GASTRO&HEPA-News
Selten sehen wir Patient:innen mit Kurzdarmsyndrom unmittelbar nach der auslösenden Operation. Häufiger begegnen sie uns in der Ambulanz nach Entlassung von den chirurgischen Stationen, wenn im weiteren Verlauf Komplikationen wie Dehydratation, Elektrolytentgleisungen, therapierefraktäre Diarrhoe oder Fragen zur Medikation auftreten. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Stellschrauben, die im Stations- und Ambulanzalltag in der Behandlung helfen, und stützt sich auf den österreichischen Leitfaden Kurzdarmsyndrom (1) sowie die ESPEN-Leitlinie zum chronischen Darmversagen (2).
Erst die Anatomie, dann die Therapie
Ein KDS liegt bei einer Restdünndarmlänge unter 200 cm (in continuitatem) vor, gemessen aboral der Flexura duodenojejunalis. Für eine sinnvolle Behandlung sind vor allem zwei Informationen entscheidend: die verbleibende Darmlänge und welche Darmabschnitte noch erhalten und in Kontinuität sind. Fehlen diese Angaben, lohnt sich der Blick in den OP-Bericht oder die Durchführung einer CT-/MR-Enterografie (1,2). Das Kolon ist dabei mehr als ein Reservoir. Es resorbiert Wasser, Elektrolyte und kurzkettige Fettsäuren und kann über die bakterielle Fermentation nicht resorbierter Kohlenhydrate zu Fettsäuren bis zu 50% des täglichen Energiebedarfs decken (3).
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Tags: gastro&hepa-news gastroenterologie kurzdarmsyndrom endständige jejunostomie jejunokolische anastomose jejunoileokolische anastomose kontrollparameter kontrollintervalle

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