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REMAP-CAP: Steroid-Konfusion bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie


Effect of hydrocortisone on mortality in patients with severe community-acquired pneumonia: The REMAP-CAP corticosteroid domain randomized clinical trial.

REMAP-CAP Investigators; Angus DC

Intensive Care Med 2025; 51:665-680

 

Eigentlich war doch schon alles klar! Die CAPE-COD Studie aus dem Jahr 2023 hatte eindeutig gezeigt, dass ­Hydrocortison bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie (CAP) einen Überlebensvorteil bringt, wenn man Patienten mit Influenza-Infektionen oder septischem Schock ausschließt (Dequin PF; N Engl J Med 2023; 388:1931). Vergessen war die ESCAPe Studie vom Jahr zuvor, die wegen einer zu geringen Rekrutierung abgebrochen wurde und keinen Vorteil von äquivalent dosiertem Methylprednisolon auf die 60-Tage-Sterblichkeit bei schwerer CAP gezeigt hat (­Meduri GU; ­Intensive Care Med 2022; 48:1009). 

Und nun diese seltsame REMAP-CAP Studie, die suggeriert, dass man bei schwerer CAP eher einen nachteiligen Effekt durch die Gabe von Hydrocortison zu erwarten hat. Wie sind diese widersprüchlichen Ergebnisse einzuordnen? CAPE-COD war eine multizentrische Doppelblindstudie, die 800 Patienten zu einem frühen Zeitpunkt (≤ 24 h) rekrutiert hat. Wichtig ist, dass Influenza als auslösende oder begleitende Infektion ebenso wie ein septischer Schock mit Vasopressortherapie relevante ­Ausschlusskriterien darstellten. 

Die 90-Tage-Letalität betrug 9,3% versus 14,7% zugunsten der mit Hydrocortison behandelten Gruppe. Interessant in dieser Studie war, dass die Dauer der Therapie an den klinischen Verlauf angepasst und die Dosis stufenweise reduziert wurde (200 mg Hydrocortison als Infusion über 4 oder 8 Tage, abhängig von der klinischen Besserung, gefolgt von einer Dosisreduktion über insgesamt 8 oder 14 Tage)(Dequin PF; N Engl J Med 2023; 388:1931).

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Tags: intensiv-news intensivmedizin hydrocortison pneumonie cape-cod studie intensivpatienten 

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