ÖSTERREICH 

Presseinformation Orion Pharma GmbH


 

Interaktiver Vortrag im Rahmen des 8. Niederösterreichischen Intensivpflegekongresses

Glauben war gestern, Messen ist heute: Schmerz, Agitation und Delir – interagierende Herausforderungen auf der Intensivstation

 

Die amerikanischen Clinical Practice Guidelines (PAD-Guidelines) haben 2013 eine neue Ära bei der Behandlung intensivmedizinischer Patienten eingeläutet, die mit Publikation der deutschen S3-Leitlinie „Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin“ (DAS-Leitlinie)1 untermauert wurden: Die häufig praktizierte tiefe Sedierung, ein ungezieltes Monitoring und eine zu späte Mobilisierung sollen der Zielvorgabe eines wachen und aufmerksamen, schmerz-, angst- und delirfreien Patienten weichen, der an seiner Behandlung und Genesung aktiv teilnehmen kann. Wie diese Vorgaben – unterstützt von dem effektiven Wirkstoff Dexmedetomidin – in der Praxis umgesetzt werden können, stellte PD Dr. med. Georg-Christian Funk, Oberarzt am Otto Wagner Spital in Wien, während seines interaktiven Vortrags im Rahmen des Hauptprogramms, Schwerpunkt Intensivmedizin, „Glauben war gestern, Messen ist heute“ im Rahmen des 8. Niederösterreichischen Intensivpflegekongresses in der Wiener Neustadt vor.

Wiener Neustadt, 15. September 2016 – Auf der Intensivstation stehen für Pflegepersonal und Ärzte vor allem Schmerz, Agitation und Delir im Fokus des Interesses. Gerade in Stresssituationen wird der Patient sehr schnell und deutlich zu tief sediert – häufig ohne die Stressursache zu identifizieren und ohne adäquates Monitoring.2 Um Entscheidungen für eine zielgesteuerte pharmakologische Therapie treffen zu können, sollte jedoch gemäß der im Oktober 2015 publizierten DAS-Leitlinie ein regelmäßiges Monitoring stattfinden. „Standard sollte es sein, den Patienten wach, aufmerksam und kooperativ bei einem RASS von 0 bis -1 zu halten“, so Funk.

Nicht nur beobachten, sondern messen

Es ist bekannt, dass Schmerzfreiheit gerade bei kritisch Kranken relevant für das Outcome ist. Aufgrund der eingeschränkten Kommunikation von Patienten z.B. unter Sedierung werden Schmerzen regelmäßig weit unterschätzt. Daher fordert die Leitlinie ein valides Schmerzmonitoring, bestenfalls anhand eines Selbsteinschätzungsscores (z.B. NRS – Numerische Rating Skala), oder – wenn dies nicht möglich ist – durch Fremdeinschätzungsscores (z.B. BPS – Behavioural Pain Scale). Die hohe Validität der Selbstauskunft konnten Freiwillige aus dem Auditorium selber erfahren: Tanja Gudernatsch, DGKS, stand als Schauspielpatientin für Schmerzassessments mit NRS und BPS zur Verfügung.

Entgegen früherer Gepflogenheiten sollte eine Sedierung nur noch nach einer klaren Indikationsstellung in speziellen Situationen durchgeführt werden, da sie „das Outcome unserer Patientin verschlechtert“, so Funk. Daher wird ein individuell angepasster Umgang mit Sedativa und Analgetika unter regelmäßiger Kontrolle anhand von validen und verlässlichen Scores (z.B. der Richmond-Agitation-Sedation-Scale, RASS) gefordert. „Der Patient sollte im Normallfall in der Lage sein, mindestens 10 Sekunden mit uns Augenkontakt zu halten.“

Darüber hinaus sollten auch mögliche delirante Symptome regelmässig anhand eines validierten Delir-Scores (z.B. CAM-ICU) erhoben, dokumentiert und kommuniziert werden. „Wir müssen das Delir objektivieren, da wir es aufgrund seiner vielfältigen Erscheinungsbilder sonst übersehen.“ Auch hier konnten Freiwillige live auf der Bühne, erneut unterstützt von Frau Gudernatsch, ihre Scoringpraxis sowohl anhand des RASS als auch der CAM-ICU trainieren.

Leitliniengerechtes Management von Schmerz, Agitation und Delir

„Schmerz, Agitation und Delir sind zentrale, einander gegenseitig beeinflussende Herausforderungen, denen man durch regelmäßige Messungen begegnen sollte“, bringt Funk die Inhalte der Veranstaltung auf den Punkt. Besonders wichtig erscheint in diesem Zusammenhang der neu geforderte Standard nach einem wachen und kooperativen Patienten in einem Zielkorridor von RASS 0 bis -1. Um dieses Ziel zu erreichen, steht mit Dexmedetomidin (dexdor®) ein effektiver Wirkstoff zur Verfügung – für ein leitliniengerechtes, erfolgreiches Management von Schmerz, Agitation und Delir (PAD-Management).

Quellen:

1. http://www.awmf.org/leitlinien/detail/II/001-012.html
2. Luetz A, Balzer F, Radtke FM, et al., Delirium, Sedation and Analgesia in the Intensive Care Unit: A Multinational, Two-Part Survey among Intensivists. PLOS ONE 2014, 9(11):e110935.

Kontakt Orion

Dr. Markus M. Gutschow
Orion Pharma
markus.gutschow@orionpharma.com

Pharma Pressekontakt

Leoni Burggraf
WEFRA PR
lb@wefra.de

 
 
 
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