Endoskopische Untersuchungen stellen für viele Patient:innen eine belastende Situation dar. Ziel dieses Beitrags ist es, typische Angstfaktoren im Rahmen endoskopischer Eingriffe darzustellen und praxisnahe Strategien zur Angstreduktion im pflegerischen Setting aufzuzeigen.
Die enterale Ernährung bei Patienten mit Schluckstörungen oder Stenosen im oberen Gastrointestinaltrakt kann in der Regel unkompliziert über vier Wochen mit einer nasogastralen Sonde aufrechterhalten werden.
Aliquot 1: Ein 23-jähriger Mann stellt sich in der Notaufnahme eines österr. Universitätsklinikums mit seit einer Woche progredienter Müdigkeit, Ikterus und zunehmendem Bauchumfang vor.
Patienten mit dekompensierter ACLD (advanced chronic liver disease = Leberzirrhose) haben eine stark reduzierte Lebenserwartung. Wenn auch der Verlauf oft unberechenbar ist, so haben die Patienten, die ein ACLF (acute on chronic liver failure) entwickeln, in Abhängigkeit von der Anzahl der Organversagen die schlechtesten Überlebenschancen.
Metabolische Lebererkrankungen werden zunehmend zu einer Herausforderung für die Gesundheitssysteme. In Deutschland finden sich bei fast jedem Dritten Zeichen einer Steatosis der Leber und es wird geschätzt, dass die Zahl der sich daraus entwickelnden Leberentzündung bis 2030 auf 4,7 Millionen Fälle ansteigen wird.
Die metabolisch assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) ist die häufigste chronische Lebererkrankung in Europa, wobei etwa 40% der erwachsenen Allgemeinbevölkerung in Österreich eine Steatose der Leber („Verfettung der Leber“) aufweisen.
Etwas „schlägt einem auf den Magen“ oder „Schmetterlinge im Bauch“ haben – die Alltagssprache kennt die Verbindung von Psyche und Gastrointestinaltrakt. In der Medizin führte dies lange zum fatalen Fehlschluss des rein psychosomatisch eingestuften „Reizdarms“.
Bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen ist eine krankheitsassoziierte Mangelernährung häufig zu beobachten.
Es ist uns eine große Freude, Ihnen die erste Ausgabe der Gastro & Hepa-News des Jahres 2026 präsentieren zu dürfen.
Die AG Hepatologie lud am 14.03.2026 zum Frühling der Hepatologie in Graz – bereits zum 10. Mal. Spätestens mit diesem ersten runden Jubiläum kann festgehalten werden, dass der Grazer Frühling der Hepatologie zur größten hepatologischen Veranstaltung Österreichs avanciert ist.
Die Hepatologie befindet sich in einer Phase rascher Transformation, geprägt durch therapeutische Innovation, verbesserte Risikostratifizierung und ein wachsendes Verständnis immunmetabolischer Krankheitsmechanismen.
Das kolorektale Karzinom zählt weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen. Auch in der Schweiz besteht eine hohe epidemiologische Relevanz mit rund 4.500 Neuerkrankungen pro Jahr, wobei etwa ein Drittel den Enddarm betrifft. Lange Zeit galt die Erkrankung als Tumor des höheren Lebensalters mit einem Inzidenzgipfel über dem 70. Lebensjahr. In den letzten Jahren wird jedoch ein signifikanter Anstieg der Inzidenz bei unter 50-Jährigen beobachtet [1-5].
Im Bereich der Diagnostik und Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen gab es im Jahr 2025 eine Reihe interessanter und klinisch relevanter Publikationen. Neue Therapeutika wurden zugelassen, sodass aktuell so viele Therapieoptionen zur Verfügung stehen wie nie zuvor. Gleichzeitig besteht eine Unsicherheit hinsichtlich der Sequenz der Anwendung der Präparate und hinsichtlich der Therapiealgorithmen.
Die Jahre 2024 und 2025 brachten eine Vielzahl neuer klinischer und translationaler Erkenntnisse rund um Erkrankungen des Pankreas. Besonders im Fokus stehen die Behandlung und Vorbeugung der akuten und die operative versus endoskopische Therapie der chronischen Pankreatitis, Konzepte im Management pankreatischer Zysten sowie Fortschritte in der Prävention und in der personalisierten Therapie des Pankreaskarzinoms und neuroendokriner Tumore.
Die Entwicklungen der letzten Jahre innerhalb der Neurogastroenterologie und gastrointestinalen Motilitätsforschung verdeutlichen eindrucksvoll, wie dynamisch sich dieses Fachgebiet weiterentwickelt. Eine besondere Rolle spielt dabei der demografische Wandel, da der alternde menschliche Körper spezifische Veränderungen der gastrointestinalen Physiologie mit sich bringt.
Dieses Editorial fasst die wichtigsten gastroenterologischen Highlights des Jahres 2025 zusammen und zeigt, wie sich diagnostische Präzision, differenzierte Risikostratifizierung und personalisierte Therapieansätze zunehmend als leitende Prinzipien etablieren.
In Untersuchungsräumen herrscht oft ein sehr hoher Lärmpegel. Dadurch wird die Untersuchungsqualität, aber auch die Gesundheit der Mitarbeiter:innen gefährdet.
Störungen der pankreatischen Mikrozirkulation spielen eine zentrale Rolle in der Pathophysiologie der akuten Pankreatitis. Diese dürften nicht nur bei der Entstehung der Erkrankung relevant sein, sondern auch maßgeblich den Schweregrad im weiteren Verlauf bestimmen.
1. Ein 34-jähriger Mann stellt sich in der Notaufnahme mit seit sieben Tagen persistierendem Fieber und rechtsseitigen Oberbauchschmerzen vor. Die Schmerzen sind von krampfartigem Charakter und werden durch Bewegung sowie Palpation verstärkt. Begleitend berichtet der Patient über ausgeprägten Nachtschweiß und Appetitlosigkeit seit Symptombeginn.
In Fortsetzung der Serie „Highlights der Highlights“ darf ich Ihnen diesmal die Vorträge von Prof. Dr. Christian Madl und Prof. Dr. Michael Gschwantler aus den Gastrohighlights Wien, Dezember 2024 vorstellen.
Rund ein Viertel aller Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erkranken vor dem 20. Lebensjahr.1, 2 Der Wechsel von der pädiatrischen in die internistische Betreuung – die sogenannte Transition – stellt eine entscheidende Phase dar, in der medizinische, emotionale und organisatorische Aspekte ineinandergreifen.
Zu den seltenen extraintestinalen Manifestationen (EIMs) bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zählen pulmonale Manifestationen, die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) und opthalmologische EIMs (Episkleritis, Skleritis, Uveitis, Keratokunjunktivitis sicca und periphere ulcerative Keratitis).
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind oft Systemerkrankungen und können signifikante entzündliche Aktivität auch außerhalb des Verdauungstraktes aufweisen. Dies wird als extraintestinale Manifestationen (EIM) bezeichnet.
Zur „Prime Time“ der Fortbildungssaison im Herbst – und pünktlich zum Postgraduiertenkurs Endoskopie, dem jährlichen Highlight unserer endoskopischen Fortbildungsveranstaltungen – dürfen wir Ihnen die vierte Ausgabe der Gastro&Hepa-News präsentieren.
Die eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronische Entzündung der Speiseröhre, die mit einer vermehrten Inzidenz an Dysphagie, gastroösophagealer Refluxbeschwerden und Nahrungs-/Bolusimpaktion einhergeht.1
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), darunter Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (CU), stellen eine zunehmende Herausforderung im klinischen Alltag dar.
Die akute obere gastrointestinale Blutung stellt mit einer Inzidenz von 48-160 pro 100.000 PatientInnen pro Jahr einen häufigen Vorstellungsgrund an notfallmedizinischen Einrichtungen dar (Long B; Am J Emerg Med 2024; 81:116).
1. Im Juli diesen Jahres stellt sich ein 20-jähriger Mann in der Notaufnahme eines Universitätsspitals vor. Seit 1 Tag besteht eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit Fieber bis 39°C. In den frühen Morgenstunden des Tages der Vorstellung traten zusätzlich starke Kopfschmerzen, Lichtscheue und Nackensteifigkeit auf.
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der häufigste primäre Leberkrebs, gefolgt vom cholangiozellulären Karzinom (CCA). Neue systemische Therapien haben die Prognose in fortgeschrittenen Stadien deutlich verbessert.
Die Mikrobiomtransplantation (Fecal Microbiota Transplant, FMT) ist bis heute ein heiß diskutiertes Thema. In diesem Verfahren wird eine aufbereitete Stuhlprobe eines geeigneten Donors, beispielsweise per Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie), Magensonde oder in Form von Kapseln verabreicht.1, 2

Wir wollen Fachärzte und Pfleger topaktuell und wissenschaftlich fundiert über Studien, fachspezifische Entwicklungen und deren praktische Umsetzung informieren, um sie in ihrer Arbeit und Fortbildung zu unterstützen.
Wählen Sie dazu bitte Ihr Land aus.