INTENSIV-News
Surviving Sepsis Campaign: International Guidelines for Management of Sepsis and Septic Shock 2026.
Prescott HC, Antonelli M, Alhazzani W, Møller MH, Alshamsi F, Azevedo LCP,
Belley-Cote E, et al.
Crit Care Med 2026; 54:725-812
Die Surviving Sepsis Campaign wurde 2002 mit dem Ziel ins Leben gerufen, das Bewusstsein für Sepsis zu stärken und durch internationale, evidenzbasierte Empfehlungen die Behandlung und Prognose der Betroffenen zu verbessern. Im Frühjahr 2026 ist nun die sechste Fassung der Leitlinien zum Management von Sepsis und septischem Schock erschienen (Prescott HC; Crit Care Med 2026; 54:725). Sie haben sich zu einem zentralen Referenzwerk der Intensiv- und Notfallmedizin entwickelt und behandeln inzwischen zahlreiche Aspekte, die über die unmittelbare Akuttherapie der Sepsis hinausgehen. Dieser Beitrag stellt bewusst keinen vollständigen Überblick über die neuen Leitlinien dar. Vielmehr greifen wir ausgewählte Empfehlungen heraus, die für die intensivmedizinische Praxis im deutschsprachigen Raum besonders relevant oder diskussionswürdig erscheinen.
Sepsis-Bündel: Nicht alle Maßnahmen sind gleichwertig
Obwohl in den vergangenen 25 Jahren keine spezifische medikamentöse Therapie dauerhaft Eingang in die Behandlung der Sepsis gefunden hat, haben insbesondere die Früherkennung und die Qualität der Behandlungsprozesse an Bedeutung gewonnen. In Australien und Neuseeland sank die Krankenhausmortalität intensivmedizinisch behandelter Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten deutlich (Poole AP; Intensive Care Med 2025; 51:2318).
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Tags: intensiv-news intensivmedizin empfehlung surviving sepsis campaign sepsisversorgung septischer schock

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