GASTRO&HEPA-News
Trotz stetig wachsender Zahl an medikamentösen Therapien ist die Chirurgie ein zentraler Baustein in der Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED).
Neue Studiendaten zeigen, dass gezielte und rechtzeitige Eingriffe den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können und die Chirurgie nicht mehr nur eine Notfalllösung ist. Damit verschiebt sich die Frage zunehmend von „ob“ zu „wann“ operiert werden sollte.
Für die Behandlung der CED steht heute eine Vielzahl an Therapieoptionen zur Verfügung. Dennoch benötigt ein relevanter Anteil der Patient:innen im Verlauf eine chirurgische Therapie. Bei Colitis ulcerosa (CU) wird innerhalb von fünf Jahren nach Diagnose rund jede:r Fünfte hospitalisiert, die Kolektomierate liegt bei etwa 10% (1).
Lange galt die Operation als „letzte Instanz“ nach Ausschöpfen aller medikamentösen Optionen. Diese Sicht ändert sich zunehmend. Zum einen liegen inzwischen randomisierte Daten und Langzeitergebnisse vor, die chirurgische Eingriffe als frühe, krankheitsmodifizierende Therapie unterstützen. Zum anderen zeigen Leitlinien und Registerdaten, dass eine zu späte Operation mit höherer Morbidität und Mortalität verbunden ist (1,2).
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Tags: gastro&hepa-news chirurgie ced colitis ulcerosa morbus crohn kolektomie

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