betrachten, sobald sie zwei oder drei der Bereiche Herz, Gehirn und peripheres Gefäßsystem betreffe.11 Dies treffe bei Schlaganfall in 40 %, bei koronarer Herzkrankheit in 25 % und bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) in 60 % der Fälle zu.12 „Eine PAVK ist mit einer hohen 10-Jahres-Mortalität verbunden13 und ein klarer Prädiktor für den kombinierten Endpunkt Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall.14 Eine stabile koronare Herzkrankheit oder eine stabile PAVK gibt es nicht! Die Atherosklerose ist eine chronisch schwelende Entzündung auf zellulärer Ebene und hier muss man klar sensibilisieren, wie viele Gefäßbette daran beteiligt sind“, so Andrassy. Eine wichtige Säule der Therapie sei die Senkung des LDL-C und hier gelte für Patient:innen mit sehr hohem Risiko: je niedriger, desto besser.15 Um dieses Ziel zu erreichen, stehen verschiedene leitlinienkonforme Therapieoptionen zur Verfügung. Für den PCSK9-Antikörper Evolocumab hat eine präspezifizierte Subgruppen-Analyse der FOURIER-Studie mit Patient:innen mit symptomatischer PAVK ergeben, dass diese Patient:innen mit einem hohen Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse durch eine große absolute Risikoreduktion besonders von einer stringenten Lipidsenkung mit Evolocumab profitiert haben. Andrassy betonte: „Wir haben verschiedene Tools und können, wenn wir alles ausreizen, das LDL- Cholesterin zu mehr als 80 % senken.“ Aktuelle Daten der SANTORINI-Studie in 14 europäischen Ländern belegten jedoch, dass diese Optionen nicht ausgeschöpft wurden: Hochrisikopatient:innen erhielten zu 54,2 % eine Statin-Monotherapie, 24 % eine Kombinationstherapie und erreichten in knapp 20 % der Fälle den Zielwert. 21,8 % der Patient:innen erhielten keine lipidsenkende Therapie.16 Vor diesem Hintergrund hob Andrassy die leitliniengerechte Therapie des akuten Koronarsyndroms hervor, die eine rasche Zielwerterreichung und den Einsatz einer Kombinationstherapie umfasst.17 Anhand einer aktuellen Auswertung der SWEDEHEART-Studie unterstrich Prof. Dr. Klaus Parhofer, LMU Klinikum Großhadern, München, die prognostische Relevanz des frühzeitigen Beginns einer Kombinationstherapie noch im akuten Setting (vs. Stufentherapie).18

Auf die Plaque-Beschaffenheit achten
Aufgrund des demografischen Wandels und der begrenzten Ressourcen im Gesundheitssystem seien neue Strategien gefragt, um Patient:innen zu versorgen. Dabei gewinne die individualisierte Präzisionsmedizin an Bedeutung, die Risikopatient:innen identifiziert und gezielt behandelt, erklärte Prof. Dr. David M. Leistner, Universitätsmedizin Frankfurt am Main. Bei der Lipidtherapie stehen dabei vulnerable Plaques im Mittelpunkt, deren Ruptur oder Erosion zu kardiovaskulären Ereignissen führen kann. Diese lipidreichen Plaques weisen eine dünne fibröse Kappe auf. Umbauprozesse, bei denen LDL-Cholesterin als Substrat dient, führten in den Plaques zu Entzündungen.19 Statine bewirken eine Stabilisierung der Plaques, die Therapieadhärenz bei dieser Arzneimittelgruppe ist jedoch gering.20 Leistner hob hervor, dass die Plaque-Stabilisierung mit der LDL-Cholesterin-Senkung korreliert. Besonders gut funktioniere die Plaque-Stabilisierung mit einer intensivierten Lipidtherapie. In der HUYGENS-Studie (Statin + Evolocumab) mit Hochrisikopatient:innen, die vulnerable Plaques aufwiesen, verbesserte sich die Dicke der fibrösen Kappe unter Statintherapie, unter Evolocumab plus Statin war dieser Effekt jedoch fast doppelt so stark (+42,7 μm vs. +21,5 μm). Gleichzeitig sank der Anteil des zirkulären Gefäßumfangs, der von Plaques durchsetzt war (-57,5° vs. -31,4°). Die LDL-C-Reduktion betrug unter Evolocumab 80 % verglichen mit 39 % bei maximaler verträglicher Statintherapie.21 Zur Identifizierung von Risikopatient:innen empfiehlt die ESC-Leitlinie zum Management der koronaren Herzkrankheit 2024 bei komplexen Fällen ab einem Risiko von > 5 % bis 50 % als Klasse 1-Empfehlung eine CT (Computertomografie) des Herzens. „Die Koronar-CT zeigt nicht nur, ob Plaques vorhanden sind, sondern moderne CT-basierte Verfahren, wie die Photonen- Counting-Computertomografie, ermöglichen auch eine Beurteilung ihrer Beschaffenheit. Damit kann das V orliegen vulnerabler Plaques in die Risikostratifizierung der Patient:innen einfließen“, so Leistner. Doch eine moderne Bildgebung sei nicht ausreichend, so der Experte, auch molekulare Daten und Genotyping müssten zukünftig in eine Präzisionsprävention einfließen, die eine individuelle Therapie ermöglicht.

Hyperlipidemia Academy: Den interdisziplinären Austausch fördern
Die Lipidologie spielt bei vielen Erkrankungen nicht nur des Herz-Kreislaufsystems eine wichtige Rolle und ist eine Disziplin im Aufbruch. Ziel der nationalen Hyperlipidemia Academy ist es, eine Plattform zu bieten, um aktuelle Fragestellungen auf dem Gebiet des Lipidmanagements sowie eng verbundener Fachdisziplinen im interdisziplinären Austausch zu vertiefen. Neben der kompakten Zusammenfassung aktueller internationaler Kongresse und wegweisender Publikationen gehört es ebenso dazu, einen Blick auf zukünftige Therapieoptionen zu richten. Sie bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anerkannten Expert:innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Erfahrungen zu reflektieren und – basierend auf neuesten Forschungsergebnissen und Einblicken in die deutsche Versorgungsrealität – aktuelle therapeutische Strategien für kardiovaskuläre Höchstrisikopatient:innen zu reflektieren und notwendige Anpassungen anzustoßen.

Über Repatha® (Evolocumab)
Repatha® (Evolocumab) ist ein Antikörper gegen PCSK9, der durch Verringerung der LDL-C-Werte das kardiovaskuläre Risiko bei Patient:innen mit bekannter, atherosklerotischer, kardiovaskulärer Erkrankung reduzieren kann. Weitere Anwendungsgebiete sind die primäre Hypercholesterinämie (homozygot bzw. homozygot familiär und nicht-familiär) und die gemischte Dislipidämie. Der PCSK9- Inhibitor ist auch für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren mit einer HoFH (homozygote familiäre Hypercholesterinämie) und HeFH (heterozygote familiäre Hypercholesterinämie) zugelassen.3

*Quelle: 11. Hyperlipidemia Academy am 20. und 21. September 2024 in Frankfurt am Main und virtuell.

Referenzen:
1. Matsushita K et al. Nat Rev Nephrol 2022; 18:696-707
2. Cholesterol Treatment Trials`(CTT) Collaborations et al. Lancet Diabetes Endocrinol 2016;4: 829-839
3. Fachinformation Repatha®, aktueller Stand
4. Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) CKD Work Group. KDIGO 2024, Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease. Kidney Int 2024; 105(4S):S117–S31
5. Visseren FLJ et al. Eur J Prev Cardil 2022: 29:5-115
6. Solomon DH et al. Ann Rheum Dis 2006; 65(12):1608-12
7. Liu Y, Kaplan MJ. Cur Opin Rheumatol 2018; 30:441-8
8. Kristensen et al. PlosOne 2013; 8(2):e56944
9. Vrints C et al. European Heart Journal 2024; 45(36):3415–3537
10. Zimmermann et al. Poster ACC 2024
11. Bhatt LD et al. JAMA 2006; 295:180-189
12. Steg et al. JAMA 2007; 297:1197-1206
13. SartipyF. Eur J Vasc Endovasc Surg 2018; 55(4):529-536
14. Bhatt DL et al. JAMA 2010; 304:1350-1357
15. Ference BA. Eur Heart J 2017; 38(32):2459-2472
16. Ray KK et al. Lancet 2023; 29:100624
17. Mach F et al. Eur Heart J 2020; 41(1):111-188
18. Schubert J et al. European Heart Journal 2024; 45(39):4204-
19. Libby P et al. Circ Res 2019; 124(1):150-160
20. König W. et al. Clin Res Cardiol 2024 ;113(6):812-821
21. Nichollis et al. JACC Cardiovasc Imaging 2022; 15(7):1308-1321

Über Amgen
Amgen ist ein global führendes unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das seit über 40 Jahren besteht und heute mit etwa 27.000 Mitarbeitenden in fast 100 Ländern vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an zwei Standorten mit rund 650 Mitarbeitenden jeden Tag daran, Patient:innen zu helfen. Weltweit profitieren jährlich Millionen von Menschen mit schweren oder seltenen Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Neben Originalpräparaten beinhaltet unser Portfolio auch Biosimilars. Wir verfügen über eine vielfältige Pipeline.

Halten Sie sich zu aktuellen Themen rund um Biotechnologie informiert – Besuchen Sie dafür gerne unsere Webseite www.amgen.de.

DEU-145-1024-80005

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den aktuellen Erwartungen und Einschätzungen von Amgen basieren. Alle Aussagen, mit Ausnahme von Aussagen über Fakten aus der Vergangenheit, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Dies gilt auch für Aussagen über Ertragsprognosen, Betriebsergebnismargen, Investitionsaufwendungen, liquide Mittel oder andere Finanzkennzahlen, erwartete gerichtliche, schiedsgerichtliche, politische, regulatorische oder klinische Ergebnisse oder Praktiken, Verhaltensmuster von Kunden und Verschreibern, Entschädigungsaktivitäten und -ergebnisse sowie andere ähnliche Prognosen und Ergebnisse. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit beträchtlichen Risiken und Unwägbarkeiten behaftet, einschließlich der nachfolgend genannten und in den von Amgen eingereichten Security and Exchange Commission-Berichten näher beschriebenen. Dazu gehört auch unser jüngster Jahresbericht auf dem Formblatt 10-K sowie nachfolgende Periodenberichte auf den Formblättern 10-Q und Form 8-K. Sofern nichts anderes angegeben ist, trifft Amgen diese Aussagen zum vermerkten Datum und verpflichtet sich nicht dazu, in diesem Dokument enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, wenn neue Informationen vorliegen, Ereignisse eintreten oder aufgrund anderer Gründe. Für zukunftsgerichtete Aussagen kann keine Garantie übernommen werden und tatsächliche Ergebnisse können von den erwarteten abweichen. Unsere Ergebnisse werden dadurch beeinflusst, wie erfolgreich wir neue und bestehende Produkte im In- und Ausland vermarkten. Sie hängen von klinischen und regulatorischen Entwicklungen ab, die aktuelle und zukünftige Produkte betreffen, von der Umsatzsteigerung bei kürzlich eingeführten Produkten, vom Wettbewerb mit anderen Produkten (einschließlich Biosimilars), von Problemen oder Verzögerungen bei der Herstellung unserer Produkte sowie von globalen Wirtschaftsbedingungen. Darüber hinaus wird der Vertrieb unserer Produkte vom Preisdruck, der Wahrnehmung in der Politik und der Öffentlichkeit und von den Erstattungsrichtlinien der privaten und gesetzlichen Krankenkassen sowie Regierungsbehörden und Managed Care Provider beeinflusst und kann zudem von Entwicklungen bei gesetzlichen Bestimmungen, klinischen Studien und Richtlinien sowie nationalen und internationalen Trends zur Eindämmung von Kosten im Gesundheitswesen beeinflusst werden. Überdies unterliegen unsere Forschungs- und Testarbeit, unsere Preisbildung, unser Marketing und andere Tätigkeiten einer starken Regulierung durch in- und ausländische staatliche Aufsichtsbehörden. Wir oder andere könnten nach der Markteinführung unserer Produkte und Medizinprodukte Sicherheits- oder Herstellungsprobleme oder Nebenwirkungen feststellen. Unser Unternehmen könnte von behördlichen Untersuchungen, Rechtsstreitigkeiten und Produkthaftungsklagen betroffen sein. Darüber hinaus könnte unser Unternehmen von neuen Steuergesetzen betroffen sein, die zu erhöhten Steuerverbindlichkeiten führen. Für den Fall, dass wir unseren Verpflichtungen aus der mit den US-Regierungsbehörden geschlossenen Vereinbarung zur Unternehmensintegrität nicht nachkommen, drohen beträchtliche Sanktionen. Außerdem könnte der Schutz für unsere Produkte und Technologie, der durch angemeldete und erteilte Patente sichergestellt wird, von unseren Mitbewerbern angegriffen, außer Kraft gesetzt oder unterlaufen werden. Zudem könnten wir in aktuellen oder zukünftigen Rechtsstreitigkeiten unterliegen. Wir führen einen Großteil unserer kommerziellen Fertigung in wenigen Schlüsselbetrieben, unter anderem in Puerto Rico, durch und sind darüber hinaus bei unseren Herstellungsaktivitäten teilweise von Dritten abhängig. Lieferengpässe können den Vertrieb bestimmter aktueller Produkte und die Entwicklung von Produktkandidaten beschränken. Für die Entwicklung mancher unserer zukünftigen Produkte und für die Vermarktung und den Vertrieb mancher unserer Handelsprodukte setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Dritten. Zudem stehen wir bezüglich vieler der von uns vermarkteten Produkte sowie in Bezug auf die Entdeckung und Entwicklung neuer Produkte in Konkurrenz zu anderen Unternehmen. Die Entdeckung oder Identifizierung neuer Produktkandidaten und die Indikationserweiterung für bestehende Produkte kann nicht garantiert werden, und der Schritt vom Konzept zum Produkt ist nicht gesichert. Daher kann nicht dafür garantiert werden, dass ein bestimmter Produktkandidat oder die Indikationserweiterung eines bestehenden Produktes erfolgreich sein und vermarktet werden wird. Des Weiteren werden manche Rohstoffe, Medizinprodukte und Komponenten für unsere Produkte ausschließlich von Drittanbietern geliefert. Einige unserer Vertriebspartner, Kunden und Kostenträger haben erheblichen Einfluss auf ihre Verkaufsverträge mit uns. Die Entdeckung signifikanter Probleme mit einem Produkt, das einem unserer Produkte ähnelt, kann auf eine gesamte Produktklasse zurückfallen und den Vertrieb der betreffenden Produkte, unser Unternehmen und unser Betriebsergebnis stark beeinträchtigen. Die Akquisition anderer Unternehmen oder Produkte unsererseits sowie unsere Anstrengungen zur Eingliederung aufgekaufter Betriebe kann fehlschlagen. Wir sind immer stärker von IT-Systemen, Infrastruktur und Datensicherheit abhängig. Technische Ausfälle, Cyberangriffe oder Verstöße gegen Datensicherheit können die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit unserer Systeme und unserer Daten beeinträchtigen. Unser Aktienkurs schwankt und kann von unterschiedlichsten Ereignissen beeinflusst werden. Unser Geschäftserfolg kann die Zustimmung unseres Verwaltungsrats zur Ausschüttung einer Dividende sowie unsere Fähigkeit zur Zahlung einer Dividende oder zum Rückkauf unserer Stammaktien beschränken. Möglicherweise gelingt es uns nicht, Geld zu günstigen Konditionen am Kapital- und Kreditmarkt aufzunehmen oder überhaupt Geld aufzunehmen.

© Medicom VerlagsgmbH

 
Medicom

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.

Wählen Sie dazu bitte Ihr Land aus.

  • ÖsterreichÖsterreich
  • ÖsterreichDeutschland
  • ÖsterreichSchweiz
  • ÖsterreichAndere